Wie ich auszog, um zu Lernen und mit einer Papiertüte auf dem Kopf zurückkehrte.
Seitdem du gingst, schläft der Nachtmahr neben mir. Ich esse nicht, schlafe nicht und du fragst, warum ich zittere. Bademantelheld!
Erster Eindruck: Ah ja. Nicht mein Geschmack. Eigenartig, dass mir in genau diesem Moment einfällt, wie sehr ich mich das letzte Mal geirrt hatte, als ich dies in Bezug auf eine andere Person dachte. Nun ja. Mal sehen, man kennt sich ja (noch) nicht. Abstand geboten!
Zweiter Eindruck: Ah ja. Schön, wie viel du doch erzählen kannst. Jetzt weiß ich über dich was, aber was ist mit den anderen?
Dritter Eindruck: Sehr nett, sehr zuvorkommend, sehr aufmerksam. Fast schon interessant.
Vierter Eindruck: „Fast schon (für mich) interessant“ schlägt um in „Nicht unabgeneigt und (an mir) interessiert“. Aufgrund gering vorhandenem eigenen Widerstand durchaus Zustimmung. Zufällige Berührungen werden zu absichtlich platzierten Blicken, Gesten, Dummheiten. Absichten werden deutlich.
Fünfter Eindruck: Unaufhaltbar. Im Rückblick lässt sich urteilen, dass Tempo zweihundertneunundachtzig sich anfangs großer Beliebtheit erfreut, das Ende der Fahnenstange aber deutlich vorm Horizont zu sehen ist. (Behauptet an dieser Stelle die Erfahrung und wird ausreichend ignoriert.)
Sechster Eindruck: Alltäglichkeit und Unvereinbarkeit von unterschiedlichen Interessen zeichnen sich ab, werden aber übertüncht von pinkfarbener Unbefänglichkeit. Unbefänglichkeit, die für beide Seiten dringende Fragen auffrisst, trotz Gefährdung aller Beteiligten. Das Bewusstsein, dass es für mindestens eine(n) unangenehm ausgeht, klopft und wird überhört.
Siebenter Eindruck (subjektiv): Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance. Zugegeben, du hast mich um deinen Finger gewickelt. Jederzeit war ich mir dessen bewusst. Deine Masche war schlecht und offensichtlich. Leider war ich anfällig und du hast es gedankenlos ausgenutzt.
Achter Eindruck: Trümmerhaufen eines Geisterschlosses. Willkommen im WG-Leben, dein Mitbewohner gab dir soeben einen Korb. Er will mit dir einkaufen gehen, Schätzchen!





Kommentare
Das mochte ich.
03.08.2009, 02:04 von frl_smillaBis zum letzten Absatz.
Dann bricht es runter auf dumme Banalitäten und jedweder Zauber ist dahin.
@frl_smilla Danke für deinen Hinweis! Habe es geändert.
03.08.2009, 02:12 von PinguinPrinzessin@PinguinPrinzessin Jau, viiieel besser.
03.08.2009, 03:47 von frl_smilla