Lexy87 24.03.2010, 17:18 Uhr 0 0

durch den wald.

die kunst der kleinen schritten mit blick gen boden.

|irgendwann geht man unter die decke, ganz weit weg vom erdboden. mit dem kopf und in gedanken immer ca. 1,65m über dem boden und wenn man dort nicht bleibt, hebt man ab, verliert jeden bezug zur wirklichkeit; es wird nicht mehr auf den boden geschaut - nur noch in die luft, nase ganz weit oben...

nur als kleines kind beobachtet man seine kleinen schritte, tappst durch die welt, läuft durch den wald und erfreut sich an den kleinen dingen des lebens, an einem kleinen stein, einem stöckchen, mal plumpst man hin, aber man steht auch wieder auf, vielleicht mit einem weinenden auge, weil man sich erschreckt hat, aber auch mit einem lachenden auge denn so schnell wird sowas nicht nochmal passieren.

und so geschieht es, man wird größer, entfernt sich (und seinen kopf samt gedanken und dem eigentlichen ich) immer weiter vom boden, gen himmel. man wird erwachsen, aber was heißt das denn genau? über 1,60m groß sein? volljährig sein? wer die nase am höchsten hält, ist erwachsen?

es gibt formelle bedingungen, die einen erwachsen scheinen lassen - doch am allerliebsten krieche ich über grund und boden und erfreue mich an all den kleinen dingen, die das leben ganz groß machen.

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