pfannkuchen 30.11.-0001, 00:00 Uhr 71 2

Ich führe ein erfolgreiches Familienunternehmen

von Prioritäten und Isolation

Ich bin Mutter. Gerne. Und von Herzen. Mit Liebe und Herzblut und dem ganzen Kram der dazu gehört. Auch mit Ärger und Frustration und dem Gefühl der Ohnmacht. Das ganze "Mutter-da-sein" hat Vor- und Nachteile. Schöne und weniger schöne Dinge. Manchmal ist man schon ganz schön angenervt. Grade frische Klamotten angezogen, schon wieder dreckig. Ständig gehen irgendwelche Sachen kaputt. Meine Sachen. Klar. Mal ganz abgesehen davon das mein Sohn irgendwie nicht versteht, das er sein Genital doch bitte IN das Klo halten muss. Weil er das nicht tut, putze ich das Bad einmal täglich.
Wohin mit dem Frust? Mein Freund, der "natürlich" ganz dem Klischee einer 24 jährigen Mutter eines 3 1/2 jährigen Sohnes entsprechend, nicht und vor allem leider nicht der Vater ist, ist immer für mich da. Aber mit wem redet man (in diesem Fall wohl eher Frau) denn eigentlich, im "Normalfall"? Genau. Mit der besten Freundin. Oder mit einer der Freundinnen.
In meinem Fall ist es aber so, das die natürlich noch keine Kinder haben. Logisch. Naja zumindest fast. Es wird fleissig Sozialpädagogik studiert, der Nebenjob geschmissen, ehrenamtlich gearbeitet, die Ausbildung zur Arzthelferin oder Chemielaborantin gemanagt, der Freund in Recklingshausen oder Nassau versorgt, für die Prüfungen (alle haben jetzt Prüfungen!) gepaukt und zur Entspannung Soaps geguckt.
Mein Tag sieht anders aus:
7:30-8:30 h aufstehen
1 Std Zeit für Kitabutterbrote schmieren, den kleinen Mann anziehen, sich selbst anziehen, vielleicht noch ein Schluck Kaffee, los …
-10:30 kleiner Mann in der Kita abgeben
-12:00 einkaufen, to-do Liste anhaken, sich überlegen: 'was koch ich bloss'
12:00-15:45
jetzt gehts ja erst los
wäsche waschen, bügeln, zusammenlegen wegräumen
spülen
anfangen zu kochen
dazwischen irgendwann staubsaugen
den Hasen versorgen (dieser Hase *ächz*)
eMails checken und beantworten
Termine delegieren, absagen oder verschieben
(sich auf den Freund freuen)
den Bauklotz auf den ich gerade getreten bin wegräumen
die Liste lässt sich beliebig erweitern …
16:00 Kita
16:30 zu Hause
bis 17:30 kleiner Mann Zeit
baden, eincremen, Schlafanzug
zw. 18:00 -18:15 Abendessen
Zähne putzen
19:00 kleiner Mann im Bett
(na? wer hats bis jetzt geschafft ohne einzuschlafen?)
dann hab ich so was ähnliches wie Feierabend, obwohl dann auch noch genug zu tun ist.

Wie der Alltag einer Auszubildenden oder Studentin aussieht ist allseits bekannt. Ich sage nicht, um Gottes willen, das dass weniger Arbeit, Aufwand oder Nerven kostet. Aber diese zwei so unterschiedlichen Tagesabläufe unter einen Hut zu bekommen erweist sich als äusserst schwierig. Mag komisch klingen, ist aber so. Mittwochs treffen/trafen wir uns regelmässig in einer Bar. Latte trinken. Aber das mit einem schlecht gelaunten Kind oder unter Prüfungstress ist nicht gerade einfach.

Zum Punkt des ganzen geschreibsel hier:
Ich beschwere mich im Prinzip nicht darüber wie mein Alltag aussieht oder der der anderen. Aber meine Weiber sind letztes (!) Jahr zuletzt in meiner Wohnung gewesen. Weil einfach keine Zeit da ist. Für Telefonate oder eine SMS fehlt die scheinbar aber auch. Und das ist etwas, was ich ihnen echt übel nehme. Rufe ich an,Mailbox. Kein Rückruf. Schreibe ich eine SMS: keine Antwort. Wenn sie mich dann anrufen wird immer das selbe Lied gesungen: "Süße, du weisst ich geh um 22h schlafen" "Ach kleine, wir stehen im Moment einfach alle total unter Prüfungsstress. Wart mal ab das wird danach wieder besser. "Mensch S.! Fühl dich nicht immer um unsere Freundschaft bedroht, wenn wir mal nichts voneinander hören"
Das sagen die aber so einfach. Ich meine man sollte Prioritäten setzen. Ich glaube nicht, dass mein Tag unanstrengender und mit weniger Konzentration abläuft wie andere. Und trotzdem nehme ich mir die Zeit mal anzurufen. Signale. Die sind doch wichtig. Nach der Prüfung zerstreuen wir uns sowieso alle. Weil die meisten wegen des Jobs wegziehen müssen weil sie hier keinen finden.
Ich fühle mich einfach isoliert. In meiner Rolle als Mama. Die ich so sehr liebe. Die aber auch nicht alles sein kann. Sein darf. Ich bin trotz allem auch erst 24! Habe Sehnsucht nach einem ordentlichen Tratsch-Nachmittag mit Caramel-Latte-Macchiato. Eine Sause machen, in irgendner schäbigen Disse von mir aus, mal wieder "shake ya booty". Mal wieder Männergespräche a lá "Und wie isser so?". Mir fehlen die Banalitäten des Lebens. Das vor sich hinfläzen und unsinniges Zeug reden. Aber auch ernsthafte, differenzierte Gespräche über Zukunft, Charakter, Veränderung und von mir aus die Beziehung zu den Eltern.
Ich liebe mein Leben. Meinen Sohn. Meinen Freund auch auf eine sehr verwirrende, herzliche Art. Meinen iMac. Meine Blumen auf der Terasse und die Augen meiner beiden Männer wenn ich den Tortilleteig wälze und ihnen das Wasser im Munde zusammenläuft. Ich liebe es vor Glück zu weinen weil es so weh tut. Und mein Sohn mich dann fragt: "Mama bist du traurig?Ich liebe dich aber doch."

Aber ich, nur ich, komme zu kurz. Nicht Mama S., nicht die Freundin. Einfach nur S.
Ihr fehlt mir so, verdammt noch mal.

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71 Antworten

Kommentare

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    mir geht es da ganz anders...

    ich bin mit 20 mama geworden und hatte diese gefühle nie... ich habe drei jahre zu hause verbracht und als der zwerg in den kindergarten konnt, eine ausbildung gemacht und ziemlich gut zu ende gebracht...

    ich hatte immer freunde und vor allem familie im rücken... sie haben angerufen, geschrieben und mir tolle abende beschert, an denen ich überhaupt nicht über das mama sein nachdenken musste...

    ich kenne allerdings einige leute denen es so ging wie dir...

    wie ist es denn jetzt, drei jahre später?

    03.06.2009, 20:16 von benedictsmutter
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    Die Debatte ums Muttersein hat schon immer eine ganz besondere Qualität - zumindest hierzulande. Muttersein bedeutet nämlich offensichtlich vor allem, daß man den Anspruch aufgibt, als mündiger Mensch behandelt zu werden, und man sich für den Rest seines Lebens anderen Leuten erklären muss. Plötzlich ist das Leben ein einziger Rechtfertigungsmarathon, gesetzt dem Fall, man lässt sich darauf ein.
    Klar, schon früher hatten Teile meines Umfeldes wahrscheinlich andere Ansichten darüber, wie man sein Leben am besten leben sollte, aber es war meine Sache, so wie ihres ihre Sache war.
    Jetzt wird, wenn ich nicht schriftlich nachweisen kann, daß mein Kind Jahre im Voraus geplant war, wie selbstverständlich nach der Verhütungsmethode gefragt, und ob der Typ, den ich letztendlich geheiratet habe, der Erzeuger ist. Als ob jetzt irgendwelche Hinze und Kunzinnen mein Intimleben auch nur ein Quentchen mehr anginge als vorher. Um es mal überzeichnet, aber nicht fern der Realität darzustellen: Als Mutter steht man sowieso unter Generalverdacht. Man kannes nur falsch machen:

    Kind in der KITA? Armes Wesen! Abgeschoben! Dafür brauchst Du schon eine gute ENtschuldigung hierzulande, und entschuldigen musst Du Dich dann bei jedem und jeder, der meint, er müsste seinen Senf dazugeben. Kein KiTa-Platz? Glucke! Selbes Programm, nur unter anderem Vorzeichen.

    Hockst Du etwa zu Hause und lässt Dich durchfüttern, Du faules Stück?
    Arbeitest Du Vollzeit? Warum kriegen diese Leute bloß Kinder wenn sie keine Zeit für sie haben?
    Bist Du dicker geworden? Kriegst wohl nicht viel Bewegung?
    Bist wohl dünner geworden? Hast Du etwa während des Stillens gefastet? Das vergiftet Dein Kind!
    Du kochst selbst, und sehr aufwendig? Hast wohl zu viel Zeit?
    Du machst einfache Rezepte, greifst gar ab und zu zum Gläschen? Alles klar, Du asoziale Mikrowellenmutti!
    Schläft das Kind durch? Das Kind schreit viel? Tja, Du verbreites wohl Stress.
    Noch mit dem Vater zusammen? Hattet ja keine Wahl, ihr Spießer! Wer hat denn da nicht aufgepasst?
    Nicht mit dem Vater zusammen? Schäm Dich, und kläre mich umgehend über die genauen Verhütungsmethoden auf! Nicht daß Dich mein Sexleben en detail was angehe, denn ich bin verantwortungsvoll, und mir wäre sowas peinliches wie schwanger werden/ Kind zeugen nie passiert!

    Dann sind da auch noch die Details, die die Leute, die sich eigentlich garnicht auf einer Mission sehen, wahrscheinlich garnicht an sich wahrnehmen: Ach, Dich sieht man auch mal wieder im Kino. Wo ist denn das Kind?! (Draußen vor der Tür angebunden, was sonst.) Wenn Du so'n Stress hast, wie kannst Du das hier dann geschrieben haben? (Und Du? Musst Du Dich auch für jede 30 Minuten rechtfertigen, die Du nicht vor den Karren gespannt bist? Danke, will es garnicht wissen.)

    So, Dampf angelassen. Es ist aber was dran: Teile dieser Gesellschaft geht mit Müttern genrell etwas bigott um. Kinder sind das hochheilige Gut (was ich an sich schon bedenklich finde), aber die sie geworfen haben, werden nicht mehr als so ganz vollwertig behandelt.
    Alle diese Sachen sind mir ausnahmslos schon passiert - doch, bis darauf, daß ich noch mit dem Vater zusammen bin, hat mein Umfeld alles das schon irgendwie als zutreffend empfunden, je nachdem, wen man grade fragt.
    Ach ja: Nichts in der Welt kann einen vor den fundierten Ratschlägen anderer Mütter retten. Das Kinder und die Biographien um sie herum genauso individuell sind wie ihre Mütter, und darum vieles davon nur begrenzt übertragbar, was solls.

    Eines ist Kinder zu haben und sie großzuziehen offensichtlich nicht in diesem Land: Selbstverständlich. Eines tun Kinder hierzulande offensichtlich nicht: einfach zum Leben dazugehören.
    Eines können Mütter hierzulande offensichtlich nicht erwarten: Daß man sie entweder in Ruhe lässt oder sich mit ihnen an ihrem Nachwuchs freut, und sie ihr Leben regeln lässt, wie sie es selbst für richtig halten, wie bei jedem anderen erwachsenen Menschen auch (es sei den, es handelt sich um die wenigen Fälle, in denen das Kindeswohl ein Einschreiten erfordert).

    Und was die oben gemachte Meldung angeht, Mütter seien in Deutschland so faul: Die Quelle hierfür ist die BILD-Zeitung. Herzlichen Glückwunsch zu so viel fundierter Allgemeinbildung.

    30.09.2006, 17:00 von Noa2
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    Manche müssen auch immer was zu meckern suchen.

    Muss ich jetzt auch alles über mich hinschreiben bevor ich mich drüber auslassen darf, wo es bei mir hackt?

    Ich hab wenig Neigung in so einer Gesellschaft Kinder zu kriegen, wo man dann fertig gemacht wird, weil man Hausfrau ist und vllt nur einen Nebenjob hat. Kinder managt man heute nebenbei, das ist doch nur ein Hobby - oder was? Jaja, wie mans macht es ist verkehrt. Das ist der Grund warum keiner Kinder mehr kriegt.

    BTW: 60% der Frauen wollen nach der Geburt Vollzeit wieder arbeiten, 40% der Frauen kriegen aber überhaupt nen Job. Aber lass mal weiter auf das faule Mütterpack schimpfen, dass es sich untersteht zu meinen, dass es nicht auf Biegen und Brechen Vollzeit arbeiten muss.

    Bei mir wird es wahrscheinlich so, dass ich arbeite und der Mann zuhause bleibt - hab eh kein Talent für Hausarbeit und würde dann dabei mehr Stress haben, als wenn ich normal arbeiten gehe :)

    @pfannkuchen

    kann dich gut verstehen. vllt solltest du deinen freundinnen mal den artikel unter die nase halten ;)

    29.05.2006, 13:17 von Mondenschein
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    DER ARME ULF:Ola pfannkuchen!! Nach all dem bereits Geschriebenen will auch ich dir sagen, das du eben mit deinen 24 schon eine richtige Frau bist ( eben auch eine liebende Mutti ) die im Leben steht!! ( du trägst eben die Verantwortung die für dich und dein Kind und nicht nur wie viele andere dafür, das du schick- gemacht oder vollgelernt in der Uni abbhängst!) ..auch mal gerne rocken gehst und wie jedes weibliche Wesen, eben auch mal das Gequassel mit den Mädels brauchst (das ist halt genetisch bedingt). DER BLÖDE ULF definiert aber bedauernswerter Weise seinen Lebensinhalt über einen Zehnstunden-kake-pendlerjob in dem er gefangen zu sein scheint..ER muss Geld!! verdienen, Karriere machen sonst isser nix.. nur ne leeere Box, die bei so nem Tagesrythgmus noch nich ma Sex oder geschweige denn eine Umarmung genießen kann, ohne seinen `"homo economicus" in den Griff zu bekommen!! Der beneidet dich maßlos für deinen sinnhaltigen Alltag!! Um einen Sohn der dich liebt und den du liebst..da hängt der U. lieber in einem Büro ab und meint weil er 10 h arbeitet ist er fleißig und ein Mann von Gesellschaft.. Hi, hi .. der hats eben nur unbewusst begriffen.. er ist neidisch, deshalb regt er sich so auf über dich und deinen Alltag der einen ganzen Sinn ergibt!! Frauen wie du verdienen Respekt!! Und die "Männer von Gesellschaft" unser barmherziges Mitleid!! Liebe Grüße an Dich und Deine FAMILIE..

    29.05.2006, 11:08 von aloa
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    oh mann. ich hab es nich durchgehalten alle kommentare durchzulesen. aber was ich sagen muss, und zwar jeder mutter: respekt. auf jeden fall. vor allem finde ich schön, wie du die ganze zeit betonst dass du es trotz allem gern machst. ich bin grade an nem punkt, wo ich überlege ob ich kinder will (ich bin in der glücklichen lage, es mir überlegen zu können...), und wenn ich sowas lese, macht mir das mut, weil ich natürlich, wie wohl jeder, zweifle ob ich dazu fähig wäre. ich halte deinen artikel auch nicht für hausfrauengejammer, weil ich finde dass man das ruhig immer wieder sagen kann, wieviel es einem abverlangt. nur weil es im wahrsten sinne des wortes alltägliche sorgen und schwierigkeiten sind, heißt das nicht dass es weniger wichtig wäre, so von wegen: bist ja schließlich nich die einzige, also heul nich. und solche pappnasen und eierschaukler wie dieser ulf (oder wie er hieß) - ich weiß nich was ich dazu sagen soll. das sind halt so welche, die es sich gerne leicht machen, indem sie anderen dinge vorwerfen, die sie gar nicht beurteilen können weil sie null einblick in das leben anderer haben geschweige denn sich irgendwie vorstellen zu können, wie es sein könnte wenn... und es is ein großer unterschied ob man in allem was man tut nur für sich oder gleichzeitig für ein kleines kind verantwortung übernehmen muss. wie dem auch sei, ich finde das völlig in ordnung dass du das schreibst, und es scheint ja auch aus ner großen not heraus gewesen zu sein, wenn es so dringend rausmuss, dass du dich an fremde wendest. jedenfalls alles gute, in erster linie für dich und auch für deine jungs!

    25.05.2006, 18:34 von Mallory
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    hallo s.... ich kenne deine situation nicht... ich bin eine von den vielbeschriebenen, die im job von 9 bis 22 uhr dasitzen, in clubs rum hoppeln, ... und die vergessen, die freundin anzurufen, die schon dreimal auf die mailbox gesprochen hat, im hintergrund die krähende tochter.
    ...
    der artikel ging mir zu herzen. es geht hier nicht um pro oder contra kinderkriegen oder welche lebensplanung die richtige ist. es geht um freundinnen.
    hab heute meine freundin mit dem krähenden kind zurückgerufen. und ich freue mich sie morgen abend wiederzusehen. ganz ehrlich: ich hatte einfach verdrängt, dass ich sie so isoliert gehalten habe.
    dank' dir. und noch viel glückstränen treibende momente.

    23.05.2006, 19:16 von racerduck
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    wow... hartes leben ...
    ich habe mich neulich mal mit meinen eltern über das kinderkriegen unterhalten. ich weiß es im moment noch nicht ob ich mal kinder haben will, aber ich denke, das muss ich auch noch nicht wissen. aber meine mutter meinte, dass so ein job zwar sehr anstrengend ist, aber auch schön ist, wenn man so einem kind beim großwerden zusehen kann. gut, meine mutter war aber auch älter, als ich gekommen bin. sie hatte also das, wonach du dich sehnst schon hinter sich. aber da du ja so früh mutter geworden bist, kannst du das ja später vielleicht nachholen..
    ich wünsche dir alles gute!

    22.05.2006, 16:51 von Satchmo
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    ... ach, liebe S.! Wie ich das kenne! Ich kann Dich wirklich gut verstehen. Irgendwie ist es auch so ambivalent, das ganze. Klar, da müssen wir nicht drüber reden - der kleine Pupser macht Dich superglücklich. Aber Wahrheit ist auch, und Du hast sie Gott sei dank ausgesprochen - es fehlt auf kurz oder lang einfach auch das e i g e n e Leben. Aber selbst das lässt sich (ver)ändern. Nach der Geburt meiner Tochter (sie ist jetzt erst 11 Monate alt), ich bin bereits 38 und allein erziehend und berufstätig - hat sich mein Freundeskreis auch verändert, und das war mir schon in der Schwangerschaft klar, dass mir nicht alle bleiben würden. Es sind aber auch neue Menschen dazugekommen, mit denen es nicht weniger lustig und innig ist. Du bist noch so jung, und es bleibt ja nicht so (brutal stressig) wie es jetzt grade ist - es kommen auch wieder legerere Zeiten... Abhängen in irgend ner Disse, oh yeah. Blödes Zeug quatschen und über Typen und Tussen lästern, oh yeah! Wirst sehen... die Zeit kommt (wieder). Alles Liebe, kannst stolz sein. Auf Alles!!! Lb Gruß, Bärbel

    22.05.2006, 11:04 von Tortuga
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  • Kommentar eines gelöschten Benutzers
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    Ich kann vieles verstehen und nachvollziehen, trotzdem stellen sich mir auch viele Fragen.
    Das erste, was mir auffiel, einer beruflichen Tätigkeit kommst Du scheinbar nicht nach. Warum nicht? Ich weiß, alleinerziehend, ist sicher nicht einfach, aber n Job würde Dir vielleicht ganz gut tun, dann würdest Du unter andere Leute kommen.
    Der Freundeskreis verändert sich mit der Geburt eine Kindes, das ist einfach mal leider so. Aber Du kannst in diversen Kindergruppen andere Mütter kennenlernen.
    Es ist sicher nicht leicht dieser kontären Lebensweisen unter einen Hut zu bekommen. Aber mit Druck erreichst Du nicht viel. Versuch es mit Verständnis.
    Versteh mich jetzt bitte nicht falsch.
    Ich arbeite selber im Schichtdienst, da ist es ähnlich mit dem Freundeskreis. Aber so traurig, wie es jetzt auch klingt, "Freunde" hat man nur für bestimmte Lebensabschnitte. Wahre Freunde gibt es fast kaum. Such Dir neue !
    Und laß den Kopf nicht hängen!
    Ich wünsch Dir viel Kraft und viel Glück !!

    21.05.2006, 01:23 von Anoriel
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