Ja nee, is klar.
Von 3 Kulturbanausen und ihrem Ausflug ins Friede-Freude-Eierkuchenland
Als Bea
im Spätsommer die Einladung erreichte, notierte sie sich den Termin sofort im
Kalender: Klassentreffen in der Heimat... das erste nach 10 Jahren. Sie überkam
damals sogar große Vorfreude. Die meisten hatte sie ewig nicht gesehen, einige
sogar nie wieder seit ihrer gemeinsamen Schulzeit. Nein, das wollte sie nicht
verpassen, und somit war ihr Erscheinen beschlossene Sache.
Tja, und da sitzt sie nun, zwischen Manu und Simone und vernimmt, wie die beiden sich mit dem erfolgreichsten der erfolgreichen Leben zu übertrumpfen versuchen. Sie alle sind jetzt Ende 30, da sollte man es im Leben schon zu etwas gebracht haben, falls der Zug nicht schon durch ist. In diesem Sinne geben die beiden alles und bringen sich gegenseitig ihre tolle Vita zum Vortrag.
Ihnen gegenüber kämpfen Dirk und Anton um den gleichen Titel in der männlichen Konkurrenz, während Bea beruhigt zur Kenntnis nimmt, das man offensichtlich keine Löcher in die Luft starren kann... sonst würde es genau über ihr mit Sicherheit schon durchregnen.
Diejenigen, die schon während der gemeinsamen Schulzeit die Größten mit dem Längsten gewesen sein wollten oder die Schlauesten mit der säuberlichsten Schönschrift, haben ihr Repertoire erweitert. Früher wurden die Einsen präsentiert oder sich gegenseitig die Mädchen ausgespannt. Heute sieht die Karriereleiter noch ein bisschen steiler aus. Fotos mit Einfamilienhäusern im Grünen oder Urlaubserinnerungen an goldgelben Stränden machen die Runde. Hübsch frisierte Familien strahlen Bea wie geleckt aus fremden Smartphones an. Man hat's geschafft und jeder soll das wissen... ok, jetzt weiß sie es ja.
Sie hatte sich von diesem Abend erhofft, dass sie in guten alten Zeiten schwelgen, sich an die Streiche und Klassenfahrten von damals erinnern und dabei jede Menge zu lachen haben würden. Aber die, mit denen Bea hier sitzt, haben sich selten bis nie an Streichen beteiligt, oder sie lagen, wenn der Spaß erst richtig losging, brav im jugendherberglichen Etagenbett.
Am anderen Ende der Tafel, leider nicht in Beas Reichweite, sitzt Falco und kommt ebenso nicht aus dem Augenrollen raus. Er hört sich gerade an, wie Markus und Christiane, die beide dem gleichen Beruf nachgehen, über die optimalen Erfolgskonzepte in ihrer Branche debattieren. Man kann Falco deutlich ansehen, wie sehr ihn das alles interessiert... nämlich wie das nepalesische Bruttosozialprodukt von 1984. Sie lächeln sich an, nicken sich zu und stehen auf. Dort drüben ist noch ein kleiner Tisch frei, und sie wechseln den Platz.
"Geht dir dieser Affenzirkus auch so auf den Senkel wie mir?", fragt Falco.
"Hm...", antwortet Bea, "wollen wir doch mal ehrlich sein: es war ja nicht anders zu erwarten. Manche Dinge ändern sich halt nie."
"Ja, das stimmt", bestätigt Falco, und nach einer kurzen Pause: "Wie geht es dir eigentlich?"
Bea fällt jetzt erst auf, dass er der Erste ist, der sie danach fragt. Alle anderen reden seit Beginn von nichts anderem als von sich selbst, und Bea hat sogar den Eindruck, dass sie sich gegenseitig noch nicht einmal dabei zuhören.
"Mir geht es wieder ganz gut", erwidert sie auf Falcos Frage, "als meine Scheidung durch war, wurde es langsam ruhiger. Jetzt halten mich nur noch meine pubertierenden Kiddys auf Trab. Ich bin nämlich nicht so eine Supermutter wie Manu und Simone.
"Sind die auch nicht", zwinkert Falco ihr zu, "Simones kleiner Fatzke denkt jetzt schon, er sei von Beruf Sohn, und Manu hat zu Hause schon längst nix mehr zu melden... weder bei den Töchtern noch beim Göttergatten. Was du da drüben gehört hast, sind alles Geschichten zum Hieressen. Mitgenommen wird davon so gut wie gar nichts, wenn der Wirt hinter uns zuschließt. Markus zum Beispiel steht mit seiner Firma kurz vor der Insolvenz."
"Weiß das Christiane?", staunt Bea.
"Christiane vielleicht nicht, aber ich", antwortet er, "mein Nachbar ist bei ihm beschäftigt und bekommt schon seit Monaten sein Gehalt nur noch unregelmäßig."
Bea schaut zu den beiden hinüber, die immer noch emsig beim Thema sind und weiß einen Augenblick lang nicht, ob sie schmunzeln oder den Kopf schütteln sollte. In diesem Moment kommt Anne. Sie klopft zur Begrüßung aller kurz auf den großen Tisch, aber kaum jemand bemerkt überhaupt ihr Erscheinen, und diejenigen, die es mitkriegen, lassen sich dennoch nicht von ihren Wolken sieben holen. Anne entdeckt Bea und Falco und setzt sich zu ihnen.
"Hallo ihr zwei", freut sie sich, "was bin ich froh, dass ihr da seid. Ich kann eh nicht lange bleiben, denn mein Kleiner hat Mittelohrentzündung. Wollte nur mal kurz schauen, wie es euch allen geht."
"Dort drüben geht es jedem bestens, einem noch genialer als dem anderen. Das hier ist allerdings der Luschentisch.", erwidert Bea und grinst.
"Es hat sich also nichts, aber auch gar nichts verändert.", stellt Anne fest. "Na, wer hätte das nur gedacht."
Die drei funkeln sich verschwörerisch an und Falco schlägt vor, dass sie sich doch jetzt mal gegenseitig ihre ganzen Misserfolge präsentieren könnten. Au ja, denkt Bea, das wäre ein feines Kontrastprogramm. Also macht sie den Anfang: "Also ich bin zufrieden geschieden... hm... darf ich damit überhaupt zufrieden sein? Ach was... ich bin schon immer aus der Art geschlagen... ich mach das jetzt einfach mal so. Von den anderen ist jedenfalls niemand geschieden."
"Stimmt", bestätigt Falco, "weil ein paar zu feige dafür sind."
"Ich kann das trotzdem toppen", triumphiert Anne, "ich habs noch nicht mal vor den Traualtar geschafft. 3 Kinder von 2 verschiedenen Männern, aber immer noch ledig. Meine Mutter kaut mir schon seit 10 Jahren ein Ohr ab, dass sich das nun langsam mal ändern müsste."
"Ich doch auch", bekennt Falco, "wir Schwulen dürften zwar heiraten, aber ich wollte noch nicht so dringend. Kinder hab ich natürlich gar keine. Ich bin also der Beste von den Schlechtesten!"
Wir lachen herzlich darüber, genau wie früher... oh wie schön! Und dadurch fällt es am Siegertisch nun doch mal dem einen oder anderen auf, dass wir a) auch da sind und b) gar nicht bei ihnen sitzen. Dirk nimmt sein Glas und kommt zu uns nach hinten.
"Ich setz mich mal zu euch", sagt er.
"Klar, mach nur!" Anne klopft auf den leeren Stuhl neben sich.
"Was macht ihr denn so inzwischen", will Dirk wissen, "wie läuft's?"
Früher war Dirk mal Gruppenratsvorsitzender, und diesen rechenschaftsheischenden Tonfall hatte er schon damals drauf. Falco ist der Erste, der darauf anspringt und mit dem breitesten Grinsen überhaupt verkündet: "Gaaaaanz mies läuft's bei mir. Ich bin immer noch ein warmer Bruder und immer noch ein kleiner angestellter Buchhändler."
"Und ich arbeite zur Zeit gar nicht", legt Anne nach, "ich hab mir mit fast 40 noch ein Kind unterjubeln lassen, und wir warten noch auf einen Krippenplatz."
"Ich arbeite schon", erklärt Bea, "von irgendwas müssen Scheidungskinder ja leben. Viel kommt aber nicht rum... ich hab noch nicht mal ein Auto."
"Wie, du hast kein Auto", fragt Dirk entgeistert, "geht das heutzutage überhaupt?"
"Klar geht das... ich bin genauso hier wie du, und ich war sogar etwas früher da. Und wenn wir schon gerade dabei sind: ein Smartphone hab ich auch nicht."
Nachdem er den letzten Schluck genommen hat, springt Dirk auf. "Ihr verarscht mich doch!", vermutet er, "Schade, es hätte ich wirklich interessiert, was aus euch geworden ist."
Während er wieder in Richtung Prominenz schlendert, können sich die drei selbsternannten Flitzpiepen das Quietschen kaum verkneifen.
"Tja", fasst Bea zusammen, "es ist tatsächlich noch alles wie immer. Die Wahrheit ist genau das, was keiner hören und schon gar keiner glauben will."
Und Falco fügt hinzu: "Ja, alles wie immer... wir haben noch genauso viel Spaß dran, nicht so zu sein wie die."
Plötzlich erhebt sich Christiane und ruft laut in die Runde: "Ach übrigens, ich habe letzte Woche mit Timos Bruder telefoniert und soll alle schön grüßen. Timo wäre heute gern gekommen, aber er steckt ja beruflich auf Long Island."
Alle Augen sind auf Christiane gerichtet, als käme sie vom Mond. Sie hatte von allen Mitschülern die weiteste Anreise, lebt jetzt 500 km südlicher. Früher war sie mal einige Monate mit dem besagten heute nicht anwesendem Timo zusammen. Natürlich spürt sie, dass die einen betreten zu Boden schauen und die anderen sie in der Hoffnung auf eine Pointe gespannt anglotzen.
"Was guckt ihr denn so?", wundert sie sich.
"Timo", überlegt Markus, "ist der denn überhaupt schon wieder draußen?"
"Was meinst du mit draußen?", wundert sich Christiane.
"Na, der sitzt doch."
Tja, und da sitzt sie nun, zwischen Manu und Simone und vernimmt, wie die beiden sich mit dem erfolgreichsten der erfolgreichen Leben zu übertrumpfen versuchen. Sie alle sind jetzt Ende 30, da sollte man es im Leben schon zu etwas gebracht haben, falls der Zug nicht schon durch ist. In diesem Sinne geben die beiden alles und bringen sich gegenseitig ihre tolle Vita zum Vortrag.
Ihnen gegenüber kämpfen Dirk und Anton um den gleichen Titel in der männlichen Konkurrenz, während Bea beruhigt zur Kenntnis nimmt, das man offensichtlich keine Löcher in die Luft starren kann... sonst würde es genau über ihr mit Sicherheit schon durchregnen.
Diejenigen, die schon während der gemeinsamen Schulzeit die Größten mit dem Längsten gewesen sein wollten oder die Schlauesten mit der säuberlichsten Schönschrift, haben ihr Repertoire erweitert. Früher wurden die Einsen präsentiert oder sich gegenseitig die Mädchen ausgespannt. Heute sieht die Karriereleiter noch ein bisschen steiler aus. Fotos mit Einfamilienhäusern im Grünen oder Urlaubserinnerungen an goldgelben Stränden machen die Runde. Hübsch frisierte Familien strahlen Bea wie geleckt aus fremden Smartphones an. Man hat's geschafft und jeder soll das wissen... ok, jetzt weiß sie es ja.
Sie hatte sich von diesem Abend erhofft, dass sie in guten alten Zeiten schwelgen, sich an die Streiche und Klassenfahrten von damals erinnern und dabei jede Menge zu lachen haben würden. Aber die, mit denen Bea hier sitzt, haben sich selten bis nie an Streichen beteiligt, oder sie lagen, wenn der Spaß erst richtig losging, brav im jugendherberglichen Etagenbett.
Am anderen Ende der Tafel, leider nicht in Beas Reichweite, sitzt Falco und kommt ebenso nicht aus dem Augenrollen raus. Er hört sich gerade an, wie Markus und Christiane, die beide dem gleichen Beruf nachgehen, über die optimalen Erfolgskonzepte in ihrer Branche debattieren. Man kann Falco deutlich ansehen, wie sehr ihn das alles interessiert... nämlich wie das nepalesische Bruttosozialprodukt von 1984. Sie lächeln sich an, nicken sich zu und stehen auf. Dort drüben ist noch ein kleiner Tisch frei, und sie wechseln den Platz.
"Geht dir dieser Affenzirkus auch so auf den Senkel wie mir?", fragt Falco.
"Hm...", antwortet Bea, "wollen wir doch mal ehrlich sein: es war ja nicht anders zu erwarten. Manche Dinge ändern sich halt nie."
"Ja, das stimmt", bestätigt Falco, und nach einer kurzen Pause: "Wie geht es dir eigentlich?"
Bea fällt jetzt erst auf, dass er der Erste ist, der sie danach fragt. Alle anderen reden seit Beginn von nichts anderem als von sich selbst, und Bea hat sogar den Eindruck, dass sie sich gegenseitig noch nicht einmal dabei zuhören.
"Mir geht es wieder ganz gut", erwidert sie auf Falcos Frage, "als meine Scheidung durch war, wurde es langsam ruhiger. Jetzt halten mich nur noch meine pubertierenden Kiddys auf Trab. Ich bin nämlich nicht so eine Supermutter wie Manu und Simone.
"Sind die auch nicht", zwinkert Falco ihr zu, "Simones kleiner Fatzke denkt jetzt schon, er sei von Beruf Sohn, und Manu hat zu Hause schon längst nix mehr zu melden... weder bei den Töchtern noch beim Göttergatten. Was du da drüben gehört hast, sind alles Geschichten zum Hieressen. Mitgenommen wird davon so gut wie gar nichts, wenn der Wirt hinter uns zuschließt. Markus zum Beispiel steht mit seiner Firma kurz vor der Insolvenz."
"Weiß das Christiane?", staunt Bea.
"Christiane vielleicht nicht, aber ich", antwortet er, "mein Nachbar ist bei ihm beschäftigt und bekommt schon seit Monaten sein Gehalt nur noch unregelmäßig."
Bea schaut zu den beiden hinüber, die immer noch emsig beim Thema sind und weiß einen Augenblick lang nicht, ob sie schmunzeln oder den Kopf schütteln sollte. In diesem Moment kommt Anne. Sie klopft zur Begrüßung aller kurz auf den großen Tisch, aber kaum jemand bemerkt überhaupt ihr Erscheinen, und diejenigen, die es mitkriegen, lassen sich dennoch nicht von ihren Wolken sieben holen. Anne entdeckt Bea und Falco und setzt sich zu ihnen.
"Hallo ihr zwei", freut sie sich, "was bin ich froh, dass ihr da seid. Ich kann eh nicht lange bleiben, denn mein Kleiner hat Mittelohrentzündung. Wollte nur mal kurz schauen, wie es euch allen geht."
"Dort drüben geht es jedem bestens, einem noch genialer als dem anderen. Das hier ist allerdings der Luschentisch.", erwidert Bea und grinst.
"Es hat sich also nichts, aber auch gar nichts verändert.", stellt Anne fest. "Na, wer hätte das nur gedacht."
Die drei funkeln sich verschwörerisch an und Falco schlägt vor, dass sie sich doch jetzt mal gegenseitig ihre ganzen Misserfolge präsentieren könnten. Au ja, denkt Bea, das wäre ein feines Kontrastprogramm. Also macht sie den Anfang: "Also ich bin zufrieden geschieden... hm... darf ich damit überhaupt zufrieden sein? Ach was... ich bin schon immer aus der Art geschlagen... ich mach das jetzt einfach mal so. Von den anderen ist jedenfalls niemand geschieden."
"Stimmt", bestätigt Falco, "weil ein paar zu feige dafür sind."
"Ich kann das trotzdem toppen", triumphiert Anne, "ich habs noch nicht mal vor den Traualtar geschafft. 3 Kinder von 2 verschiedenen Männern, aber immer noch ledig. Meine Mutter kaut mir schon seit 10 Jahren ein Ohr ab, dass sich das nun langsam mal ändern müsste."
"Ich doch auch", bekennt Falco, "wir Schwulen dürften zwar heiraten, aber ich wollte noch nicht so dringend. Kinder hab ich natürlich gar keine. Ich bin also der Beste von den Schlechtesten!"
Wir lachen herzlich darüber, genau wie früher... oh wie schön! Und dadurch fällt es am Siegertisch nun doch mal dem einen oder anderen auf, dass wir a) auch da sind und b) gar nicht bei ihnen sitzen. Dirk nimmt sein Glas und kommt zu uns nach hinten.
"Ich setz mich mal zu euch", sagt er.
"Klar, mach nur!" Anne klopft auf den leeren Stuhl neben sich.
"Was macht ihr denn so inzwischen", will Dirk wissen, "wie läuft's?"
Früher war Dirk mal Gruppenratsvorsitzender, und diesen rechenschaftsheischenden Tonfall hatte er schon damals drauf. Falco ist der Erste, der darauf anspringt und mit dem breitesten Grinsen überhaupt verkündet: "Gaaaaanz mies läuft's bei mir. Ich bin immer noch ein warmer Bruder und immer noch ein kleiner angestellter Buchhändler."
"Und ich arbeite zur Zeit gar nicht", legt Anne nach, "ich hab mir mit fast 40 noch ein Kind unterjubeln lassen, und wir warten noch auf einen Krippenplatz."
"Ich arbeite schon", erklärt Bea, "von irgendwas müssen Scheidungskinder ja leben. Viel kommt aber nicht rum... ich hab noch nicht mal ein Auto."
"Wie, du hast kein Auto", fragt Dirk entgeistert, "geht das heutzutage überhaupt?"
"Klar geht das... ich bin genauso hier wie du, und ich war sogar etwas früher da. Und wenn wir schon gerade dabei sind: ein Smartphone hab ich auch nicht."
Nachdem er den letzten Schluck genommen hat, springt Dirk auf. "Ihr verarscht mich doch!", vermutet er, "Schade, es hätte ich wirklich interessiert, was aus euch geworden ist."
Während er wieder in Richtung Prominenz schlendert, können sich die drei selbsternannten Flitzpiepen das Quietschen kaum verkneifen.
"Tja", fasst Bea zusammen, "es ist tatsächlich noch alles wie immer. Die Wahrheit ist genau das, was keiner hören und schon gar keiner glauben will."
Und Falco fügt hinzu: "Ja, alles wie immer... wir haben noch genauso viel Spaß dran, nicht so zu sein wie die."
Plötzlich erhebt sich Christiane und ruft laut in die Runde: "Ach übrigens, ich habe letzte Woche mit Timos Bruder telefoniert und soll alle schön grüßen. Timo wäre heute gern gekommen, aber er steckt ja beruflich auf Long Island."
Alle Augen sind auf Christiane gerichtet, als käme sie vom Mond. Sie hatte von allen Mitschülern die weiteste Anreise, lebt jetzt 500 km südlicher. Früher war sie mal einige Monate mit dem besagten heute nicht anwesendem Timo zusammen. Natürlich spürt sie, dass die einen betreten zu Boden schauen und die anderen sie in der Hoffnung auf eine Pointe gespannt anglotzen.
"Was guckt ihr denn so?", wundert sie sich.
"Timo", überlegt Markus, "ist der denn überhaupt schon wieder draußen?"
"Was meinst du mit draußen?", wundert sich Christiane.
"Na, der sitzt doch."
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(My first freestyle... zum Glück laufen meine eigenen Klassentreffen anders ab.)
Tags: Klassentreffen





Kommentare
Sehr schöne Fassaden-Geschichte! :)
11.02.2013, 16:24 von TheSunriseMeine Mutter wurde letztens von der Mutter eines alten Klassenkameraden von mir gefragt, ob ich denn schon verheiratet sei ;)
tja, hauptsache die fassade passt und steht einem gut
15.12.2012, 11:21 von PuyStVincent