malula 13.12.2007, 15:49 Uhr 11 16

Auf einmal bleiben sie weg...

... wenn Kinder aus dem Kindergarten ausgeschlossen werden.

Kürzlich war es wieder Thema einer Talkshow. Bei Anne Will diskutierten unter anderem die Familienministerin Ursula von der Leyen, ein Vertreter der "Kinderhilfe direkt" und der Innenminister des Landes Schleswig-Holstein, Ralf Stegner, über das Thema „Kinder als Opfer – wenn Eltern überfordert sind“. Alle Politiker und Experten waren sich einig, dass etwas getan werden muss. Dass man rechtzeitig hinschauen muss, dass sozial schwache Familien Unterstützung brauchen. Dass um die Kinder ein Netzwerk der sozialen Absicherung entstehen muss, bei dem die Arbeit von Jugendämtern, Kinderärzten, Kindergärten und anderen sozialen Einrichtungen ineinander greift. Soweit die Theorie. In der Praxis sieht es leider anders aus.

In unserem Landkreis betragen die monatlichen Gebühren für einen Kindergartenplatz mit einer Betreuungszeit von vier Stunden täglich 102 Euro pro Kind. Besucht ein weiteres Kind der Familie einen städtischen Kindergarten, werden die Betreuungsgebühren um 30 % ermäßigt. Hinzu kommt noch ein Verpflegungsentgelt für Getränke von 4 Euro pro Kind. Macht bei zwei Kindern rund 180 Euro monatlich, für einen Kindergartenplatz von 8.00 – 12.00 Uhr ohne Mittagessen. Dieser Beitrag ist prinzipiell einkommensunabhängig, es besteht jedoch die Möglichkeit einen Antrag auf wirtschaftliche Jugendhilfe beim Landkreis zu stellen.


Der Antrag auf Jugendhilfe muss von den Eltern gestellt werden. Auf sieben Seiten müssen sämtliche Vermögens-, Einkommens-, Belastungs- und Schuldenverhältnisse offengelegt und mit entsprechenden Nachweisen belegt werden. Wird dieser Antrag bewilligt, werden die Betreuungskosten, abhängig von den finanziellen Verhältnissen einer Familie, teilweise oder sogar ganz übernommen.


Nun gibt es Eltern, die, aus welchen Gründen auch immer, die Betreuungsgebühren nicht bezahlen. Bleibt die Zahlung am Monatsende aus, wird sie im nächsten Monat von der Stadt angemahnt. Erfolgt nach dieser Mahnung kein Zahlungseingang, werden die Familien erneut angeschrieben und es wird der Ausschluss aus dem Kindergarten angedroht. Gleichzeitig wird angeboten für den fälligen Betrag eine Ratenzahlung zu vereinbaren und darauf hingewiesen, dass die Möglichkeit besteht wirtschaftliche Jugendhilfe zu beantragen. Erfolgt daraufhin keine Zahlung, wird das Kind vom Besuch des Kindergartens ausgeschlossen.


Von einem Tag auf den anderen dürfen die Kinder den Kindergarten nicht mehr besuchen. Die Garderobenhaken bleiben leer, die Namensschilder werden entfernt und man schweigt. Ist ja schließlich Privatsache und die Verantwortlichen im Kindergarten sind zu Verschwiegenheit verpflichtet. Natürlich wird getuschelt, getratscht, gemunkelt und jeder weiß, wieso die Kinder nicht mehr kommen.


Von Seiten der Stadt wird argumentiert, würde man nicht so verfahren, würden viele Familien den Kindergartenbeitrag überhaupt nicht mehr bezahlen. Und da die Kindergärten ohnehin ein defizitärer Bereich sind, wären sie dann gar nicht mehr finanzierbar. Nachvollziehbar, aber wird da nicht an der falschen Stelle der Hebel angesetzt?


Sieht man sich die betroffenen Familien genauer an, sind es meist die klassischen Problemfamilien. Geringes Einkommen, familiäre Probleme, finanzielle Probleme. Eltern, die mit der Erziehung ihrer Kinder überfordert sind, die mit ihren Finanzen überfordert sind, die mit ihrem Leben überfordert sind. Die damit überfordert sind Anträge zu stellen, Schulden zu bezahlen. Sind das nicht genau die Familien, bei denen man hinsehen muss?!


Bei diesen Familien sollte es doch oberste Priorität haben, dass die Kinder den Kindergarten besuchen und dadurch zumindest für einige Stunden am Tag aus den Familien rauskommen. Dass sie im sozialen Netz des Kindergartens bleiben und nicht ins gesellschaftliche Abseits geraten. Vor allem diese Kinder brauchen die frühkindliche Förderung, die ein Kindergarten bietet. Sie brauchen Bezugspersonen, die ihre Entwicklung verfolgen und rechtzeitig alarmieren, wenn etwas falsch läuft! Sie brauchen Sicherheit und Beständigkeit! Sie brauchen einen guten Start ins Leben!

Das sollte Vorrang haben vor allen finanziellen Fragen.

Bezieht man in seine Überlegungen mit ein, wie viel Geld unsere Gesellschaft später aufbringen muss, wenn aus diesen Kindern, die durchs soziale Netz gefallen sind und die keine vernünftige Ausbildung bekommen haben, vielleicht Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger geworden sind - so geht die Rechnung ganz sicher nicht auf.

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11 Antworten

Kommentare

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    Kinder in Deutschland sind teuer, wir zahlen jeden Monat 304 Euro für ein Ganztagesplatz in einer städtichen Einrichtung. Das ist viel Geld und muss auch erst einmal verdient werden.....trotzdem bin ich froh das mein kleiner in der Kita ist er ist unter seines gleichen und hat jede Menge Spass. Oft versuchen Leute einen Einzureden,, Was der ist den ganzen Tag im Kindergarten das würde ich ja niemals tun" Ich denke einmal zu solchen Hausmütterchen muss ich nicht weiter etwas sagen. Die Gesellschaft muss sich noch ganz schön ändert finde ich, wen sie ein mal erreichen möchte das wir hier mal wieder mehr Kinder haben...ich denke einmal jeder der selber kleine Kinder hat weiß wo von ich rede...

    08.01.2008, 13:00 von Hamsteronkel
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    recht hast du damit. ich hab wirklich nur den einen beitrag gelesen und dachte dass ist mal wieder ein versuch die situation von finanziell schwachen familien herunterzuspielen. Aber damit hab ich halt mal voll daneben gelangt. Ich werd draus lernen.

    19.12.2007, 21:16 von FightFireWithHigher
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    da hast du wohl recht, tut mir leid.

    18.12.2007, 12:51 von FightFireWithHigher
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      @FightFireWithHigher Schon okay, war nur im ersten Moment sauer.

      18.12.2007, 21:35 von Freydis
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    ich möcht deine brücke gleich wieder einreissen, weil ich schätze du wirfst die floskel "wenn man etwas will muss man dafür kämpfen & dann klappt es auch" in den raum ohne irgendwelche erfahrungen damit gemacht zu haben kein geld zu haben bzw. schon für die nötigsten dinge kein geld mehr aufbringen zu können. ich würde es jedenfalls lieber nicht wagen solche verallgemeinerungen zu treffen denn was du sagst heißt, dass die ganze kingergartengeldmangel-angelegenheit immer am willen der eltern scheitert.
    und das ist, ums mal gelinde zu sagen, schon ziemlich frech.

    16.12.2007, 17:45 von FightFireWithHigher
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      @FightFireWithHigher Fightfirewitzhigher, frech ist es, Leute zu beurteilen, die man nicht kennt. Wie ich weiter oben geschrieben habe, war ich genau in der Situation, kaum Geld zu haben, in 5-DM-Jobs das Nötigste zusammen zu bekommen und als Alleinerziehende ohne finanzielle Unterstützung von Staat oder Eltern damit mich und mein Kind zu finanzieren. Es gab da Zeiten, da habe ich mir kein Obst leisten können. Ich habe das Geld für die Kindertagesstätte aber zusammen bekommen, weil es mir wichtig war. Gekocht habe ich nur einfache Gemüse wie Kohl und Kartoffeln - aber wenigstens vitaminreich. Also reg dich wieder ab, und lies sorgfältiger, bevor du dich hier auskackst.

      16.12.2007, 19:32 von Freydis
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    Ich studiere jetzt seit zwei Semester in den USA. Ich zahle für meine staatliche Uni im Semester um die 20.000 $. Ja, ich habe es mir selbst ausgesucht hier zustudieren und ja, ich wusste von Anfang, was auf mich zu kommt. Ich beschwere mich kein Stück, auch wenn ich nach dem Studium einen riesen Berg Schulden haben werde. Ich wollte aber hier studieren, weil ich ganz genau weiß, dass ich dank dieser Uni so gut wie sicher einen Platz in der Arbeitswelt haben werde.
    Mir kommen dann diese Probleme über 500 € irgendwie lächerlich vor. Keine Ahnung, ob ich jetzt an den Kopf geknallt bekomme, dass man das nicht mit einander vergleichen kann. Ich würde sogar freiwillig mehr zahlen, wenn ich auf eine private Uni gehen könnte.
    Es ist deine Bildung, deine Zukunft auf dem Arbeitsmarkt, also sollten die Gebühren keine Rolle spielen.
    Und nein, ich kriege absolut keine finanzielle Unterstützung von meinen Eltern.
    Ich schätze mal, es wird noch eine Generation dauern, bis man sich in Deutschland auch nicht mehr darüber beschwert.

    15.12.2007, 12:32 von Angela_CA
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      @Angela_CA hä? bin ich jetzt total bescheuert? irgendwie habe ich mein kommentar zu einem komplett falschen bericht geschrieben. also ignorieren und weiter machen....

      15.12.2007, 18:17 von Angela_CA
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      @Angela_CA Ooch, so falsch ist es auch nicht, immerhin stellst du dar, wie man mit wenig Geld auskommen kann, wenn einem ein Ziel sehr wichtig ist und Kinder sollten eigentlich das Wichtigste sein - also, um die Brücke zu schlagen, wenn einem Kinder wichtig sind, wird man auch das Geld für einen Kindergartenplatz aufbringen können.

      15.12.2007, 23:19 von Freydis
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    Es mag regional unterschiedlich sein, aber allgemein sind die Kinder- und Tagesstättenkosten nicht sehr hoch. Sicher wäre es gut, den Eltern zu helfen, entsprechende Anträge zu stellen, damit sie die Zuschüsse bekommen. Dies könnte auch Aufgabe der Erzieher sein.

    Mein Kind ist in eine Kindertagesstätte der AWO gegangen, wo die Kosten für Ganztagsbetreuung incl. Mittagessen sehr niedrig waren. Ich war damals alleinerziehende Studentin, habe neben dem Studium gejobbt und die Kosten tragen können. Allerdings habe ich auch nicht geraucht oder Alkohol getrunken.

    Übrigens hat meinem Kind der Kindergarten (manchmal halbtags, manchmal ganztags, je nach Bedarf) gut getan. Ich habe sie sicher sonst auch stark gefördert und sie hatte auch viele Freundinnen zu Hause, aber so eine Gemeinschaft wie im Kindergarten ist noch mal etwas anderes und fördert spezielle Fähigkeiten der Kinder.

    14.12.2007, 17:37 von Freydis
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    Ja, die Rechnung im Ganzen ist ein schönes Thema, das aber faktisch niemanden interessiert. Durch die Einzelbudgets der verschiedenen Träger schaut halt jeder wie er seinen Stall jetzt halbwegs sauber hält - und die Nachhaltigkeit bleibt auf der Strecke.

    Wenn man dort was verändern wollte, müssten für diverse Kernthemen (Kinder, Bildung, Arbeitslosigkeit, Gesundheit, usw.) verpflichtende Ziel und Verhaltensmaßregeln festgeschrieben werden, an denen sich alle Leistungserbringer zu orientieren haben.

    Aber sowas würde noch vor dem Streit um die Finanzierung an der inhaltlichen Ausrichtung scheitern, weil sich alle Parteien mit Ihren Profilneurosen solange blockieren würden bis, wie bei allen anderen Themen auch, nicht mehr als zahnlose Kompromisse und unverbindliche Absichtserklärungen dabei rumkommen.

    14.12.2007, 16:08 von BlueHorse
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    Davon habe ich ja noch nie gehört. Scheint auch regional recht unterschiedlich gehandhabt zu werden.

    Auch die Preise sind ja sehr verschieden. Gibts da irgendwo so eine Karte? In dresden bezahlt man fürs erste Kind für 8 Stunden 120,xx Euro im Monat. Dazu kommt noch das Mittagessen (in meinem Fall 2,40) und Frühstück Vesper und Tee werden mitgegeben.

    14.12.2007, 14:48 von Sirius
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      @Sirius Die Kosten für den Kindergarten werden vom Landkreis bzw. der Stadt festegelegt. Es gibt sehr unterschiedliche Modelle. Teilweise sind die Kindergartenbeiträge gestaffelt und einkommensabhängig, teilweise gibt es einen festen Beitrag pro Familie, egal wieviele Kinder der Familie gleichzeitig eine Einrichtung besuchen.

      Durch zwei Umzüge ist das nun der dritte Kindergarten, den wir kennengelernt haben. Die Höhe der Gebühren ist regional sehr, sehr unterschiedlich. In Stuttgart haben wir ca. 40 Euro pro Monat bezahlt für 6 Stunden, in Bergisch Gladbach 150 Euro (einkommensabhängig) für zwei Kinder/ 6 Stunden und nun 108 Euro für ein Kind/ 4 Stunden. Der Kindergartenbeitrag für unsere 2. Tochter entfällt, da sie im letzten Kindergartenjahr vor der Einschulung ist und dieses Jahr kostenlos ist.

      14.12.2007, 15:49 von malula
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      @malula Das die Preise sehr unterschiedlich sind wusste ich schon ;-). Das fiel mir nur im zweiten Absatz ein und vor allem, ob es dar eine Karte gibt (Vielleicht vom statistischen Bundesamt oder vom Bundesminsterium für Familie etc.

      Ich meinet den Unterschied in der Handhabung der Befreiungen.

      14.12.2007, 16:00 von Sirius
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    eine interessante überlgung zu dem thema ist dann auch immer noch, ob man den eltern das recht auf kindeserziehung absprechen soll.

    wie ist das mit dem ausschliessen denn mit dem pflichtjahr im kindergarten zu vereinbaren?

    da gabs doch mal die diskussion, ob mal das kindergeld um 5 euro kürzt um das pflichtjahr zu finanzieren. alle habe laut scheisse geschrien, weil ja kindergeld eh nur an einkommensschwächere gezahlt wird.
    und dann?

    14.12.2007, 14:41 von zuckerpuppe
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      @zuckerpuppe Kindergeld wird nur an Einkommensschwache bezahlt. Wo steht denn sowas? Hast du grad irgendetwas verwechselt?

      14.12.2007, 14:45 von Sirius
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      @Sirius also, kindergeld ist nicht gleich kinderfreibetrag. ok?

      14.12.2007, 20:10 von zuckerpuppe
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      @zuckerpuppe Kindergeld ist Kindergeld und Kinderfreibetrag ist was anderes. Der Kinderfreibetrag kommt bei der Steuererklärung zum Zug. Das Kindergeld gibts für jedes Kind jeden Monat bis zum 18. Lebensjahr und während der Ausbildungszeit auf Antrag auch darüber hinaus.

      Und klar, wir nehmen die Kinder solcher Eltern und stecken sie in Heime. Zwar kriegen wir die Kindergärten schon nicht finanziert, aber ist ja auch egal.

      15.12.2007, 11:38 von chessige
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      @chessige das problem ist halt, dass gerade kinder auf bildungsfernen schichten seltener in den kindergarten gehen und die aber besonders davon profitieren würden. wenn jetzt aber ausländische eltern ihre kinder in den kindergarten geben, dann besteht die gefahr, dass sie sich von den eltern entferne, wegen der unterschiedlichen kulturen und so.
      während der jahre vor dem schuleintritt fällt aber das erlernen einer sprache viel leichter und sprache ist die basis für alles weitere lernen.
      es wäre also zu überlegen, den eltern ihre kinder zumindest stundenweise wegzunehmen, um chancengleichheit vor dem schulbeginn zu schaffen.

      klar, dass das teuer ist. aber es ist nur eine investition. den staat kommt ein kind, das im sozialsystem hängen bleibt und sein leben lang unterstützwerden muss viel teurer, als das bisschen hilfestellung im kindergarten.
      nur sind für die finanzierung der kindergärten die komunen zuständig und für das sozialsystem der bund und also ist es den komunen egal, wer später dem sozialsystem auf der tasche liegt.

      es wird übrigens für dich ausgerechnet, was dich günstiger kommt. kiderfreibetrag, oder kindergeld. und wenn die steuerersparnis größer ist, als der betrag, des kindergeldes, dann kriegst du kinderfreibetrag.

      als nächstes wird jemand schrein, dass das nciht gerecht ist.
      ist es aber schon, wenn man den vergleich nicht zwischen eltern mit niedrigem einkommen (kindergeld) und eltern mit hohem (kinderfreibetrag) zieht, sondern zwischen zwei haushalten mit dem gleichen einkommen, wobei einer kinder hat und der andere nicht.
      den leuten mit kind, steht nämlich das geld nciht zum konsum zur verfügung und daher sollen sie auch keine steuren dafür zahlen müssen.

      und jetzt wird der dent wieder sagen, dass es jeder cent, den er in meine ausbildung gesteckt hat, wert war. und da möchte ich gleich mal sagen, dass er mir den noch schuldet. den jeden cent.

      19.12.2007, 20:36 von zuckerpuppe
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      @zuckerpuppe "die Kinder wegnehmen" ist ein sehr harter Ausdruck, der - so möchte ich behaupten - so ziemlich jedes Elter zum Widerspruch treibt. :D

      Kinder frühstmöglich in den Kindergarten zu kriegen, um Chancengleichheit zu ermöglichen, ist nicht gleich wegnehmen. Das ist viel eher ein Standpunkt, den ich selbst (z.B. unter irgend einem anderen Text zu diesem Thema hier auf neon, frag mich jetzt nicht wo) vertrete und fordere (in Form von kostenlosen Kiga-Plätzen mit möglichst keinen Hemmschwellen wie Beantragung und son bürokratischen Unfug) und zwar aus so ziemlich den gleichen Gründen, die Du hier anführst.

      "Wegnehmen" ist aber trotzdem was anderes. Für mich als Mutter fühlt sich dieses Wort sehr schlimm an. Und wenn ich möchte, daß Eltern ihr Kind frühstmöglich in den Kindergarten bringen, hüte ich mich von "wegnehmen" zu reden, eher von entlasten (Eltern) , fördern (Kinder) oder ähnlich positiven Dingen.

      Deine Erklärungen zum Kinderfreibetrag irritieren mich einigermaßen, denn ich kriege beides, Kindergeld und Kinderfreibetrag, und wenn ich richtig mitgeschnitten habe, den Kinderfreibetrag trotz Kindergeld in voller Höhe. Aber das deutsche Steuerrecht ist sowieso fürn Arsch. Nichts, was ich in diesem Leben noch durchschauen und begreifen werde, aber etwas, das ich in diesem Leben gern abgeschafft resp. durch ein verständlicheres und funktionaleres Konzept ersetzt sähe.

      20.12.2007, 00:56 von chessige
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