Wie es ist
Es ist ermüdend. Diese anhaltende bleierne Müdigkeit habe ich nicht gekannt, vorher. Ein unsichtbarer Vorhang, der über mir liegt,...
...besonders schwer über den Augenlidern. Nicht abzulegen,
über Jahre. Manchmal sichtbar, wenn das Make Up nicht ausreicht um die
Schatten zu verdecken. Ausschlafen klingt wie ein Fernreiseziel.
Fernreisen sind erstmal nicht drin.
Es ist die Ostsee. Immer und
immer wieder. Nicht, dass wir es nicht probiert hätten mit Paris und
London. Aber die Ostsee ist freier, ruhiger, rücksichtsvoller. Dir
gegenüber, weil sie nicht schubst und keine Hindernisse in den Weg
stellt, anderen gegenüber, weil du nicht im Flieger sitzt. Ostsee im
Frühling bevor die anderen Touristen da sind. Das Meer rauscht. Die
Möwen stehlen ganze Eier.
Es ist Picknick am Strand. Picknick im
Park, im Wald und im Botanischen Garten. Mit Bananen, mit Salzstangen,
manchmal mit Eis. Du jubelst nicht, wenn du ein Eis bekommst, du
versinkst in eine andächtige Stille. Du steckst ganz langsam den Löffel
in den großen Ben&Jerrys Topf. Du teilst mit uns. Du passt auf, dass
niemand zu wenig bekommt.
Es ist achtsam. Wir achten auf dich
und du achtest auf uns. Ein Abschiedskuss für dich, bevor ich zur Arbeit
gehe. Eine Aufforderung von dir: „Mama, Papa!“ Dein zufriedenes
Lächeln, wenn er auch einen bekommt. Der große stille Blick den wir
neben dem kleinen Kuss austauschen. Die absolute Gewissheit.
Es
ist reines Glück. Es hat mich immer glücklich gemacht, meinen Eltern
eine Freude zu machen. Sie haben sich über Selbstgebasteltes gefreut,
über Schokolade, über gemeinsame Reisen. Über nichts haben sie sich so
sehr gefreut wie über dich. Jedes Mal, wenn sie dich ansehen, wenn sie
dich stolz ihren Freunden vorstellen, wenn Sie dir den Namen jeder Blume
erklären.
Es ist voller Entdeckungen. Du entdeckst jede Ameise,
jeden Marienkäfer, jede Eisdiele und hilfst mir zu entdecken. Wie schön
ziellose Wege sein können, wie gut Beifuß riecht, wie unterschiedlich
Hunde bellen, dass der Hahn gar nicht Kikeriki macht, dass der Moment
zählt.
Es ist sinnstiftend. Die großen Fragen beantwortest du,
ohne etwas zu sagen. Schlechtes wirkt klein in Relation zu etwas so
Großartigem wie dir. Laute Nachbarn, fiese Flecken oder intrigante
Kollegen können mich nur so lange aufregen, bis du meine Aufmerksamkeit
auf etwas Wichtigeres lenkst: Die heiße Sonne, die dicken Hummeln, die
schönen Mohnblumen. Du hilfst, in allem das Gute zu sehen. Entbehrungen
machen Glück fühlbar.
Es ist entbehrungsreich. Ich vermisse nicht
die Clubbesuche, nur selten die Fernreisen und Kinoabende. Ich vermisse
manchmal Ruhepausen, manchmal die Freiheit, zu tun und zu lassen, was
ich will und manchmal die Selbstverständlichkeit mit manchen Freunden
dieselben Interessen zu teilen. Am meisten aber vermisse ich dich. Jedes
Mal wenn ich arbeite und dich für ein paar Tage nicht sehe, wird die
Sehnsucht unerträglich. Wenn der Termin überzogen wird oder der Zug
Verspätung hat, bekomme ich Herzrasen. Und eine komplett irrationale
Angst, dich nicht wieder zu sehen.
Es ist furchteinflößend. Mir
war nie bewusst, wie viel es wert ist, ohne Furcht zu leben. Ich hatte
nie Angst vor Höhen, vor Tiefen, vor Prüfungen, vor Tieren. Bis jetzt.
Furcht ist mein neuer Begleiter. Offene Fenster im 6. Stock, zu schnelle
Autos in der 30 Zone, offene Tore in der Kita. Offene Worte gegenüber
den Verursachern.
Es ist konfliktreicher. Konflikte mit
Gefahrenverursachern, mit Miterziehern, mit Chefs, mit dir. Nein. Nein,
du darfst nicht auf die Straße rennen, jeden Tag Nutella zum Frühstück
essen, die Wände anmalen. Nein.
Es zeigt Grenzen auf. Nicht nur
dir. Wo endet meine Konsequenz, wo meine Kraft, wo meine Bereitschaft
alles für meinen Job zu tun?
Es ist ein Balanceakt. Aber wenn ich falle, fängst du mich mit kleinen Armen und einem großen Lachen auf.





Kommentare
schön!! so ist das!!
07.08.2012, 02:40 von haseundmikaWirklich schön geschrieben, man kann nachvollziehen und fühlen, man tut es.
06.08.2012, 22:36 von StrawberrySwingHoffe, dass die Miza nicht Kinderlose mit Blödfindern gleichsetzt. Das stimmt nämlich genauso wenig wie dass alle Kinderhaber auch kinderlieb sind...
06.08.2012, 16:00 von TaneaFurcht ist mein neuer Begleiter. Es ist furchteinflößend.
So ist es. Und die endet bis zu deinem letzten Atemzug nie. Deshalb habe ich keine Kinder. Ich würde das seelisch nicht aushalten.
Es ist reines Glück. Doch dann von "entbehrungsreich" zu schreiben... das finde ich unpassend. Sehr unpassend sogar.
05.08.2012, 05:28 von Jackie_GreyNatürlich ist es Glück und Entbehrung gleichzeitig. Das Glück wird ja durch das Entbehren nicht geschmälert. Wie MiZa sagt, es schliesst sich nicht gegenseitig aus.
05.08.2012, 12:30 von miss_melIch würde 'Entbehren' manchmal mit 'Vermissen' ersetzen. Im Sinne von 'hach wie wäre es schön, jetzt dies und das tun zu können...'.
Ich entbehre Schlaf.
Ich vermisse es, mit Freunden zusammenzusitzen, ohne nach ihm schauen zu müssen.
Ich vermisse manchmal ein Glas Alkohol, halte aber das Stillen für wichtiger als den persönlichen Genuss...
Ich vermisse Schlaf. Sagte ich ja schon. Aber das ist echt das Schlimmste gerade.
Aber meinen Kleinen, den möchte ich nicht entbehren.
@miss_mel
05.08.2012, 18:05 von Jackie_GreyIch würde 'Entbehren' manchmal mit 'Vermissen' ersetzen. Im Sinne von
'hach wie wäre es schön, jetzt dies und das tun zu können...'.
Ja, "Vermissen" klingt mir sehr viel angemessener und passender. Entbehrungen... ist ein schlimmes Wort für so etwas Schönes wie ein Kind. Dafür würde ich gern Entbehrungen auf mich nehmen. Die wären mir völlig schnuppe. Aber die Angst, um solch ein kleines Wesen, die sich heimtückisch anschleicht, DIE finde ich schon wirklich schlimm. Lieben geht wohl nie ohne Angst ab. So sieht's wohl aus. Ich wäre bestimmt eine "gute Mutter" geworden, aber ich hatte wirklich zu viel Schiss. Und dem quatzat seinen Thesen kann ich auch sehr zustimmen! Es ist die größte Verantwortung im Leben, ein Kind in die Welt zu setzen. Und kein Kind hat darum gebeten...
Diesem Kind kann man noch nicht einmal "versprechen" immer für es dazusein. Weil man als Mutter oder auch als Vater einfach mal so sterben kann...
Das ist die Wahrheit und nichts als die Wahrheit und die ist heftig heftig und traurig und dramatisch... But c'est la vie. Und möchte man Mutter/Eltern werden, muss man sich über all diese Zweifel und Wahrheiten hinwegsetzen, sonst lässt man es sein. Wie ich...
Dachte ich mir doch, dass Dir das Wort zu heftig war und 'vermissen' es eher trifft.
05.08.2012, 18:15 von miss_melIch verstehe sehr gut, was Du sagst. Denn ja, die Angst, es könnte dem Kind was passieren, ist immer da. Daran habe ich vorher überhaupt nicht gedacht!
Ich denke, beide Entscheidungen erfordern Mut, für oder gegen Elterschaft.
Und ich hoffe, mein Sohn wird mir nie sagen, er hat nicht darum gebeten geboren zu werden ;-)
Ich denke, beide Entscheidungen erfordern Mut, für oder gegen Elterschaft.
05.08.2012, 18:24 von Jackie_GreyDoch, das wird er bestimmt mal. Und da musst du dann durch, Mel :) Hab ich meiner Mutter auch schon gesagt. Ich sagte ihr einmal, ich wünschte, nie geboren worden zu sein. Nachzulesen in einem meiner Texte. Das war schrecklich für sie. Aber sie konnte es verstehen. Das Leben ist schon ganz schön hart, das man da einem Kind "zumutet".
Aber diese Diskussionen gibt es erst, seitdem wir Empfängnisverhütung dermaßen gut betreiben können. Früher bekamen die Leute halt Kinder. Ohne zu hinterfragen...
Ich hätte mir für mein Kind ein Paradies gewünscht... Gibbet nich... :((
05.08.2012, 18:25 von Jackie_GreyWie schön für dich, dass du das kannst. Ich kann es nicht.
05.08.2012, 22:49 von Jackie_GreyNee - das kommt jetzt leider missverständlich an.
05.08.2012, 22:54 von Jackie_GreySollte heißen: Wie schön für dich, dass du diese Zuversicht hast, ich habe sie nicht.
nur ruhe, wärme, liebe, halt... Hätte ich alles - bis auf "etwas Zuversicht".
Für mich schließen sich Entbehrungen, die Angst etwas zu verlieren und Glück nicht aus, im Gegenteil, sie bedingen sich.
06.08.2012, 08:52 von coronariaDazu habe ich auch schon einmal einen Text geschrieben:
http://www.neon.de/artikel/-/-/der-verlust-von-kirschmarmelade/671430
Seit ich Mutter bin, denke ich oft darüber nach, wie dies meine Einstellung zu Verlusten verändert. Vorher dachte ich, mit der Vergänglichkeit und einem möglichen Verlust von eigentlich allem gut leben zu können. Bei meinem Kind hört diese Akzeptanz auf.
Aber ich frage mich manchmal, ob es nicht dazu gehört, ein Kind zu bekommen, dass man sich bewusst ist, dass man im schlimmsten Fall auch dieses verlieren kann. Wenn es so ist, kann ich gut verstehen, dass man sich gegen Kinder entscheidet.
Wenn meine Gedanken zu sehr um dieses Thema kreisen, hilft mir die Statistik. Die statistische Lebenserwartung meiner Tochter liegt bei über 80 Jahren. Keine Garantie. Aber ein Grund für Zuversicht.
Ich möchte auch keinen Pessimismus und Angst verbreiten. Normalerweise halte ich meinen Mund und behalte alle diese Ängste für mich, um junge Mütter nicht zu verstören oder gar zu schocken. Kinder sind unsere Zukunft und der Hoffnungsträger dieser Gesellschaft bzw. der Welt. Es wäre entsetzlich, würden alle so denken wie ich.
06.08.2012, 09:55 von Jackie_GreyAch, Jackie, meinste echt, diese Gedanken würdest nur du dir machen?
06.08.2012, 10:40 von TaneaJackie, wie könntest Du Mütter mit diesen Gedanken schocken? Mütter haben sie auch, sie sind vielleicht nur anders gewichtet.
06.08.2012, 10:43 von miss_melIch bin froh und dankbar, dass ich gerade durch euch feststellen darf, dass ich nicht allein so denke. Ehrlich. Bei Neon reden wir offen über solche Dinge... Im RL wird vieles gar nicht erst angedacht.DAS erweckt dann den Eindruck, man ist eine Spaßbremse, wenn man solche Zweifel äußert.
06.08.2012, 11:27 von Jackie_GreyIch bilde mir nicht ein, Exklusivrechte auf solche Gedanken zu haben (@Tanea). Ich weiß nur, dass meine Mutter solche Gedanken NICHT hatte und geschockt von meiner Sicht der Dinge reagiert. Ich fühlte mich immer im Erklärungszwang. Und es ist auch nicht so, dass Nicht-Mütter Egoistinnen sind. DAS ist ebenfalls eine Schublade, in die ICH absolut nicht hinein gehöre.
Sich ein Kind zu wünschen, ein Kind zu wollen, hat auch ne Menge mit Lebensqualität und Egoismus zu tun. Oder auch mit Selbstliebe: "Eigen Fleisch und Blut" (diese Formulierung kotzt mich ja extremst an! - btw) Boah ey!
Ein Kind nicht in diese Welt zu setzen, hat auch durchaus etwas mit Nächstenliebe, Entbehrungen und Verzicht zu tun. Vielleicht hasst mich Gott dafür, wenn es ihn gibt. Aber ich kann nicht anders, als so und genau so zu denken und zu fühlen. Sorry...
Es übersteigt meine Vorstellungskraft, dass es einen Gott gibt, der hasst.
06.08.2012, 11:46 von coronariaGenauso wenig kann ich mir vorstellen, dass es Frauen gibt, die sich aus Egoismus gegen Kinder entscheiden.
Menschen, die von "Eigen Fleisch und Blut" sprechen möchte ich mir gar nicht vorstellen...
Gibt es die wirklich?
Diese Formulierung höre ich gelegentlich. Bin ich extrem allergisch dagegen und bekomme sofortigen Atemstillstand...
06.08.2012, 11:50 von Jackie_GreyDas man hier entspannter und offener diskutieren kann stimmt wohl. Man schreibt, man antwortet evtl. nicht ganz so intuitiv, wie in einem Gespräch und man fühlt sich (meistens) nicht so schnell persönlich angegriffen und lässt auch die Meinung anderer einfach mal gelten ohne ihr zustimmen zu müssen (auch nur meist).
06.08.2012, 11:50 von TaneaDAs Thema Kinder ist eben so emotional und gesellschaftlich aufgeladen, dass es selten möglich ist sich darüber fair auszutauschen. Jeder meint, die eigene Sicht wäre die "Richtige" jeder erinnert an die "Gesellschaftliche Pflicht". Oft weiß man ja gar nicht, wie man selbst zum Thema steht. (je nachdem in welcher Zyklusphase man sich gerade befindet). Was den einen glücklich macht, macht den anderen unglücklich und umgekehrt.
Bei wem entschuldigst du dich? Bei Gott? Bei dir selbst? Bei allen die eine andere Meinung zu eigenen Kindern haben ? Ich denke, kein Grund sich zu entschuldigen, für eine Lebensentscheidung, die du triffst, un ddie nur du selbst zu verantworten hast.
Danke, Tanea.
06.08.2012, 11:54 von Jackie_GreyIch stimme Tanea auch zu. Du musst Dich noch nicht entschuldigen!!
06.08.2012, 12:40 von miss_melWir haben alle unsere Gründe für unsere Lebensentwürfe, die aus unseren ganz eigenen Erfahrungen heraus entstehen. Sich darüber auszutauschen, das macht uns doch aus. Dass wir nicht auf der eigenen Sicht beharren, sondern verstehen, warum für die andere Person anderes wichtig aus. Das Leben der Anderen aus IHRER Sicht begreifen. Nicht die eigene Ansicht und Werte darüber stülpen.
Ups, das sollte DOCH nicht heissen, nicht 'noch' nicht...
06.08.2012, 12:41 von miss_melWollte mich gerade fragen, wann sie sich denn entschuldigen sollte...
06.08.2012, 12:43 von coronaria@mel
Genau, und ich finde das fällt online leichter, als im RL. Weil man hier nur die eine Sicht erfahrt. Und nicht die vom Freund, vom Ex von der Mutter und der Schwester...
06.08.2012, 12:46 von Tanea
Mmmh, weiss nicht. Denn gleichzeitig erfahren wir online nur Auszüge, kleine Häppchen, die die jeweilige Person bereit ist zu zeigen.
06.08.2012, 12:51 von miss_melGenau, daher ja auch nur IHRE Sicht. So wie sie sich zeigen möchte. Für mich ist das kein Widerspruch.
06.08.2012, 12:56 von TaneaMan bewertet nicht mit, was man von anderen gehört hat. Sondern nur das, was die Person von sich beschreibt.
Bsp. : Vielleicht würde sich der Text vom Vater des Kindes komplett anders lesen und z.B. einen gluckenhafteres Bild von der Mutter zeigen?
Yes, ja, stimmt, kapiere es jetzt!
06.08.2012, 12:59 von miss_melIst man dadurch realer/authentischer oder weniger real frage ich ich gerade?
06.08.2012, 13:06 von TaneaIch denke auch noch darüber nach. Dieses 'in andere reinfühlen und die Welt aus ihrer Sicht verstehen' ist mein Credo im RL, vielleicht umso mehr, da ich eine Beraterausbildung nach Carl Rogers habe... Empathie und so.
06.08.2012, 13:15 von miss_melÜber das 'online-Ich' habe ich mir nie richtig Gedanken gemacht. Dieser Prozess ist somit gestartet, hihi!
finde ich schön. eine diskussion. in der es mal nicht um literarische qualität geht , sondern ein text der es schafft miteinander ins gespräch zu kommen.
06.08.2012, 23:15 von Gluecksaktivistinund zwar über das, worum es wirklich geht. :)
@mel
07.08.2012, 06:22 von TaneaMir fällt das im RL nicht so leicht. Mich in andere reinfühlen, oder zuzulassen, dass sich jemand inmich rein fühlt. Oft sind meine Gedanken und Gefühle ja selbst so chaotisch, dass ich selbst kaum durchblicke.
Da ich weiß, dass man Gefühle auch verbergen kann, hinter Aussagen von denen man meint sie so treffen zu müssen. Oder weil man im RL eben schneller persönlich wird.
Eine Unterscheidung in online-ich und reales ich, ist für mich ungefähr so, wie eine Unterscheidung zwischen beruflichem und privatem Ich. Überall zeigt man nur einen Teil seiner Persönlichkeit. Auch wenn man vielleicht dazu neigt zu sagen "Das private Ich ist mein eigentliches Ich" stimmt das ja (jedenfalls für mich) so nicht.
@Glücksaktivistin
da stimme ich dir mal voll zu.
"Genauso wenig kann ich mir vorstellen, dass es Frauen gibt, die sich aus Egoismus gegen Kinder entscheiden."
08.08.2012, 10:53 von frl_smillaHier.
Im Übrigen entscheiden sich Menschen ebenfalls aus reinem Egoismus für Kinder.
...das wiederum hätte ich nie bezweifelt. Wenn auch durch ein "einige", "viele" oder fehlendes "reinem" aufgeweicht.
08.08.2012, 11:09 von coronariaWas wiederum dich nicht überraschen wird.
Es ist ein tiefer Wunsch bei vielen Frauen u. Männern, ein Kind haben zu wollen, bzw. sich ein Kind zu wünschen. Unbedingt ein Kind haben zu wollen!
Ich denke, dafür muss sich niemand rechtfertigen. ES ist NATÜRLICH. Und gehe soweit zu sagen: So soll es wohl auch sein. Da wir alles analysieren, ist uns auch allen klar, dass es sich durchaus um einen egoistischen Wunsch handelt, denn der ungeborene Mensch wird ja nun nicht gefragt. Er kommt zu Welt und es ist schön, wenn er erfahren wird, ein Wunschkind zu sein. Trotzdem muss dieser Mensch diese Welt ertragen. Wenn er Glück hat, wird es ein gutes Leben für ihn werden. ABER - niemand - auch die Eltern nicht - können ihm das GARANTIEREN.
Und ich beneide keine Mutter um den Job, eines Tages ihrem geliebten Kind erklären zu müssen, dass es den Tod gibt. Meine Mutter hat mir das erklärt. Da war ich vielleicht 7 Jahre alt. Sie erklärte mir, dass wir alles sterben müssen. Eines Tages. Ich war sooo erschrocken und fragte: Du auch?? Und sie sagte: Ja, ich auch. Aber jetzt noch nicht...
Ich war und bin bis heute traumatisiert. WE ARE BORN TO DIE. Diese bittere Pille muss ein kleines Kind erstmal "schlucken". DAS ist ein Punkt, an dem ich froh bin, kein Kind zu haben. Und was die Freude anbelangt, die du, coronaria, deinen Eltern mit deinem Kind, ihrem Enkel, gemacht hast - ja machen wolltest, um sie glücklich zu erleben - diese Freude konnte ich meinen Eltern nicht machen...
Ich habe mich zwar entschieden. Und dennoch: Man wird immer ambivalent sein. Letztendlich hätte ich auch gern ein Kind. Aber ich habe vorher einfach zu viel gedacht. Ich wäre der klassiche Fall für eine Adoption. Dann könnte ich ein Kind glücklich machen, das bereits auf der Welt IST - und nicht erst von mir in diese Welt gerufen wird.
Da war das Wort zum Donnerstag. :-)
Denn man kann viel wollen... Letztendlich bleibt es ein Wunsch.
09.08.2012, 00:03 von Jackie_GreyP.S. MeinText ist ein bisschen durcheinander... Sorry. Aber ich denke, dass alles klar ist. Ich kann jedenfalls nicht leiden, wenn sich Menschen Kinder "anschaffen" oder Kinder "zulegen". Oh - da könnte ich das große Kotzen kriegen.
Es ist ein WUNSCH, der hoffentlich für die, die sich ein Kind wünschen, in Erfüllung geht...
09.08.2012, 00:10 von Jackie_Greyum einfach nur mal kurz noch etwas dazuzusagen:
09.08.2012, 06:20 von Gluecksaktivistinich finde menschsein an sich eine seltsame sache , immer noch.
grundsätzlich.
(wir werden ja wirklich einfach in dieses leben geworfen- wie es im tierrecih sogar wortwörtlich heisst, und es fragt keiner, ob man das wirklich möchte, man definitiv keine wahl)
insofern geht es, meiner meinung nach, beim thema menschsein auch sehr viel um demut ....
Jackie,
09.08.2012, 09:08 von Taneadiese Angst vor der eigenen Endlichkeit war und ist wohl eine, die zu unserer Kultur dazu gehört. Schon lange. Ob es menschlich-natürlichem Ursprungs ist oder aus der kulturellen Entwicklung heraus kann ich nicht sagen. Aber in meinen Augen ist sie nicht gut. Wenn ich diese große Angst hätte würde ich versuchen sie zu überwinden. Um selbst besser klarzu kommen.
Und gerade die Idee mit den Kindern ist ja genau eine Möglichkeit diese Angst zu überwinden. "Da ein Teil von mir weiterlebt" So doof sich dieser Spruch auch anhören mag. Aber es ist eben so. Solange noch ein einziger Mensch lebt, der sich an mich erinnert, solange werde ich selbst nicht vergessen sein. Damit überwinde ich den Tod.
Wieviele Künstler sind tot und doch unsterblich, da unvergessen?
Aber Tanea, versteh doch bitte, ES GEHT MIR NICHT UM MICH. Ich habe mich damit abgefunden, dass ich irgendwann sterben werde. Ich war schon nah dran in meinem Leben. Ich weiß, wie es sich anfühlt. ES GEHT MIR UM DAS KIND, dem ich evtl. wegsterben würde. Es geht mir um die Verluste!! Es geht mir darum, dass das Kind, das ich bekommen hätte, vielleicht ein krankes gewesen wäre und es die volle Härte des Lebens hätte erleben müssen. Ich erspar es jedem Kind - freu mich aber am Mut der anderen. Und teilweise brauchen die meisten keinen Mut, denn sie denken nicht so viel nach, wie wir das hier gerade tun. Die "Dummen" - ich muss es jetzt mal sagen, die sterben nicht aus...
"Und gerade die Idee mit den Kindern ist ja genau eine Möglichkeit diese Angst zu überwinden." NEE - dafür "benutze" ich nicht mein ungeborenes Kind. Mit diesen Ängsten muss ich/man anders klar kommen. Da bin ich zu idealistisch und kompliziert, als das ich es mir so "einfach" machen könnte. Genau DAS ist ja mein Problem...
09.08.2012, 10:02 von Jackie_Greyals dass :)
09.08.2012, 10:04 von Jackie_GreyIch dachte mir schon, dass dich genau dieser Absatz stören würde. Ich wußte nicht, wie ich es besser ausdrücken sollte. Es geht nicht ums benutzen, sondern darum eine andere Sichtweise zu entwickeln.
09.08.2012, 10:20 von TaneaAber, dann dürfte man in seinem Leben überhaupt keine Beziehungen zulassen, weil jeder mit dem Verlust leben müßte, den du hinterlässt, wenn du stirbst.
Ich verstehe deine Sichtweise, du hast sie sehr klar dagelegt.
Danke - dass wir uns verstehen. Ich wünschte, ich hätte diese Sichtweise nicht...
Es war schön, dass alles mal formulieren zu können, hier bei Neon. Ich liebe ja diesen Laden... ;)
09.08.2012, 10:29 von Jackie_Greydas alles!!!
09.08.2012, 10:29 von Jackie_GreyDieser Austausch ist genial!
09.08.2012, 11:44 von miss_melIch kenne viele Frauen, die keine Kinder wollen, aber ihre Gründe waren andere als hier aufgeführt.
Ich kenne diese Angst vor dem Verlust durch Tod nicht, und kann sie deshalb auch nicht in einem Kind nachfühlen. (So viel dann zu meiner Empathie, haha!). Was ich meine ist, dass ich denke, so wie wir unsere Werte und was uns wichtig ist, an unsere Kinder weitergeben, so wollen wir auch von ihnen fernhalten, was uns Angst macht oder verunsichert. Und offensichtlich bedeutet das auch manchmal, sie nicht zu bekommen, um sie zu beschützen.
Und ja, ich habe meinen Sohn aus Egoismus gezeugt. Ich wollte gerne Mutter sein, jemadem die Welt zeigen, einen Menschen auf seinem Weg durch das Leben begleiten.
Mutter sein, wahrscheinlich auch, um dem Kind das zu geben, was ich gerne von meiner Mutter gehabt hätte, aber nicht bekam.
(Ja, das ist alles in ner Therapie bearbeitet, und ich ersticke meinen Sohn nicht damit ;-) )
In dem Buch "Der Zeugungsstreik" habe ich etwas ähnliches gelesen, was Jackie beschreibt. Ein Mann beschrieb darin seine selbstgewählte KInderlosigkeit folgendermaßen. Seine Mutter hat sich selbst aus Depressionen das Leben genommen, als er 2 Jahre als war. Er hat das erst spät, so mit neun realisiert, dass seine Stiefmutter nicht seine leibliche Mutter ist. Er hat selbst eine schwere Depression entwickelt. Die Tochter seiner Schwester hat sich mit 11 Jahren aufgrund von Depressionen das Leben genommen. Diese Depression scheint innerhalb der Familie vererbt zu werden. Daher hat er ganz bewußt gesagt, dass er dies keinem eigenen Kind antun möchte.
09.08.2012, 11:58 von Tanea@miss_mell
09.08.2012, 18:32 von Jackie_GreyDanke dir. Das hast du wunderbar und so richtig erkannt bzw. formuliert.
das ist meines erachtens sehr viel wertvoller und wichtiger, als sie zu bekommen...(weil abtreibung ja moralisch ethisch so verwerflich etc pp)
09.08.2012, 20:33 von GluecksaktivistinWie MiZa es schon beschrieben hat: Schön ! Ich bin zwar erst seit 6 Monaten Mama, aber es ist einfach ein Glück, welches ich vorher niemals vergleichbar so erleben durfte.
05.08.2012, 00:36 von Azzurro13ich finde die "wenn es dich anlacht bekommt man alles wieder zurück"-propaganda irgendwie sehr austauschbar formuliert.
04.08.2012, 21:07 von frl_smillaja, deine kommentare bei sowas auch.
05.08.2012, 21:33 von frl_smillaIch empfinde den Text nicht als Propaganda.
06.08.2012, 13:08 von TaneaDiese ganzen "ich fick dich obwohl ich dich nicht liebe"-Texte sind ja auch keine Propaganda für den unverbinlichen Single-Sex. Übrigens genauso austauschbar.
Die "Ich bin so tough und fick' se alle weg und brauch keine Liebe"- oder die "Ich liebe diese eine Frau, diesen einen Mann"-Texte sind sehr oft sehr wohl Propaganda. Und ja, austauschbar.
06.08.2012, 14:24 von frl_smillaUnd ich sprach nicht von dem Text als Propaganda, sondern von der Aussage, die kommuniziert wird, beziehungsweise die ich herauslese.
An wen richtet sich denn da die Propaganda? An sich selbst? Und wie austauschbar formuliert? Im Text? Mit was austauschbar. Wieso austauschbar? Weil es immer wieder so auf der ganzen Welt passiert? Oder weil wir das glauben sollen?
Ich glaube, ich versteh grad deinen Standpunkt nicht.
06.08.2012, 14:36 von Tanea
Wer regt sich denn hier auf? Ich nicht.
06.08.2012, 21:09 von Taneaich rege mich auch nicht auf, ich habe lediglich meine text-meinung kundgetan.
07.08.2012, 19:43 von frl_smillawarum wird kritik gegenüber derartigen texten ständig als "aufreger" interpretiert?
Ach Gottchen, und Kinderlose haben natürlich kein Anrecht auf die Sensibelchen-Karte?
08.08.2012, 09:08 von TaneaMiza, nee, also mit dem Argument kommste aber nicht weiter.
In deinem Kommentar hier kannste auch alle Subjekte mit ihrem Gegenteil vertauschen, und er wäre immer noch *subjektiv* wahr.
"Laute Nachbarn, fiese Flecken oder intrigante
03.08.2012, 22:09 von topfbluemchenKollegen können mich nur so lange aufregen, bis du meine Aufmerksamkeit
auf etwas Wichtigeres lenkst"
Ich würde ihn/sie bitte mal ein bißchen ausleihen :)
'Es ist sinnstiftend.'
03.08.2012, 22:08 von quatzatAchja.
Nee.
Das liest sich wie ein Brigitte-Kochrezept.
ja, es gibt solche lebenskonzepte
03.08.2012, 22:21 von Gluecksaktivistinund ja, es gibt andere. welches das deine und das meine evt sind, sei mal dahingestellt.
so ist es ihres und ich finde das gilt es zu respektieren.
was soll schlecht daran sein?
und wie wäre es weniger brigitte like?
Meine Oma heißt Brigitte - nicht dass das irgendwas mit dem Thema zu tun hat, aber ich wollte es mal erwähnt haben.
03.08.2012, 22:52 von faux_IV.ein überaus konstruktiver beitrag.
03.08.2012, 23:01 von Gluecksaktivistinwirklich interessant.
vielen dank dafür ! hihi
Man kann alles beliebig relativieren, bis alles nichts ist, nur wird dieses Nichts dann eben doch immer wieder verglichen, um etwas sein zu können.
03.08.2012, 23:15 von quatzatMir fehlen hier die schlechten Seiten. Die Verdammnis, die Verdummung und die Verblendung.
Wobei letztere sich schon offenbart.
Das wäre weniger Brigitte-like. Mal hinter die eigene Kulisse geschaut, anstatt die darauf abgedruckte Fototapete schwülstig zu beschreiben.
hmmm. du meinst, sie macht sich was vor und im grunde ist sie auch von vielen seiten genervt, die das kinder haben und das familienleben so mit sich bringen?
03.08.2012, 23:19 von Gluecksaktivistinmeinste nicht, das single leben oder jedes andere leben auch, hat negative seiten?
was meinst du mit verdammnis und verblendung?
Ich meine nur, dass es nicht ausreicht, rechtsliberale Familienpropaganda in einen Text zu klatschen und das dann als ein Ergebnis ersthafter, eigener Auseinandersetzung mit diesem Thema darzustellen.
03.08.2012, 23:25 von quatzatDa ist vollkommen egal, ob andere Situationen auch schlechte Seiten haben. Jede Situation weist solche auf.
Die Entscheidung, elter zu sein, verdammt zur Verantwortung, verdammt aber auch das Kind zum Leben. Und die Verblendung hormoneller wie moralischer Art scheint ein instinktiver Schutzreflex der Eltern zu sein. Schutz vor äußeren wie inneren Einflüssen. Erkenntnis, Refelxion und ernsthafte Beschäftigung beiben da häufig auf der Strecke. Und das hat nicht ausschließlich mit einem erhöhten Stresslevel zu tun.
wenn du das so genau erkennst,( verblendung) warum kritisierst du sie dann?
03.08.2012, 23:34 von Gluecksaktivistindann kann sie ja nichts dafür .
verdammt ein kind zum leben.
das ist deine persönliche deutung des menschseins, die nicht für alle zutreffen muss!
Verblendung kann man auch erkennen, wenn man selbst verblendet ist. Das schließt sich nicht aus. Ich weiß auch, dass ich die emotionale Situation als Vateer nicht kenne, aber ich schreibe auch keinen Text darüber und betitle ihn mit 'Wie es ist'.
03.08.2012, 23:40 von quatzatUnd natürlich ist ei Kind zuallererst zum Leben verdammt. Bis zu dem Zeitpunkt, an dem es begriffen hat, dass es sich selbst Umbringen kann. Natürlich ermöglichen Eltern auch zuerst das Leben. Aber das ist eine triviale Erkenntnis. Und auf der wird sich viel zu oft ausgeruht.
es ist was es ist sagt die liebe... ;)
03.08.2012, 23:43 von Gluecksaktivistinwas es für sie persönlich ist. um mehr gehts doch gar nicht.
man könnte auch sagen, dem kind wurde ein leben geschenkt. das negative ist deine interpretation.
defakto lebt ein kind , wenn es geboren wird. ob man das als geschenk, oder als verdammnis interpretiert sei mal dahingestellt.
Du hast es nicht verstanden. Das Kind kann sich nicht gegen sein Leben entscheiden, selbt wenn der Leidensdruck Selbstmord gerechtfertigen würde.
03.08.2012, 23:50 von quatzatDiese angestrengt positivistische Haltung dem Leben gegenüber finde ich sehr ermüdend, falsch und langweilig. Aber anscheinend muss man sie hochhalten, damit die Affen in einer Gesellschaft nicht wieder Gerechtfertigung zum Morden finden.
Wenn sie schrübe 'Wie es für mich ist' oder 'Wie ich es empfinde', wäre es erträglicher. Aber so eine Generalisierung ist z.B. das, was ich unter Verblendung einstufen würde.
Und meine Interpretation ist nicht negativ, weil es keine Interpretation ist. Ich lege nur Gedanken dar, die logischen Schlußfolgerungen folgen und sich nicht auf diesen Text stützen. Müssen sie auch nicht, weil dieser Text sie einfach ignoriert.
ich verstehe sehr wohl was du meinst, versuche aber klar zu machen, dass es ihre persönliche sicht ist.
03.08.2012, 23:55 von Gluecksaktivistinwir alle machen uns permanent etwas vor. ansonsten wäre das leben evt einfach auch nicht zu ertragen.
man kann seinen fokus auf das gute oder auf das weniger gute richten.
das bleibt auch jedem selbst überlassen. außerdem spricht sie schon auch von den negativen seiten (konflikte, ängste, permanente übermüdung, verzicht)
du hast erwartungen an texte und menschen, die evt nicht einhaltbar sind
wenn dir der text so nicht gefällt ist es so. ok.
Dann weiß ich aber auch nicht worüber wir diskutieren. Das meinte ich mit zu Tode relativieren.
03.08.2012, 23:58 von quatzatAber ok, ich muss darüber nicht diskutieren...
:D ich frage mich gerade warum ich mich so für den text einsetze. ich hab das gern gelesen, ich habe mich mitgefreut, wie der jetzt qualitativ ist - tja....
04.08.2012, 00:01 von Gluecksaktivistinich glaube wir reden aneinander vorbei, bzw. auf unterschiedlichen ebenen.
aber macht ja auch nichts :)
Damit kann ich leben ^^
04.08.2012, 00:02 von quatzatGluecksaktivistin macht ihrem Namen alle Ehre.
04.08.2012, 20:57 von VorstadtpensionUnd ich finde angestregt negative Haltungen dem Leben gegenüber furchtbar langweilig und ermüdend. So findet jede(r) etwas. Prost.
Relativ unneu.
04.08.2012, 21:04 von quatzatIst mir klar, dass Dich nichts und niemand überraschen kann. Ich sag's aber gerne noch mal und habe gerne das letzte Wort.
04.08.2012, 21:14 von VorstadtpensionZudem stammt "Prost" erst vom Beginn des 18. Jh., was mich wiederum sehr überraschte, Dich natürlich auch nicht hinter dem Ofen hervorlocken kann.
Es war schon ziemlich heiß heute...
04.08.2012, 21:17 von quatzatund was sagte man vorher? zum wohle?
04.08.2012, 21:17 von Gluecksaktivistinich meine die herkunft also dass es vom lateinischen proist kommt kenne ich....
Passt "heiß" und "Prost!" nicht gut zusammen?
04.08.2012, 21:21 von VorstadtpensionWenn man Wikipedia glauben darf, stammt es aus der Studentensprache um 1800 und ist von da ins Allgemeine eingewandert. Ich dachte auch, die Lateiner hätten's erfunden. Also nicht nur das Wort, das hammse ja, sondern den Gebrauch.
ich auch, also ich dachte das sei schon jahrhunderte lang in gebrauch, zumindest in klöstern...
04.08.2012, 21:25 von Gluecksaktivistinquatzat, das klingt alles so derbe wütend. Und mithilfe deiner Begriffe wie "Brigitte, Verdammnis, Verdummung und Verblendung" geschieht ja schon so etwas wie eine Interpretation.
04.08.2012, 21:51 von kirschgruenJa, vermutlich ist der Text gar nicht ausgereift und es fehlt ihm an vielem, aber deine Reaktion geht meiner Meinung nach einen Hauch zu weit.
ich hab die anspielung an die kriminalliteratur schon verstanden ;)
04.08.2012, 22:01 von Gluecksaktivistinmeinste nicht, es ist alles gesagt dazu kirsche?
das sind doch zwei ebenen auf denen wir uns bewegen.
Zu weit in welche Richtung?
04.08.2012, 23:13 von quatzatSchwingst du gerade die Moralkeule?
Wieso kriegt man manchmal eigentlich hier kein Gebimmel, wenn vor Stunden schon Antworten geschrieben wurden? Jetzt bin ich zu müde, mich adäquat zu äußern...
05.08.2012, 00:34 von kirschgruenIch glaub, ich hab mich einfach nur persönlich angegriffen gefühlt, weil ich selbst Mutter von 2 Kindern bin und deine Rede so derbe gegen Eltern zielt. Aber okay.
05.08.2012, 13:35 von kirschgruenAuch als Eltern kann man sich darüber im klaren sein, dass man ein stark hormonreguliertes Wesen ist, das aber in der Lage ist, rational zu denken. Dass das nicht immer zusammen passt, liegt irgendwie auf der Hand.
05.08.2012, 13:52 von quatzatJa, ich hab es jetzt verstanden. Und ich bin ein Fan von klaren und deutlichen Worten, nur war mir das hier bisher (auch in dem Zusammenhang) noch nicht begegnet. Also weitermachen.
05.08.2012, 14:01 von kirschgruenJawoll!
05.08.2012, 14:06 von quatzatQuatze!
06.08.2012, 09:12 von coronaria"Brigitte", "Verdammnis", "Verdummung", "Verblendung", "falsch" und "langweilig" nehme ich dir nicht übel. Deine Meinung.
Aber Generalisierung?
Dass es sich um eine subjektive Beschreibung einer Situation handelt, ist doch auch ohne ein "für mich" eindeutig. Für mich.
@coronaria
06.08.2012, 10:45 von TaneaGenau das dachte ich mir auch, beim lesen der ersten Kommentare. Das "für mich" in Worten ist völlig unnötig, weil es sich einfach aus dem Text heraus erschließt, dass es eben Coronarias Erleben der Situation ist und keine Generalisierung.
Ich finde, dass dir das Balancieren liegt :) Es ist ein schmaler Grad bei "Liebesgeschichten" zwischen kitschig und schön. Dein Text hat genau die Mitte getroffen. Mach dich selbst nicht fertig, ich glaube, dass sich vieles im Leben von alleine einpendelt. Die Müdigkeit wird irgendwann ein Ende nehmen :) Du schaffst das schon!
03.08.2012, 20:31 von wittchenschneeSo schön und treffend beschrieben, die bleierne Müdigkeit, die Furcht, das Glück.
03.08.2012, 19:07 von miss_mel