Anne.Sophie 06.02.2012, 13:19 Uhr 0 0

Meerromanze

Ein Gedicht

 

Vor mir ein Meer aus Träumen weit

Die glitzern in ihrer Herrlichkeit

Sie springen und tanzen und jauchzen vor Freud’

In meinem Leben sah ich kein’ Glanz wie heut’

 

Die Sonne steht hoch und blendet mich still

In mir wächst der Wille und Wellen blaugrell

Kräuseln sich tief und verlaufen im Sand

Vor mir dieser Berg, diese eiserne Wand

 

Doch durch diese Wand seh’ ich Löcher klein

Und durch diese Löcher scheint Sonne herein

Dahinter das Meer und die Sehnsucht so weit

Wie klein ist der Mensch und wie groß die Menschheit

 

Am Abend als die Sonne untergeht

Steh ich hinter der Mauer, ein Schoßgebet

Die Strahlen sind vielfach stärker als zuvor

In der Mauer sind Stufen, ich kletter’ empor

 

Auf der Mauer erfüllt mit Herzenswärme

Sitz ich da und schau hoch zu den Sternen

Das Meer liegt vor mir in schwingender Ruh’

Lädt mich ein zu baden, es winkt mir zu

 

Mit meinen Flügeln richte ich mich auf

Mit weiten Schritten, ich lauf’

Meine Füße springen, federnd in die Höh’

 

Die Luft trägt mich, ich bin frei

 


Tags: Meer, Fühlen
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