SaureMilch 30.11.-0001, 00:00 Uhr 2 0

WIR KOMMEN

niemals irgendwo an.

Auf die Nacht folgt der Tag, folgt die Nacht, folgt der Tag. Wir kennen nichts anderes.
Und selbst hier nur der Unterschied: nachts leuchten kleine Lichter, tags leuchtet der Himmel.
Manchmal.
Wir kommen niemals irgendwo an.
Wenn die Berge, die großen, starken in Dunkelheit eintauchen und auch sie sich verstecken und nur noch als drohende Mahnung den Horizont verdecken.
Manchmal tauchen kleine Lichter auf. Hinter Kuppen, am Bergesfuß. Leuchten, ziehen an, scheinen nach Heimat. Kurze Orte. Irrlichter.
Wir kommen niemals irgendwo an.
Und am Tag scheint alles deutlich. Sehen alles, ist Einkehr lächerlich. Wir können es genießen rastlos zu sein: es gibt so viel zu sehen. Hier vielleicht gut:
Wir kommen niemals irgendwo an.

2 Antworten

Kommentare

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    erinnert mich an stefan heym "im kurzen abend"... aber halt moderner und für unsere wortarme sprache für mich sehr klar und wohlklingend ausgedrückt.
    *seufz*

    13.12.2006, 13:43 von Rosmarien
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