Nisch.ka 04.09.2014, 22:54 Uhr 0 3

Brief an dich

dieses ganze Gefühlschaos das du in mir auslöst, all das in Worte zu fassen unmöglich. Aber ich versuchs.

Du.

Deine Augen. Mandelförmig, groß, grün mit ein bisschen blau, braun, gelb. Wie ein Stück des Kosmos eingefangen in der Regenbogenhaut deiner Iris. Wenn ich dich anschaue, sehe ich dich jedes mal aufs neue. Entdecke längst altbekannte Dinge an dir, die mich immer wieder faszinieren. Die Symmetrie in deinem Gesicht ist verblüffend, verwirrend. Das kleine Grübchen, Überbleibsel deiner Narbe, das sich bildet wenn du lachst. Dein Lachen. Dein ganzer Ausdruck strahlt wenn du lachst und am schönsten lachst du, wenn ich der Grund dafür bin.

Die Kante die deine Haare bilden, kurz überhalb deines Ohres. Weißt du eigentlich, dass ich das am meisten mag an deiner Frisur? Sie steht dir gut. Was ich auch mag ist deine Haare zwischen meinen Fingern zu spüren wenn ich mit meinen Händen durch sie hindurchwühle. Weich, warm mit leichtem Duft nach deinem Haarwachs. Wenn ich dich ansehe muss ich entweder lachen, weil du mich schon wieder total verwundert anblickst. Als wärst du es nicht schon längst gewöhnt das ich dich anstarre. Oder ich bewundere deine Schönheit. Ja richtig, deine Schönheit die du nie wahrnehmen würdest. Die Schönheit die nur ich sehen kann, all die liebenswerten wunderbaren Kleinigkeiten, die dich so schön für mich machen.

Ich sitze hier in meinem Zimmer, es ist spät und ich habe gerade meinen Lieblingsliebesfilm geguckt. Kein Wunder das ich so ein Grfühkschaos in mir herrscht. Dabei ist das gar kein Liebesfilm. Es ist ein Film über das Verlassenwerden. Über das Ende einer Liebe die nie eine war. Schöner Film, müssen wir mal zusammen gucken. Auch wenn du ihn gar nicht leiden wirst. Aber er erinnert mich an dich, an uns.

U n s, seltsames Wort.  Es hebt uns ab von anderen, schweißt uns zusammen zu einem Bündnis, zu zwei verschwörerischen Bekloppten. Die sich lieben. Hätte ich vor einem Jahr nie gedacht, das ich so was mal so ernst sage. Dabei ist ein Jahr gar nicht lang, mit dir zumindest nicht.

Die Zeit verfliegt, fließt vorbei. Tausendviele Momente zischen durch meinen Kopf wenn ich an die gemeinsame Zeit denke die wir schon hatten. Soviel passiert zwischen, mit, um uns. Und doch bin ich noch immer wahnsinnig verknallt in dich, noch mehr als anfangs. Wie schaffst du das nur? Ich frage mich so oft, wieso es so einfach zwischen uns ist. Habe aber keine Erklärung dafür. Du bist da und ich bin glücklich. Ich habe fast immer gute Laune mit dir. Und lache viel, sehr viel. Du tust mir gut, mehr als du denkst, mehr als du ahnst. Ich hoffe sehr auf so viel mehr Tage!

Aber wieso am Anfang vom Ende sprechen. Siehst du das nicht genauso? Es ist jetzt wie es ist und es ist schön so. Also wieso all das was wir haben, kaputtdenken, zunichte machen aus Angst vor einem Ende? Sinnlos, nutzlos.

Gedankensprung. Ich vermisse das Gefühl deiner weichen Lippen auf meinen. Mhh dabei ist es noch gar nicht lange her, da lagst du neben mir. Wunderbar warm und ich konnte noch ein bisschen an dir schnuppern vorm einschlafen.

Ich mag deinen Duft. Wusstest du das Menschen ihren Partner unbewusst aufgrund ihres Körpergeruchs auswählen? Den einen magst du den anderen nicht. Einfach so. verrückt. Stell mir gerade vor wie du da liegst, eingerollt in deinem Bett und vor dich hinschnaufst. Und auf deinem Stuhl schlafend bestimmt dein bekloppter Kater. Schick ich dir das ? Mal sehn. Ich glaub du wärst ganz überfordert mit so einer Nachricht, einem Brief, ja fast schon einem Liebesbrief. Noch eine Seite die du so noch nicht an mir kennst. Obwohl du mich fast am besten kennst. Vielleicht schick ich ihn ab. Vielleicht auch nicht.

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