gewisse dinge die mir auf der seele liegen
ein weiterer beitrag der sinnlosen information meinerseits
sitzen, sehen, lesen denken
mir ab und zu den hals verrenken
nach einem strahl, nach einem see,
nach einem bub, nach meinem zeh.
den kopf ans bettregal gestützt
so sitze ich, hölzern bemützt,
eingeklemmt durch weich und hart.
hätte ich nur einen bart
(und wäre männlich, sozusagen)
könnt ich so viel mehr vertragen
als wie ich bin, so klein und zart.
kleider auf wackeliger stange
wo sie schon hängen viel zu lange.
es fehlt an mut, es fehlt an zeit,
es fehlt an wahrer motivation
und ich muss sagen, dass obschon
die kleider auf der stange
nicht dort sind wo ich sie gern hätt,
es soll ein bild entstehn.
von zeit
und von vergänglichkeit.
identität und sinnessuche.
ein großes werk.
um abzuschließen, endlich nun,
mein wackres, unbeständig tun,
das meiner meinung nach
kein ziel und keinen boden kennt,
sondern rennt, und mir davon,
immer meinem griff entwischt,
wie die rakete die entkommt
bevor sie den ozon durchbombt.
meine schläfe pocht.
bin nicht erpicht.
ich bin von einem andern schlag.
dachte ich zumindest immer.
bin ein fröhlich frauenzimmer.
dachte ich.
denk ich noch.
was ist die wahrheit?
sags mir doch.
dabei such ich nur ein wort, ein klitzeklitzekleines wort.
statt des riesengroßen, weisen wortes,
das mich raufkatapultiert
in die zonen der gepriesnen
und der hundertmal gelesnen
und der hundertmal zitierten.
jetzt lieg ich hier,
nas in der deck
ohr im eck
füße an der wand
und habs erkannt.




Kommentare
"dabei such ich nur ein wort, ein klitzeklitzekleines wort."
11.08.2007, 02:00 von Federicoich -
... kanns nicht finden. leider, sonst würd ichs dir jetzt schreiben, wie sehr mir dieser text gefällt.