MiniMouse 30.11.-0001, 00:00 Uhr 3 0

Das Ding mit der Liebe

Was liegt schon zwischen Traum und Wirklichkeit?


Es ist 3:47 und ich liege hellwach in meinem Bett, die Gedanken und mein Magen fahren Achterbahn. Ich hatte einen Albtraum. 

Ich gebe zu, dass ich in den letzten Monaten nicht gerade sehr standhaft war. Ich steckte zwischen den Erinnerungen der schönsten anderthalb Jahre meines Lebens fest, gepaart mit dem Gedanken, dass es bei einem Neustart nie mehr so sein wird wie früher. Doch manche Dinge die du gesagt und getan hast, haben mir irgendwie die Hoffnung und den Mut gegeben zu glauben, dass ich mich vor einem halben Jahr einfach nur verlaufen habe und du mir den Weg zurück zeigst. 

Und auf einer gewissen Weise stimmte das auch. Jedoch ist mir nicht aufgefallen, dass jemand mit dir lief und dir die Kraft gab, die ich dir genommen habe. 

Umso größer war der freie Fall, also ich dieser Person begegnete. Und zwar zufällig vor deiner Haustür. Ich war mit der Absicht gekommen,  meinen Fehler, dass ich an der Kreuzung falsch abgebogen bin zuzugeben, und zu zeigen, dass ich mir die zurück zur Hauptstraße gehen will. Die Tatsache, dass du mich dort an der Haustür hast stehen lassen war eines der erniedrigtesten Gefühle meines Lebens. 

Doch ich sah einen Lichtblick, du sagtest, dass du mir hättest erzählen sollen, dass du jemanden kennengelernt hast, der dich begleitet, den du gerne hast und der dir eine gewisse Lebensfreude gegeben hat, die ich dir genommen habe. Ich hab gedacht, dass das okey sei, solange du jetzt ehrlich zu mir warst und du dir überlegst, ob die Person es wert wäre, mich alleine umherirren zu lassen oder ob wir den Weg zurück zur Hauptstraße gehen wollen. 

Und ich glaubte dir, als du sagtest, dass du deine Ruhe brauchst um darüber nachzudenken. Dass du ehrlich zu mir sein würdest. Du standest sogar in der Mittagspause vor meinem Arbeitsplatz um mich zu verabschieden als du weggefahren bist. 

Doch du warst nicht ehrlich. Die Erkenntnis frass sich wie die Hitze an diesem Tag in mein Herz. Du hast es nicht mal geleugnet, du hast gesagt du wärest feige. Du bist sogar einen Tag länger geblieben mit Ihr und hast ein Programm gemacht, dass romantischer nicht hätte sein können. Nur passte deine Aussage dazu nicht, dass du mich liebst. Und ich wollte dir so gerne glauben, doch deine Taten passten einfach nicht zu deinen Worten. Ich verstand nicht, wie du so eine große Sache sagen und gleichzeitig durch eine heiße Berliner Nacht mit jemanden anders laufen konntest. 

Als ich verweint und betrunken im Bett lag, sagtest du es täte dir leid. Ich glaubte dir zum ersten Mal. Du sagtest auch, dass dir die Person etwas bedeutet, aber dass du mit mir zurück zur Kreuzung gehen willst, um einen Neustart zu wagen. 

Heute morgen starrten wir zusammen gegen die Decke. Unsere Körper klebten dank Hitze des Tages und unserem Schweiß zusammen. Ich fühlte mich wohl, trotz einer ängstlichen Spannung im Raum. 

Keine 24 Stunden später liege mit Übelkeit im Bett. Ich habe von heißen Nächten bei Berliner Peotry Slams, im Kabarett und in Museen geträumt. Das schöne an Träumen ist, dass man erwacht und feststellen kann, dass sie nicht wahr sind. Heute ging das für mich nicht. 

Ich hoffe, dass das unseren neuen Weg nicht kaputt macht. 


Tags: Angst, Neustart
3 Antworten

Kommentare

  • Kommentar schreiben
  • 0

    Ich verstehe ja manchmal nicht, was daran immer so bemerkenswert schwierig sein soll...?

    03.09.2016, 11:03 von sailor
    • 0

      an peotry slams? man weiß es nicht

      03.09.2016, 20:09 von MiniMouse
    • Kommentar schreiben
  • 0

    Wenn ich von berliner Poetry Slams träumen würde, dann wäre mir sicher auch übel. Aber so richtig kotz.

    02.09.2016, 18:32 von Elvira_Nocturna_Imperialis
    • Kommentar schreiben

NEON fürs Tablet: iOS und Android!

Neueste Artikel-Kommentare