SteveStitches 30.11.2012, 00:42 Uhr 20 1

Gift (englisches Wort für Geschenk)

Zum Ratgeber im Dezember Neon auf Seite 60 - Ausgesprochen gut

Michl ist mit Gretel verheiratet, sie sind ein repräsentatives durchschnittliches deutsches Ehepaar.

Michl will Sex, Gretel auch, für Michel ist der Sex, den er praktiziert, zu wenig. Für Gretel ist der Sex, den sie praktiziert, zu viel. Beide haben ausschließlich nur miteinander Sex.

Nachdem Gretel dem Michl zwei kräftige Jungen gebärte (Tom und Jerry), möchte sie ihren Uterus etwas schonen. Michl meint davon Samenstau zu bekommen und bekommt dafür von seiner lieben Frau, zum Hochzeitstag, das Geschenk: Einmal anderweiblich seinen Samen ablassen zu dürfen.

Michl ist darüber so freudig erregt, dass die beiden sogleich ihre Säfte untereinander (ohne Fremdfrauanteil) austauschen bedürfen und tätigen.

Gretel meint, nun hat der Mann (wir wollen ihn Michl nennen) sich des Samenstaus für geraume Zeit entleert, doch da hat sie ihre Rechnung ohne den Samenleiter Michls gemacht.

Denn kaum sind die beiden gewaschen, Vulva und Dödel, Gretel und Michl, macht sich der forsche Michl auf, eine Weiblichkeit für eventuelle Samenstaubefreiungen zu finden. Nach geraumer Suche findet er eine Dame die ihrerseits etwas Zuwendung bedarf und so nutzt Michl die Segnungen des Geschenks seiner Gattin.

Nachdem sie sich mit Prickelbrause das nötige Quantum Mut zugeprostet haben, beginnt Michl die Dame zu entblättern.

Welch Überraschung bietet sich dem Michel, als er nach feinmotorischem Fingerspiel die Verklemmungen ihres Büstenhalters löst. Die primären oberen Geschlechtsorgane dieser Dame sind in Form, Farbe, Spitzfindigkeiten (Nippel) bemerkenswert anders als bei seiner Frau.

Auch ist die Dame in Ausführung, Technik, Pflicht (rumschmusen) und Kür (Penetration) so völlig anders als seine Frau.

Natürlich ist dieses Erlebnis völlig verstörend für ihn und er will seiner Frau in allen Details…aber die Frau will wieder nicht.

„Nun gut, so bedarf es einer weiteren Erprobung einer rendezvouzianischen Gespielin.“ Denkt sich hinterlistig der Michl.

Diesmal ohne die Vollmacht Gretels begibt sich Michl in ein abgedunkeltes Hotelzimmer, wo er sich zur verabredeten Stunde einfindet und eine dralle wallemähnig blondierte Wohlgesinnte vorfindet.

Zu seiner Verblüffung muss Michl feststellen, dass die Erste keine Außerirdische war oder die Anwesende wieder eine Außerirdische ist.

Denn wieder sind ihre Leibesfrüchte – die Orangen (oben Bug), die Pflaume (oben zwischen den jeweiligen Beinenden), die Äpfel (Heck), so dermaßen verschieden, dass an und in ihm Verzückung und Erregung in brüderlicher Einigkeit einherstolzieren.

Doch auch die Lautmalerei, die Michl durch verschiedenartige Stimulation anregt und die dazugehörige Reaktionsmechanik funktioniert bei dieser Sexanteilseignerin in einer völlig anderen Weise als bei den bisherigen Sexualpartnerinnen.

Angeregt durch diese neuen Erfahrungswerte beginnt für Michl eine Zeit des Forschens. Wie Captain Kirk, mit seiner Mannschaft und der Enterprise, in die fernen Weiten der Galaxien vordringt, so dringt Michl, mit seiner Manneskraft und seiner Enterprise (er nennt seinen Golf GTI so), in die frivolen Weiten der weiblichen Sexualität vor.

Derweil sitzt die Gretel zuhause und beginnt nach einer anfänglichen und mehrmonatigen Sexfreizeit (Nein kein Swingerclub auf Barbados, eine Sex freie Zeit) sich zu denken: „Ach, so ein bisschen Sex, so in wohldosierten Dosen, in meiner Dose, wär mal wieder geil.“

Aber da ihr der Mann nicht zur Verfügung steht, weil zwischen ihnen gar nichts mehr steht, wo früher noch seine mächtige Lanze stand (sorry, 'mächtige Lanze' hab ich aus einem billigen Sexheft abgeschrieben), will sie sich anderweitig beglücken lassen.

Leider denkt Gretel in billigen, rassistischen Klischees: „Ein Neger mit einem riesen Gehänge wär doch mal was.“

Und so gibt sie eine Anzeige in der Militärzeitung der hiesigen amerikanischen Garnison auf: „Suche Neger um gefickt zu werden.“

Zugegeben, dieser Text ist unter aller Gürtellinie, aber die Gretel ist eben eine einfach gestrickte und der GI der die Anzeige entgegennahm kam frisch aus den Staaten herüber, ohne jegliche Kenntnis der landestypischen Sprache.

Zu der Zeit begab es sich, dass gerade ein dunkelhäutiger Leutnant aus Afghanistan, zum Heimaturlaub, zurückkehrte.

Nun sei berichtet, dass dieser Soldat viele Monate in einem engen Schützengraben nahe der pakistanischen Grenze verbrachte, ohne seinen Samenstau durch weibliche Interaktion bewerkstelligen zu können.

Nun sei berichtet, dass dieser brave Soldat noch seine Vorhaut besitzt. Am Tage als er beschnitten werden sollte und ihn seine Mutter heimlich in eine jüdische Massenbeschneidung einreihte (weil billiger), war der Rabbiner vom vielen Beschnippeln müde geworden und seine Glasscherbe stumpf.

Die Gefahr erkennend tauschte sich Bob Doyle Lanzson, gegen einen rothaarigen Jungen aus, der dafür noch ein zweites Mal beschnitten wurde (soll ich sagen gekürzt?). Darin einen göttlichen Willen sehend, verschonte Bob Doyles Mutter ihren Sohn vor weiteren Rabbinern.

Dort in Afghanistan, in diesem entlegenen Tal, entdeckte Bob seine lange vergessene Vorhaut. Bald wurde sein Schützengraben kachugazahamkr genannt was auf pastunisch das Loch mit den vielen seltsamen Gerüchen bedeutet. Ihn nannten die Einheimischen katschgrhander mit der schmierigen Hand.

Entgegen weitläufiger Meinung befreit regelmäßige Onanie nie von Ge steigerter il lustrer he donistischer it ensität, im Gegenteil, der Körper denkt blindlings: „Hurra wir arbeiten für einen Sultan und der muss bestimmt viele hundert Frauen begatten.“ Und produziert eifrig Spermien und Geilheit.

So kam Bob Doyle Lanzson triefend vor Gier nach Fleischeslust in Deutschland an (nach USA durfte er nicht, das Pentagon umschrieb seine Werte mit akute Gefahr für das soziale Allgemeinwohl).

Bevor er aufbrach um sein bitter erschossenes Geld in einschlägigen Etablisements auszugeben, las er noch kurz die Annoncen im hastigen Husaren (the husar harry).

Er verstand zwar die deutschen Worte von Gretel nicht aber ihre Bedeutung drängte sich ihm förmlich auf, es war als ob sein Schniedel mitgelesen hätte (er legte ihn gerne zur Entspannung neben seine Cornflakesschale).

Durch eifriges Zureden konnte Gretel den Bob bremsen – ist Zureden das falsche Wort für blasen? Zum Glück war Michl in einem ‚Wochenendseminar‘, ihr Sohn Tom in der Spätschicht (er wohnte auch nicht mehr bei Gretel) und Sohn Jerry in einem engen Schützengraben in Afghanistan.

So dass Gretel und Bob sich ausgiebig austauschen konnten (Positionen).  

Inzwischen ist Bob Hauptdarsteller in vielen deutschen Produktionen mit vielen nackten osteuropäischen Mädchen.

Als Gretel und Michl von ihren unaussprechlichen Ausschweifungen in der BILD erfuhren trennten sie sich. Erst Jahre später auf einer Geburtstagsparty von Tom, während Jerry mit seinen detailreichen Beschreibungen seines Auslandseinsatzes die Anwesenden ekelt, gingen die Ex-Eheleute auf den Dachboden um zu Reden. Zuerst versuchen sie Sex mit dem Ex zu haben, aber Bob hat ihre Vagina derart ausgeweitet und Michls Dödel ist nach einem Sextouristenausflug nach Zentralafrika aufgrund einer Virusinfektion abgefallen, so dass sie gezwungen sind wirklich und intensiv zu reden:

Michl: (Jammer) Hättest du mir nicht dieses verhängnisvolle Fremdgeh-Geschenk gemacht, so wäre unsere Liebe nie erloschen.

Gretel: (Heul) Ich hab das in der NEON Ausgabe vom Dezember 2012 gelesen.

Michel: (Winsel) Musst du denn jede Schundzeitschrift lesen?

Gretel: (Flenn) Sie hatten die Gala nicht da. Aber, ist unsere Liebe wirklich erloschen?

M: (Schluchz) Nein, in meinem tiefsten inneren habe ich in jeder Frau, ob weiß oder gelb, ob brasilianisch oder zentralafrikanisch, ich habe immer nur dich gesehen.

G: Oh Michl.

M: Oh Gretel

 

Sie fallen sich weinend in die Arme und werden erst wieder getrennt als Michl törichterweise, zu seinem Samstagabendbad Fernseher, Radio, Toaster und Heizlüfter mit in die Badewanne nimmt (Auch der FI Schalter war unglückseligerweise an diesem Abend defekt). Dadurch wird seine wiederangeheiratete Ex zur krokodilstränenreichen Witwe, die zwei Millionen von seiner Versicherung kassiert.  


Die Moral von der Geschicht: Im NEON Dezember 2012, auf Seite 60, unter Ratgeber Ausgesprochen gut, findet der Leser Dinge die man dem Partner sagen sollte, noch bevor es kriselt.  

Eines der Dinger ist: In der Serie Curb your Enthusiasm bekommt die Hauptfigur von seiner Frau als Geburtstagsgeschenk die Erlaubnis, einmal mit einer anderen Frau schlafen zu dürfen. Und es heißt weiter: „Dieses Geschenk fände ich auch toll.“

Wie die Geschichte von Gretel, Michl und Bob deutlich zeigt ist dieser Ratschlag nicht toll! Da nicht für Beziehungen geeignet.   

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20 Antworten

Kommentare

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  • 0

    Hatte die ganze Zeit dies beim Lesen im Ohr! :D
    Eine kleine Ungereimtheit fiel mir auf; es müsste doch eigentlich:
    Ge steigerter
    il lustrer he donistischer int ensität
    (Geilheint) so gesehen heißen, oder?
    Bei Tom & Jerry, ebenso wie beim 'Obstsalat' musste ich sehr lachen.

    04.12.2012, 12:06 von topfbluemchen
    • 0

      Itensität ist intensivere Intensität - die vom Duden arbeiten daran.

      04.12.2012, 23:18 von SteveStitches
    • 0

      Ah! Wieder wat dazu gelernt!

      04.12.2012, 23:20 von topfbluemchen
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    • 0

      Der Michl vergnügt sich auf einem 'Wochenendseminar' (so nennen das die Männer wenn sie übers Wochenend beim poppen sind) und die Gretel sucht sich einen anderen. Muss ich jetzt noch die Scheidung und das Trennungsgezetere auch noch dazu schreiben?

      01.12.2012, 07:08 von SteveStitches
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    • 1

      zwingend nicht aber zwickend

      02.12.2012, 16:28 von SteveStitches
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    • 1

      du Frau - ich Mann = Wie können wir dasselbe meinen?

      03.12.2012, 00:22 von SteveStitches
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  • 1

    Ich hab gekichert.

    Aber bitte...ich will keine Musikempfehlung dafür!

    30.11.2012, 09:13 von cosmokatze
    • 0

      Musikempfehlungen gibts nur für Herzchen.

      01.12.2012, 07:08 von SteveStitches
    • 1

      Na Gottseidank.

      01.12.2012, 14:38 von cosmokatze
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  • 0

    Verstehe ich nicht. Aus Deinem Text geht nicht hervor, warum es nicht toll ist. Keiner scheint zu leiden, alle werden bedient. So what?

    30.11.2012, 07:32 von Mrs.McH
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      Michl und Gretel haben sehr lange eine glückliche und harmonische Beziehung geführt, nur mit dem Sex waren sie sich ein bisschen uneinig wie es in der Natur der Geschlechter liegt. Durch das Geschenk (Gift) kommt der Michl auf den Geschmack anderer weiblicher Körper. Wie wär das mit deinem Partner, darf der auch mal woanders schnackseln?

      01.12.2012, 07:13 von SteveStitches
    • 0

      Ähm, nein. Ich habe mich für eine konservative, monogame Ehe entschieden, die damit zu 99% beendet wäre. Aber wie gesagt, Du schreibst ja "Wie
      die Geschichte von Gretel, Michl und Bob deutlich zeigt ist dieser Ratschlag nicht
      toll!" und
      aus dem Text geht nicht hervor, dass ein Leidensdruck vorhanden wäre. Ich habe auch gar kein Mitleid mit einem von beiden: Gretel hat dieses "Geschenk" bei vollen Bewusstsein gemacht und Michl hat es A angenommen und B ausgenutzt. So ist das halt, wenn man Begehrlichkeiten weckt. Insofern finde ich auch die Bezeichnung "glücklich und harmonisch" fragwürdig, wenn daraufhin Einschränkungen geäußert werden wie "nur mit dem Sex waren sie sich uneinig"... Ich finde aber, das ist alles eine sehr individuelle Angelegenheit, worüber sich sehr schwer diskutieren lässt.

      01.12.2012, 08:08 von Mrs.McH
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      Hast du das Sexproblem nicht? Noch keine Kinder?

      02.12.2012, 16:28 von SteveStitches
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      Ich denke, es geht hier nicht um mich ;-)

      02.12.2012, 23:05 von Mrs.McH
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      Nein, es geht hier um alle (Beziehungen zwischen Männlein und Weiblein)

      03.12.2012, 00:23 von SteveStitches
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