hinundhergewissen 08.05.2018, 13:12 Uhr 3 0

Vom Adler und der Elster

Über das, was einem so durch den Kopf geht, wenn man älter wird. Von Vögeln mit gebrochenen Flügeln und Vögeln die mal fliegen konnten.

Es ist, wie's kommt, wenn man bedenkt,

Dass Zeit uns auseinander lenkt.

Ein Kerzenlicht erlischt schon bald,

Das Feuer schwindet, die Luft eiskalt.

 

Auch ich werd' geh'n und muss verstehen,

Dass Menschen stets in Hälften sehen.

Zur Hälfte selbst, der Rest die Welt -

Verwirrt durch Lügen, Macht und Geld.

 

Wie wahr und klar doch alles war,

Als ich durch Kinderaugen sah.

Nicht hier, nicht jetzt, nein, unberührt,

Hab ich mich durch die Welt geführt.

 

War kurz vorm Fliegen, den Berg hinab,

Doch schnitten Sie mir Flügel ab.

Seit dem vom Adler zur Elster geworden,

Kein glücklicher Mensch, ein Mensch voller Sorgen.

 

So zerren Sie an meinem Herz,

Gedanken hier und da verqueert,

Doch schweigen kann die Elster nicht,

Solang das Licht noch nicht erlischt.

 

Hört mir zu, hört was ich sag!

Bleibt ein Adler, die Elster versagt!


Tags: Adler, Herz, Schmerz
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