Ich will weiter
doch ich weiß nicht wie
*Es ist bedeckt, Etwas diffus.
Wir sind Klatschmohn zwischen den Rapsfeldern.
Das Gespräch der beiden vorn dringt nicht zu uns durch.
Wir sitzen auf der Rückbank, gedrängt zwischen dem Gepäck.
Sie in der Mitte.
Wir versuchen zu schlafen.
Immer wieder falte ich meine Jacke, verlegen,
Die Augen geschlossen.
Wir schaukeln im Dunkeln.
Ich warte darauf, zähle darauf. Jetzt eine Rechtskurve!
Wir streifen einander. Und wieder.
Ich greife nach ihrer Hand, versuche sie zu fassen,
Doch,
Nur ein Hauch von ihr.
Noch einmal, ich suche den Takt, Und wieder.
Wir eilen aufeinander zu und ganz allmählich,
Umschließen sich unsere Finger.
Da ist er wieder, dieser Mantel, der sich um sie legt, dieser Schleier,
Diese Wärme.
Ich will weiter,
Doch,
Ich weiß nicht wie.
Doch, doch, jedoch, sie löst sich.
Ich bleibe zurück.
Ich öffne die Augen, die Gegenwart schmerzt. Ich muss blinzeln.
Wir sind da.
Mir fehlen die Worte.
Es war vergebens, sie hat nichts bemerkt.


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Kommentare
liest man gerne.
21.08.2009, 10:46 von Soeyee"Wir sind Klatschmohn zwischen den Rapsfeldern." - irgendwie sehr toll, dieser Satz.
@Soeyee ...es war ein winziger roter peugeot :)
21.08.2009, 11:06 von solitariaGefällt mir voll gut. Irgendwie traurig ohne traurig zu sein...
03.10.2008, 20:23 von Kateeeein bisschen hoffnung auf "love will tear us apart again"
17.08.2008, 12:33 von MorgenrotSehr schön traurig. Nicht deprimierend, sondern schön.
10.08.2008, 19:20 von kleinepiratin