Vogel_frei 19.11.2012, 21:12 Uhr 12 29

Du und ich, ganz ungleich viel von beidem

richtig ist es nicht. Aber ganz falsch fühlt es sich eben auch nicht an.

Du. und ganz viel von mir. oder ganz wenig ich. und du. Wie man‘s sieht. richtig ist es nicht. Aber ganz falsch fühlt es sich eben auch nicht an. Was weiß denn ich was ich will? Und du weißt es auch nicht. Du sagst zwar dass du es weißt. Aber das ist nur temporär und oberflächlich. Nachhaltig weißt du es auch nicht. Und das weißt du. Der Unterschied ist, ich zermartere mir das Hirn darüber und habe schlaflose Nächte und du, tja du, keine Ahnung was du machst. Aber es scheint mir nicht so als wären deine Nächte mit mir gefüllt. Ich will auch nicht in deinen Nächten Thema sein. Ich wollte es und will es vielleicht auch in Zukunft wieder. Auch wenn ich weiß, dass ich es nicht wollen werde wenn ich es wieder will, weil ich weiß was du willst. Jetzt ist mir alles recht was transparenter ist als das jetzt.

Egal wie. Du und ganz viel von mir oder ganz wenig ich und du. Bauchschmerzen bereitet es mir immer. Ein zwei Finger breit unter dem nabel. Ein ziehen und zerren. Egal was ist. Wenn du dich nicht meldest. Und wenn du dich meldest. Wenn du mich verletzt. Wenn du mir gut tust. Wenn ich dich hassen will. Und wenn ich dich nicht vermissen will. Immer ziehen und zerren am Bauch, im Hals, im Kopf, im Herz. Du bist mein Herz. Du hältst mich am leben und tust mir weh. Ich weiß nicht was ich will. Will ich mich? Will ich dich? Und wie viel will ich? Ich will alles und nichts. Ich will dass das ziehen und zerren aufhört. Ich will die guten Momente genießen und die schlechten vergessen. Doch egal wie. Das ziehen und zerren, kurz unterm nabel. Es ist da.

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12 Antworten

Kommentare

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  • 1

    Absolut nachvollziehbar, toller Text!;)

    26.11.2012, 21:22 von Peacie
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  • 2

    "richtig ist es nicht. Aber ganz falsch fühlt es sich eben auch nicht an."

    Wunderschön geschrieben, Antworten so nah und doch so fern. Ich mag's!

    26.11.2012, 21:06 von IamALeftOver
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  • 1

    Das verstehe ich vollkommen! Zumindest das, was sich da noch verstehen lässt, weil man sich ja selbst nie so richtig sicher ist. Ein scheinbar niemals enden-wollender Kampf von wollen und nicht-wollen, begehren und nicht-begehren. Unterm Teppich kehren und Kopf leeren.

    21.11.2012, 14:08 von See_Emm_Why_Kay
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  • 0

    Ich will mehr Kommas.

    Ansonste frage ih mich mal wieder, wie immer bei solchen Texten, warum 'dem anderen' die Lösung dieser Situation übertragen wird. Vor allem anscheinend ohne das er etwas von dieser Vornehmen Aufgabe ahnt...

    Aber schön in Worte gefasst...

    20.11.2012, 08:44 von sailor
    • 0

      Vieleicht weiß 'der andere' ja davon und nur er/sie kann die Situation auflösen?

      23.11.2012, 00:42 von Der-mit-dem-Schaf-tanzt
    • 0

      mit den Kommata, das ist wahr^^ .... aber es war nicht meine absicht jemandem die lösung zu übertragen, ich wollte nur meine hilflosigkeit verdeutlichen, solang ich mit der lösungssuche allein bin

      24.11.2012, 20:48 von Vogel_frei
    • 0

      Ich hab kein Latrinum
      ^^

      Der Mensch irrt, solang er strebt.

      @Schafstänzer
      Nee... Zu solchen Dingen gehören zwar zwei, aber auch einer der beiden kann das zur Not auflösen. Wenn das nur der andere kann, finde ich irgendwas nicht gesund.

      24.11.2012, 21:48 von sailor
    • 0

      war nicht böse gemeint :)

      ja, sicher, einer kann das auflösen, aber das wird dann nicht die beste lösung...

      25.11.2012, 12:38 von Vogel_frei
    • 0

      Man muss Entscheidungen treffen. Auch, wenn es die falschen sind.

      25.11.2012, 12:42 von sailor
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  • 0

    Super! Beschreibt EXAKT meine Gefühlslage!

    19.11.2012, 21:34 von RageAgainstTheWorld
    • 0

      danke :)

      19.11.2012, 21:35 von Vogel_frei
    • 0

      same here !!!!

      22.11.2012, 19:52 von Mimi2222
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