ich.lese.gern 12.06.2008, 16:18 Uhr 2 0

An jedem verdammten Dienstag

wenn man nur noch für die fünf bis sieben minuten in der woche mit einem bestimmten menschen durch die zeit geht.

ein jeder kann nun lesen
worum's mir im leben geht.
der wind, der von nun an weht
mich hinzaubert zu diesem wesen.

da sitz' ich im kursus der sprache
träumend und an nichts denkend.
es tritt herein, mit der tasche schwenkend
ein hübsches gesicht in toller aufmache.

keineswegs soll der gedanke dazuführen
es handle sich hierbei um ein flittchen.
nein, wenn dann schneewittchen
doch nichts soll falsche gedanken schüren.

sie ist von kleinerer statur
schüchternheit ist ihr naturell.
in bunten farben leuchtet sie hell
kunst und malerei liegen ihr in der natur.

es ist eine stimme wie glas und eis
gleichzeitig sanft und ablenkend.
das gesprochene selbst beindruckend
der sinn stets geschlossen wie ein kreis.

wenn die unterrichtszeit abgelaufen
beginnt für mich meine langersehnte zeit.
aus dem raum und ein stück laufen wir zu zweit
zum schluß bleiben mir erinnungen zu haufen.

der moment des umdrehens beim abschiednehmen
gleicht dem umdrehen der großen sanduhr.
wieder halte ich ausschau stur
um die ungeduld bis zur nächsten woche zu zähmen.

zu hoffen, dass jene stund doch bald kommen mag
mehr kann ich grad nicht tun.
gewiss, genutzt wird sie opportun
an jedem verdammten dienstag.

2 Antworten

Kommentare

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    nein, schlecht find ich's nicht

    19.08.2008, 06:13 von tanzendesocke
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