JuniKuss 30.11.-0001, 00:00 Uhr 0 1

Mir fehlen die Worte, ich... Finde die Worte nich...

Aber das beschreibt dieses innere Blablabla nicht im geringsten... Es ist alles und nichts auf einmal...

Je älter wir werden, desto mehr lernen wir in der Regel. Vor allem Worte...

Ein Kind kennt meist noch nicht viele Worte, sucht aber irgendwann nach ihnen, weil es versteht, dass die Erwachsenen nicht einfach nur fühlen können. Es braucht Worte um zu beschreiben, damit die Erwachsenen verstehen. Was man nicht beschreiben kann wird mit den Jahren immer unwahrer.

Eine Welt der Wissenschaft und der Worte - In der leben wir. Wir müssen alles beschreiben können. Was wir nicht beschreiben können, was uns niemand beschreiben kann, das ist nicht wahr und nicht da. Es ist schlicht nicht existent, ein Hirngespinst. Was soll es zwischen Himmel und Erde denn schon geben?

Aber plötzlich fühlen wir etwas, was wir nicht in Worte fassen können und sind total aus dem Häuschen...

Wir begegnen einem Menschen und in nur einer Sekunde fühlen wir alles und nichts. Tausende Gedanken, Gefühle, Emotionen rasen einem durch den Körper und hinterlassen ein Schweigen, da man sich selbst erstmal wieder sammeln muss. Es kommt uns vor, als seien Ewigkeiten vergangen, was einen Anflug von Peinlichkeit hinterlässt, da wir uns fragen, wie lange wir schon schweigend mit offenem Mund starren und bewundern. In Wahrheit sind wohl nur wenige Sekunden vergangen und unser Gegenüber fragt sich womöglich, wieso wir plötzlich grundlos rot werden oder von einer auf die andere Sekunde vergessen haben, was wir eigentlich wollten. Oder aber, das Gegenüber denkt sich gar nichts, weil er oder sie schlicht nichts gemerkt hat. In den allermeisten Fällen ist uns wahrscheinlich was peinlich, was keiner außer uns selbst wahr genommen hat.

Was genau wir überhaupt wahr genommen haben? "Ach das war nichts!" Und wieso war es nichts? Weil uns die Worte fehlen um es zu beschreiben... Das würden andere eh nicht verstehen. Bis sie es selbst erleben...

"Jetzt weiß ich, was du meinst!"

Und wieder sucht man Worte, aber es gibt keine passenden. Dingsda? Dingsbum? Na du weißt schon? Diese Phrasen nutzen wir doch gerne, wenn uns ein Wort fehlt... Aber das beschreibt dieses innere Blablabla nicht im geringsten... Es ist alles und nichts auf einmal...

Einfach zu fühlen überfordert uns. Wir haben es einfach verlernt. Dabei ist es doch das, was Leben ist: Fühlen!


Tags: blablabla, alles und nichts, Worte, Worthülsen
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