Kayah 07.10.2009, 12:26 Uhr 1 2

Adam und Lolita

Dort steht sie, weinend, zwischen den Faltsternen aus Tonpapier ihrer Kindheit.

Ihr Haar kringelt sich in weissblonden Locken um die Enden ihrer Ohren, über ihre Nasenspitze, hinab auf die Blätter ihrer Schultern.
Sie ist schön, sie ist jung, sie ist alles was Mann sich wünscht, ..., sie ist traurig.
Eine Strähne wird aus ihrem Gesicht gestreift, eine Träne tropft ihr auf die Fingespitze, sie zupft an einer Locke und die Träne rinnt an ihrem Daumen hinab, in die Beuge zwischen ihm und dem erhobenen Zeigefinger.
Mit glänzend feuchten Augen, nimmt sie die feuchte Stelle ihrer Hand zwischen ihre rosaroten Lippen, um das salzige Nass abzulecken.
Sie schliesst ihre Lippen und zurück bleibt ein klebrig salziger Film.
So gern würde er ihn mit seiner Zunge von ihr nehmen,
doch er darf nicht.
Sie ist vierzehn, er ist vierzig.
Sie steht zwischen den Faltsternen aus Tonpapier und weint,
er sehnt sich nach dem Salz auf ihren Lippen.
Adam und Lolita

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Kommentare

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    Schweres Thema, schön beschrieben!

    08.02.2011, 16:00 von AnnaLea
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