Matze1926 10.11.2015, 14:56 Uhr 2 1

Mein Held aus der Ferne

Ein Held, eine Stütze, einfach eine Legende. Mein großer Bruder.

Weißt Du noch, wie wir den „Flurfußball“ erfanden?
Kannst Du Dich daran erinnern, wie wir uns erbitterte Matches auf der Konsole lieferten?
Oder wie wir gemeinsam jubelten, als ich mit einem Traumtor meine Mannschaft zum Sieg schoss?

Heute trennen uns geografisch nicht einmal hundert Kilometer. Doch gefühlt sind es Tausende.
Tausende Kilometer geprägt von Streit, Unstimmigkeiten und wohl auch Hass.

Ich blicke zurück. Blicke mit Sehnsucht zurück. Weiß, dass es kein Zurück gibt.
In meinem Herzen schwor ich Dir ewige Treue. Damals.
Heute lebe ich in deinem alten Zimmer. Schlafe in deinem alten Bett. Schreibe am selben Tisch. Blicke in deinen alten Spiegel. Stelle mir vor, wie Du hier damals dein langes, gepflegtes Haar strähltest.
Manchmal spiele ich mit dem Gedanken, mich in mein Auto zu setzen und Dich zu besuchen.
Aber dann habe ich Angst. Angst vor einer Enttäuschung. Grenzenlose Angst, dass Du mich nicht sehen möchtest. Angst davor, dass all' die schönen Erinnerungen schwinden und von einer großen Enttäuschung gleichermaßen überschattet werden.

Was würde ich dafür geben, Dich ein letztes Mal bei Super Smash Bros zu klatschen.

Ich vermisse Dich.
Ich liebe Dich.
Mein Held aus der Ferne.


Tags: Bruder, Held
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2 Antworten

Kommentare

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  • 1

    Angst ist kein guter Ratgeber.

    12.11.2015, 08:39 von sailor
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  • 3

    setz dich ins Auto und fahr hin (er freut sich bestimmt)

    11.11.2015, 22:33 von FrankFrangible
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