wonderchild. 27.01.2012, 14:53 Uhr 2 9

Away from you

Mein Leben läuft falsch. Rückwärts. Ich gerate in alte Muster. Bin so verdammt einsam.

Ich laufe. Renne. Haste durch die Straßen meiner Heimat. Vorbei an fahrenden Autos. Nehme das Hupen kaum wahr. Weiß nicht wohin. Wo mir mein Kopf steht. Weiß nichts. Bin unwissend. Habe sämtliche brauchbare Gedanken verbannt. Ich stoppe. Strauchel. Falle auf die Knie. Schreie mit aller Kraft. Dass ich dich brauche. Und liebe. Und will.

Mein Leben läuft falsch. Rückwärts. Ich gerate in alte Muster. Bin so verdammt einsam. Jedes Mal wenn ich einen Schritt vorwärts machen will, stehst da du und versperrst mir den Weg.
Den Weg ins Freie.

Ich würde mich gerne los reißen und davon laufen. In die Arme von jemandem, der meine Liebe zu dir, mit seiner Liebe überschwemmt und einfach alles flutet. Ich hatte mal ein Leben. Es war nie perfekt, nie vollkommen. Und dann kamst du. Hast vieles zusammengefügt und vieles auseinander gerissen. In mir und auch um mich herum. Dann plötzlich habe ich dich geliebt.

Ich habe keine Lust mich irgendwo einzugliedern. Mich zu benennen oder in eine Schublade gesteckt zu werden.Ich bin ich. Ich bin ein Mensch, nur ein Mensch. Niemand, den man höher oder niedriger abstufen kann als andere, nur weil ich anders als andere handle.
Ich hasse diese Welt. Ich gehöre hier nicht hin. Wenn es etwas anderes geben würde, ein anderes Leben, einen anderen Ort, an dem man sein kann, dann wäre ich gerne dort. Ich wäre gerne irgendwo, wo man nicht träumt. Träume sind zu etwas gefährlichem in meinem Leben geworden. Sie machen mich unendlich verletzbar. Und alles was ich anstrebe ist diesen Panzer um mich herum zu schützen. Mit allem was ich habe. Denn wenn ich träume, dann träume ich davon geliebt zu werden. Und dann, wenn ich aufwache, dann fällt diese Wärme, dieses Gefühl von 'nicht-mehr-allein-sein' einfach von mir ab. Als würde ich wirklich und wahrhaftig fallen & aufschlagen.

Es ist so traurig. So verdammt enttäuschend. Dass ich nur noch eine Erinnerung für dich bin. Irgendjemand aus der Vergangenheit. Jemand, der dir mehr weh, als gut getan hat. Ja. Wir beide waren nicht perfekt. Aber ich habe dich geliebt.
Ich breche sämtliche Versprechen die ich mir selber gemacht habe.
Denke täglich eine Millionen Mal an dich. Muss mich dazu zwingen, dir nicht irgendwelche verzweifelten Smsen zu schreiben. Weißt du was das schlimmste ist?
Ich weiß nicht mehr, wie sich deine Stimme anhört. Wie du aussiehst. Wie du mich gekuschelt hast. Ich weiß nicht mehr wer du bist. Und weißt du was noch schlimmer ist?
Jedes einzelne Überbleibsel in meinem Kopf über dich, ist weg. Ich weiß nicht was mit diesen Andenken an dich passiert ist. Ich glaube, es ist wie bei einem Trauma. Man schließt das Schlimme weg. Bis es einen wieder einholt. In meinem Fall sind diese Erinnerungen an unsere Zeit mein Trauma. Denn jedes Mal, wenn ich zu tief grabe, zu viel von dir hervorhole, falle ich in mein selbstgegrabenes Loch. Und bleibe liegen. Bis mir jemand heraus hilft. Aber die Wunden bleiben. Immer.

Und es ist erbärmlich, dass ich dich immer noch liebe.

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2 Antworten

Kommentare

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  • 0

    unfassbar gut!

    31.01.2012, 14:17 von trimipramin
    • 0

      vielen dank :)

      03.02.2012, 22:57 von wonderchild.
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