Konfettischwester 30.11.-0001, 00:00 Uhr 0 3

Deshalb gab es mich.

Am Ende will ich all meine Gedanken verdichten können, zu einem großen Ausrufezeichen: Deshalb war ich hier. Deshalb gab es mich.

Ich brauche keine Gradlinigkeit, ich suche die Umwege im Leben, denn das Ziel kenne ich noch nicht. Ich suche Grenzerfahrungen, zwischen Essstörung & Exzess.

Aus Rauschzuständen generiere ich Kraft, aus Schwermut Ruhe. Ich will gleichzeitig auf die Bremse & Gas treten und Leiden als Bereicherung ansehen, auf dem Weg zur Bewusstseinserweiterung und der Erkenntnis des eigenen Ichs.

Mit jeder Erschöpfung dringe ich tiefer in mein Selbst ein. Ich akzeptiere die melancholische Seite in mir, es tröstet mich & ich mache sie mir zunutze. Je tiefer das Leid, das mein Herz durchlebt, je rasender die Gedanken, je größer das Ungleichgewicht - desto tiefer vermag ich in mich selbst einzutauchen.

Wie bei Beckett ist auch mein Geist belagert, eine rastlose Endlosschleife an Gedanken gebietet mir, am Ende Antwort auf eine Frage zu finden - wer bin ich?

Und eben die Suche nach jener Antwort wird mich am Leben halten, wird mich an Abgründe führen und mich zwingen, in mich selbst einzutauchen.

Am Ende will ich all meine Gedanken verdichten können, zu einem großen Ausrufezeichen: 
Deshalb war ich hier
Deshalb gab es mich
!

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