pepe79 25.10.2008, 10:59 Uhr 2 1

Was ist das eigentlich - Erwachsensein?

Es dauert nicht mehr lange, dann ist die drei vorne. Dabei komme ich mir an manchen Tagen noch vor wie 16, an einigen noch jünger.

Es dauert nicht mehr lange, dann ist die drei vorne. Dabei komme ich mir an manchen Tagen noch vor wie 16, an einigen noch jünger. Stellt sich das Gefühl, erwachsen zu sein, eigentlich nie ein?

Ich kann mich an meine Teeniezeit erinnern, wo wir unter Mädels überlegt haben, was wir „später“ wollen. Karriere, eine gleichberechtigte coole Beziehung und Kinder – darin waren wir uns alle einig, auch wenn die Berufswünsche und die genaue Vorstellung von Partnerschaft weit auseinander lagen.
Und wie ist das heute? Ich bin mittlerweile eine der wenigen, die nicht „unter der Haube“ ist, die noch keine konkreten Familienpläne hat und weit davon entfernt ist, an einem bestimmten Ort sesshaft zu werden. Bin ich jetzt zurückgeblieben? Oder sind die anderen einfach nur spießig und bequem geworden?

Erwachsenwerden klingt für mich immer unattraktiver. Kindsein war cool. Die eigene Autonomie feststellen. Von Tag zu Tag mehr können, mehr wissen, mehr machen. Und das meistens ohne schlechtes Gewissen. Im Rückblick bin ich der Meinung, diese Zeit gar nicht genügend ausgekostet zu haben. Und natürlich hatten die Eltern doch recht: genieß deine Kindheit und Jugend, sie ist schneller vorbei, als du gucken kannst. Wie verdammt wahr! Und wie verdammt scheiße dazu!

Mit 29 noch nicht zu wissen, wie und wo man mal alt wird, empfinde ich eigentlich nicht als Bedrohung. Nur die Tatsache, dass alle um mich herum es scheinbar langsam alle wissen, irritiert mich irgendwie. Wie können sich unsere Wege so auseinander entwickeln?
Während von der einen Seite der Kinderwunsch mittlerweile weit über dem beruflichen Erfolg steht, tönt es von anderer Seite nach Hausbau und „abends nach der Arbeit einfach kaputt“. Hilfe! Sind wir denn schon so alt, dass wir nicht mehr albern sein dürfen? Dass wir nicht mehr bis morgens um sechs in ollen Clubs versacken und uns nur noch an einen Bruchteil des Abends erinnern dürfen?

Zum Glück habe ich Gleichgesinnte gefunden, die „noch älter“ sind als ich. Die auch nicht verstehen, warum plötzlich alle mit um-die-30 Torschlusspanik kriegen, im Schnellverfahren Hochzeit, Kinder und Hausbau aneinanderreihen müssen und für keinen mehr nach neun Uhr abends erreichbar sind. Und trotzdem bleibt ein bisschen Rest-Panik: Was, wenn die anderen recht haben und ich aufwache und feststelle: Scheiße, bald ist die vier vorne und ich fühl mich immer noch wie 16!?

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2 Antworten

Kommentare

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    Ohgott, ja, man weiß es nicht... aber ich glaube, man sollte einfach auf sich hören. Wenn man sich mit seinem Leben(-splan) wohl fühlt, kann es ja nicht gar so falsch sein, oder?

    25.10.2008, 15:09 von charline
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      @charline Einerseits stimme ich dir zu, aber andererseits bleibt halt wirklich sowas wie "Restpanik". Mal überspitzt.

      Es könnte ja durchaus sein, dass man erst im Nachhinein merkt, wie verdammt schnell die Zeit vergangen ist und dann gewisse Dinge nicht mehr gehen (Berufswechsel, Familiengründung, usw). Oder was meinst du/ihr? Gibt es eine Art von Instrument, an dem man ablesen kann, ob man auf dem richtigen Weg ist?

      28.10.2008, 15:35 von pepe79
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    Cool, könnte von mir sein :)

    25.10.2008, 12:30 von Brummi7
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