Kiwi-Monster 23.04.2008, 22:21 Uhr 1 0

Hänsel und Gretel

verliefen sich im Jetzt!

Es waren einmal Justine und ihr kleiner Bruder Sascha - Pascal sie wohnten bei ihren Eltern. Die konnten aber nicht mehr arbeiten, weil es keine Arbeit gab. Deshalb waren sie sehr arm. Und weil sie so arm waren konnte ihre Mama auch nicht mehr kochen, es war ja kein Geld da. Deshalb gab sie Justine immer ein bisschen Geld und sagte: "Geh mit deinem Bruder zum Wurst-Fritz, und kauft euch was zu essen." Das Geld reichte für Curry-Wurst und Pommes. Manchmal bekamen sie aber auch gar kein Geld, das macht aber nichts, weil ein Tag ohne Essen schon geht. nnJustine kannte den Weg zum Wurst-Fritz, sie ging immer den Zigaretten und Kaugummiautomaten nach. Zigaretten, Kaugummi, Zigaretten, Zigaretten, Kaugummi, Zigaretten - dann waren sie da. Der Wurst-Fritz war nett, er machte immer ganz große Portionen, mit ganz viel Pommes. Manchmal schenkte er ihnen auch was zum Trinken, oder ein Bonbon. nnJustine und Sascha-Pascal liefen wieder nach Hause, immer den Automaten nach. Zigaretten, Kaugummi, Kaugummi? Es fehlten Zigarettenautomaten, Justine sah gerade einen Mann der den, scheinbar, schweren Automaten in sein Auto schleppte. Justine dachte nicht nach, sie lief einfach weiter. "Irgendwann werden wir wieder nach Hause kommen." Sie nahm ihren Bruder fest an der Hand, und lief immer weiter in das Dickicht aus Hochhäusern und Bäumen hinein. Es wurde immer dunkler, die Straßenlaternen gingen an und warfen ein beängstigendes Licht auf die Straße. Sascha - Pascal fing an zu weinen. Jetzt wurde es auch Justine klar, sie hatten sich verlaufen. nnEs wurde kalt, und Sascha wollte nicht aufhören zu weinen. Deshalb gingen sie in eine Bankhalle, da war es warm. Da saßen sie sehr lange, eine Frau kam herein, mit einem kleinen Hund, schaute die beiden an, schüttelte den Kopf, hob Geld ab und ging wieder raus. Sonst kam niemand. Jetzt begann auch Justine zu weinen, sie wusste einfach nicht mehr weiter. nnIrgendwann spürte sie eine warme Hand auf der Schulter. Beide schauten auf und blickten in ein freundliches Gesicht. Der Mann lächelte und sah nett aus. "Soll ich euch helfen'" "Wir haben uns verlaufen! Ich weiß nicht wo wir sind." "Kommt erst mal mit zu mir nach Hause, da bekommt ihr eine Tasse Kakao und dann rufen wir eure Eltern an." "Wir dürfen nicht mit Fremden mit!" "Ich bin der Dieter. Also jetzt kennt ihr mich doch." Justine stand auf, denn der Mann zog ein wenig an ihr. Sie fühlte sich jetzt viel besser. Sie kannte ihn jetzt. "Wie heißt ihr'" "Justine und Sascha - Pascal."nnIn der Wohnung des Mannes war es toll, der hatte Barbies und Matchbox Autos. Sie spielten und tranken Kakao mit Keksen. nn"Dieter' Rufst du jetzt unsere Eltern an'" "Ach, heute nicht mehr, es ist schon so spät, die schlafen sicher schon." nnJustine und Sascha durften bei Dieter schlafen, in dem Spielzimmer stand ein Bett, da passten sie beide locker rein. nnJustine wachte auf, die Sonne schien ist Zimmer, sie wollte jetzt nach Hause, ihre Eltern machten sich sicherlich schon Sorgen, auch wenn sie nicht immer gut zu ihr waren, wusste sie doch dass sie sie liebten. nnDie Türe war verschlossen. Justine rief nach Dieter, Sascha half ihr. Dann machte er auf, brachte Frühstück mit. Sie aßen zusammen. nnDieter machte dann schlimme Sachen. Justine und Sascha mussten Sachen machen die sie noch nie gemacht haben, sie taten weh. Nicht nur am Körper auch drinnen im Herz. nnDieter rief nie ihre Eltern an. Dieter macht jeden Tag essen. Dieter macht immer schlimme Sachen. Dieter war böse. nnJustine und Sascha - Pascal waren lange bei dem Mann. Sie warteten jeden Tag auf das Essen und die schlimmen Sachen. Bis irgendwann jemand ganz fest gegen die Türe schlug. Beim zweiten mal brach die Türe. Justine hielt ihren Bruder ganz fest im Arm. Sie zitterten. Bis sie sahen dass es die Polizei war. Eine Frau nahm die Beiden an die Hand und brachte sie nach draußen. Der Polizist drückte den Mann in die große Öffnung im Auto - da war er weg. Aber ganz tief drin in Justine und Sascha Pascal war er immer noch. nnZigaretten, Kaugummi, Zigaretten, Zigaretten, Kaugummi, Zigaretten - Zu Hause!nnUnd wenn sie keine Therapie bekamen so denken sie noch heute an den Mann mit den schlimmen Sachen.

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  • Für Deine Ferien

    Im NEON Blog haben wir unsere liebsten Bücher, DVDs, Platten und Dinge gesammelt. Schöne Ferien!

  • Links der Woche #21

    diesmal u.a. mit einer Aktion gegen den Krieg, Opas, die die Tanzfläche erobern und rosa Mädchenträumen.

  • Wie siehst du das, Patrick Desbrosses?

    Jeden Mittwoch interviewen wir NEON-Fotografen oder Illustratoren. Auf unsere 10 Fragen dürfen sie uns nur mit Bildern antworten.

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