halbtagsheldin. 12.06.2010, 19:12 Uhr 0 0

Außen vor.

Obwohl man vorher innen drin war.

Schade, wenn man feststellen muss, dass ein langes Wochenende genügt, um eine Gruppe zu verändern und um aus Freunden so etwas wie Fremde zu machen.

Wir haben euch vermisst, haben an euch gedacht, hätten all unsere wunderschönen Erfahrungen gerne mit euch erlebt, oder sie zumindest im Nachhinein mit euch geteilt. Nach fünf langen Tagen, die wir euch nicht gesehen haben, ist alles anders und für Ersatz für uns ist wohl auch schon gesorgt.

Es ist, als hätte sich unsere wundervolle Patchwork-Familie in zwei Gruppen aufgeteilt: Jungs gegen Mädchen, Mädchen gegen Jungs. Da, wo wir noch vor Beginn des Wochenendes standen, stehen nun andere Mädchen, die wohl interessanter oder hübscher sind als wir. Mit denen man wohl auch richtig gut lachen kann und die "'ne korrekte Einstellung" haben.

Doch diese Mädchen haben mit euch nicht all das erlebt, was wir mit euch erlebt haben. Diese Mädchen waren nicht das ganze letzte Jahr für euch da und haben alles mit euch geteilt, Gutes wie Schlechtes, sind nicht mit euch durch dick und dünn gegangen, haben euch nicht hoch geholfen, als ihr unten wart. Die Mädchen, die all das für und mit euch getan haben, waren wir und ich will, dass wir es weiterhin bleiben.

Es tut weh zu sehen, dass sie uns jetzt schon vorgezogen werden. Und nein, sagt mir nicht, dass das alles nicht so ist. Vielleicht ist das nicht so, ich kann euch leider nur vor den Kopf gucken. Aber es fühlt sich einfach verdammt scheiße an, auf einmal außen vor zu sein, obwohl man vorher innen drin war. Wir gehören doch alle zusammen. Halt wie 'ne Familie. Es war immer so etwas wie ein stummes, unausgesprochenes Versprechen. Ich halte es. Es liegt an euch.

0 Antworten

Kommentare

  • Kommentar schreiben
  •  

Das Magazin

Die nächste Ausgabe:
14. Mai 2012

NEON-Apps für iOS und Android

Neueste Artikel-Kommentare