wundersylphe 30.11.-0001, 00:00 Uhr 1 1

Ich muss jetzt mit mir selbst klar kommen – äh…wie geht das?!

Gar nicht so einfach wenn die Gedanken wieder anfangen zu kreisen, sich immer tiefer graben und dann in Verzweiflung enden.

Habe ich mich eigentlich schon mal glücklich gedacht? Ich glaub nich. Gar nicht denken kann aber auch nicht der richtige Weg sein. Dann wohl eher „mit sich selbst im Reinen sein“. Oder? Und wie geht das überhaupt?! Was IS das überhaupt?!

Ich tippe das jetzt nicht in eine Suchmaschine ein, sondern definiere das für mich so: alles was war so akzeptieren wie es ist und als „Lernen“ begreifen, nichts bereuen, in allem seinen Sinn sehen, mehr auf sich selbst achten, das tun was mir gut tut und was sich richtig anfühlt – alles andere sein lassen oder eben anders machen.

 

Akzeptieren, dass das was sich wie große Liebe angefühlt hat keine war? Kann ich. Ich hab mich ja aus Vernunft getrennt. Ich bereue die Zeit nicht, ich hab ja schließlich viel gelernt. Und zurück will ich X auch nich. Hört sich schon verdammt nach „mit sich selbst im Reinen sein“ an! Ich vermiss X aber trotzdem! Kacke.

 

Meine Familie is sauer auf mich, weil ich 600km weit weg geh. Aber eigentlich wurde ich von denen eh nie in dem unterstützt, was ich wirklich machen wollte. Oder wenns mir schlecht ging. Ich brauch die also gar nich. Trotzdem komisch. Der Gedanke keinen Rückhalt in der Familie zu haben reißt mir manchmal den Boden unter den Füßen weg. Wahrscheinlich weil das Konstrukt Familie gesellschaftlich so aufgeladen ist. Aber weil ich mir ja vorgenommen habe mehr auf mich zu achten, gehe ich trotzdem weg und male mir in Gedanken nicht aus wie enttäuscht die alle von mir sind.

 

Meine Wunschfamilie lass ich auch 600km hinter mir. Die hasst mich nich dafür und findet sogar gut, dass ich meinen eigenen Weg gehe. Ihr werdet mir fehlen. Sehr. „Aber es gibt ja Skype“. Ja. Es gibt ja Skype. Ich lass mich dann einfach von wem Fremden in den Arm nehmen und stell mir vor ihr seid das. Nein. Ich bin ja stark und schaff das! Und schließlich bin ich ja auch nicht aus der Welt. Vielleicht sollte ich wirklich nicht so viel DARÜBER nachdenken.

 

Langsam habe ich das Gefühl, dass der Schlüssel doch im „weniger Denken“ liegt. Aber nur wenn es darum geht sich selbst auszumalen wie enttäuscht jemand von mir ist - und wenn ich es selbst bin. Oder wie schön etwas gewesen wäre - aber nicht ist. Vielleicht lieber darüber nachdenken wie schön etwas sein wird? Mach ich. Aber sich die ersten beiden Dinge zu verbieten? Find ich ja jetzt schon n bisschen schwer.

 

Ich bin jetzt mal ganz ehrlich zu mir selbst:

Ich

hab

ANGST!

Angst vorm alleine sein und deswegen will ichs lernen. Ich will keine Angst mehr haben. Ich will mein eigener Held sein. Unabhängig sein. Mit mir selbst im Reinen sein. Mmmmmmh das klingt toll. Ich spring jetzt einfach ins kalte Wasser, reiße sämtliche Brücken hinter mir ein und schaue nach vorne. Ich werde daran wachsen, viel lernen und stärker aus allem raus gehen, als ich jetzt bin. Mir wirds mal mies gehen, aber das geht schon in Ordnung. Ich schaff das trotzdem! Und wenns gar nicht mehr geht, fahre ich eben 600km zu meiner Wunschfamilie und lass mich wirklich in den Arm nehmen. Weil: ganz alleine muss ich das ja dann doch nicht machen. Und das is okay so. Doch gar nicht so schwer, dieses „mit sich selbst im Reinen sein“. Man muss eigentlich nur konsequent sein. Ich mach das jetzt mal...

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Kommentare

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    Ich tippe das jetzt nicht in eine Suchmaschine ein, sondern definiere das für mich
    so:

    Lustig, denn ich hab das in eine Suchmaschine eingetippt und bin bei dir gelandet.

    Und: sein eigener Held sein. Schön.


    05.04.2013, 14:16 von minulay
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