Meerromanze
Ein Gedicht
Vor mir ein Meer aus Träumen weit
Die glitzern in ihrer Herrlichkeit
Sie springen und tanzen und jauchzen vor Freud’
In meinem Leben sah ich kein’ Glanz wie heut’
Die Sonne steht hoch und blendet mich still
In mir wächst der Wille und Wellen blaugrell
Kräuseln sich tief und verlaufen im Sand
Vor mir dieser Berg, diese eiserne Wand
Doch durch diese Wand seh’ ich Löcher klein
Und durch diese Löcher scheint Sonne herein
Dahinter das Meer und die Sehnsucht so weit
Wie klein ist der Mensch und wie groß die Menschheit
Am Abend als die Sonne untergeht
Steh ich hinter der Mauer, ein Schoßgebet
Die Strahlen sind vielfach stärker als zuvor
In der Mauer sind Stufen, ich kletter’ empor
Auf der Mauer erfüllt mit Herzenswärme
Sitz ich da und schau hoch zu den Sternen
Das Meer liegt vor mir in schwingender Ruh’
Lädt mich ein zu baden, es winkt mir zu
Mit meinen Flügeln richte ich mich auf
Mit weiten Schritten, ich lauf’
Meine Füße springen, federnd in die Höh’
Die Luft trägt mich, ich bin frei
Tags: Meer, Fühlen





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