Was vorbei ist, ist vorbei.
Nichts ist für die Ewigkeit. Nur im Herzen, da vielleicht.
Vor drei Jahren fing alles an. Mein Leben, wie es jetzt ist, baut darauf auf. Alles, was ich habe und was ich bin, baut darauf auf. Auf die kurze Zeit vor drei Jahren, in der wir uns alle gefunden haben.
In der zwischenzeit sind viele Menschen dazu gekommen und wieder gegangen.
Eine winzig kleine Gruppe ist geblieben und will sich nie verlieren.
Doch nichts ist für die Ewigkeit.
In diesen drei Jahren haben sich so viele Menschen so sehr verändert. Auch ich. Das steht ausser Frage. Jeder von uns. Es ging viel kaputt und es wurde viel aufgebaut.
Aber diese Veränderungen waren vorhersehbar, wir waren damals alle in der Zeit, in der wir versuchten, uns selbst zu finden und einen Platz in der Gesellschaft suchten, dem wir ins zuteilen konnten. Mein Platz ist bei dieser Gruppe von Menschen, die mit mir alles geteilt haben in den letzten drei Jahren, die ersten Erfahrungen in den verschiedensten Dingen. Nur leider sind die meisten dieser Menschen irgendwo einfach von der Gesellschaft verschluckt worden. Und es passt einfach nicht mehr. So sehr man es sich wünscht.
Es gibt immer Menschen, mit denen man gut auskommt, die man gerne hat und einen Platz im eigenen Herzen finden, aber es gibt nur sehr, sehr wenige Personen, die diesen für immer behalten. Denen man alles erzählt, weil man ihnen vertraut und sie so sehr Teil des eigenen Lebens sind, dass sie es mit verändern und einen weiterbringen, denen man sich öffnet, wie sonst keinem, weil man mit ihnen einfach alles teilen will, was man weiß und hat, weil man sich ihnen schenken will. Weil man nicht weiß, was man ihnen sonst geben kann dafür, dass sie einem so sehr viel geben.
Diese Menschen sind so selten und die Angst, sie zu verlieren ist manchmal so riesengroß, dass man davon erdrückt wird.
Ich liebe den Spruch von Amelie "Ohne dich wären die Gefühle von heute nur die leere Hülle der Gefühle von damals". So ist es eben einfach. Und jeder Mensch kann sich überglücklich schätzen, wenn er solch einen Menschen gefunden hat.
Ich habe solche Menschen. Es sind nicht viele, aber so muss es auch sein. Wahre Freunde sind sehr selten und es hat lange, sehr lange, gedauert, bis ich klar sehen konnte, wer die wahren Freunde und wer einfach "nur" Freunde sind, die irgendwann gehn.
Ich glaube, bei manchen Menschen ist es einfach vorherbestimmt, dass man sie trifft. Ein Punkt auf ihrer Lebens-to-do-Listen ist es, mich auf meinem Weg zu begleiten, mir aus irgend einem Loch herauszuhelfen und dann wieder zu verschwinden. Und genau so bin ich auch ein Mensch, der jemandem ein kleines, sehr kurzes, aber viel bedeutendes Stück seines Lebens begleitet und wieder verschwinde und ihn alleine lasse.
Das sind die Menschen, denen man im Himmel, oder wo auch immer man nach dem Leben sein wird, wieder begegnen wird. Daran glaube ich. Und darauf hoffe ich. Jedenfalls erinnert man sich sein Leben lang an sie und sie sind im Herzen fest verankert, auch wenn sie schon aus den Augen verloren wurden.
Doch in diesem Leben ist leider wirklich einfach nichts für die Ewigkeit.
Die guten alten Zeiten kommen nie zurück. Vielleicht ist das schlecht, vielleicht ist es gut. Aber egal, was es ist.
Was vorbei ist, ist vorbei.




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