DanseArdemment 01.01.2009, 04:00 Uhr 2 1

Eine gewisse Form von Leere

Der Nachhall der Stimmen, das Echo einzelner Sätze im Kopf, ein kurzes Flimmern aber sonst nichts als Leere, eine Ahnung von Gefühlen und ein Seufzer.

Es ist gleichgültig, was ich mache, mit wem und zu welchem Anlass.
Wenn ich unter Menschen bin, etwas unternehme, sei es weg zu gehen oder aber in privater Gesellschaft einen netten Abend zu verbringen, irgendwann kommt der Punkt, wo sich das Ganze auflöst, man nach Hause zurückkehrt.
Unweigerlich werde ich beim Betreten des Hauses, nur noch von mir selbst umgeben, von Leere erfüllt.
Es ist ein altbekanntes Spiel und wirklich immer das Selbe.
Der Nachhall der Stimmen, das Echo einzelner Sätze oder Szenen im Kopf, ein kurzes Flimmern aber ansonsten nichts als eben jene Leere, eine Ahnung von Gefühlen und ein Seufzer.
Es ist merkwürdig, aber ich war noch nie fähig, mich an diesem Punkt einfach ins Bett fallen zu lassen und wegzuträumen.
Egal wie müde ich bin, außer ich ertrinke förmlich in Müdigkeit, kann kaum noch die Augen offen halten, was quasi nie passiert, denn diese Form von Müdigkeit kenne ich eigentlich nur tagsüber, etwas hält mich wach.
Fast immer fahre ich meinen PC doch noch mal hoch, oder schlage zumindest ein Buch auf, manchmal lege ich mich auch einfach ins Bett und denke noch eine kleine Ewigkeit nach.
Aber die Leere umfasst mich doch, nüchtern und verlässlich umschließt sie mich und scheinbar alles Andere, was in mein Blickfeld rückt, jede Zeile eines Buches, jeden Gedankengang.
Ich gewöhne mich nicht an sie und doch ist sie auf Gewisse Weise eine beruhigende Konstante, derer sich mein Kopf zwar bewusst ist, von der ich mich auf der Gefühlsebene aber immer wieder überrascht wähne.
Sie verlässt mich, endlich, wenn mich der Schlaf ereilt, meist bleibt nur ein kaum fassbarer Hauch, der sich mit der Zeit entgültig verflüchtigt.

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Kommentare

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    gut in Worte gefasst!

    20.05.2009, 20:38 von butterflying
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