Bellabu 20.06.2018, 23:31 Uhr 0 1

Vom Zerrinnen der Zeit

Die Zeit schreitet unaufhaltsam voran und man merkt erst das es am schönsten war wenn man sich umdreht

Früher, als die Eltern noch den eigenen Rhythmus bestimmt haben war man noch nicht sein eigener Bespaßungsminister. Die Eltern haben einen auf Einladungen und Events mitgeschleppt und man musste sich wohl oder übel damit arrangieren. Im Grunde war man also doch sein eigener Bespaßungsminister denn man musste dafür sorgen dass man trotz der unfreiwilligen Situation in der man sich befand Spaß hatte.


Zu Beginn waren die anderen Kinder fremd und diese hatten genauso viel Respekt eine Unterhaltung zu beginnen wie man selber. Nachdem man sich lange genug schweigend angeschaut hatte beschloß man dann seine Ängste über Bord zu werfen und zu spielen. Und genau dann wenn es am schönsten war und die Hemmungen abgelegt, forderten die Eltern einen auf endlich zu kommen da man fahren wolle.

Im Grunde genommen beschreibt das auch das Verrinnen der Zeit ganz gut. Wenn man jung ist malt man sich ständig aus um wie viel besser das Leben wäre wenn man doch nur ein paar Jahre älter wäre. "Endlich bis 12 Uhr in der Disko bleiben" oder "wenn ich 18 bin und einen Führerschein habe sieht sie mich mit anderen Augen an". 

Doch wenn man zurückschaut erkennt man erst das genau dieses Träumen, dieses Warten, diese Unperfektheit die beste Zeit war. Vom Zerrinnen der Zeit...


Tags: Zeit
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