Wie macht man eigentlich …die perfekte Arschbombe?
Vom Beckenrand springen ist langweilig: Oliver Schill, erfahrener Kunst-, Turm- und Klippenspringer erklärt, wie die perfekte Arschbombe funktioniert.
Geschichte
Die Arschbombe wurde nicht von Proleten im Schwimmbad erfunden, um Mädchen nass zu spritzen und Rentner zu empören. Auf Hawaii gab es schon um 1700 »Lele Pahu«-Wettbewerbe. Wörtlich übersetzt bedeutet »Lele Pahu« »wie eine Trommel tauchen«, denn eine richtige Bombe macht Krach. Mit dem Ziel, beim Eintauchen möglichst stark zu spritzen. Heute nutzt die DLRG (Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft) die Arschbombe bei Sprüngen in unbekanntes Gewässer, um zu tiefes Eintauchen zu vermeiden.
Übung
Mit einem Vorurteil muss aufgeräumt werden: Der Profi trägt maximal zwei Badehosen. Alles andere ist verpönt. Der Schmerz gehört dazu. Beim Sprung vom Zehnmeterbrett ist der gewaltig. 65 bis 70 km/h erreicht ein Springer im Flug. Bei einem Bremsweg von nur 1,5 Metern kann man sich vorstellen, was für Kräfte auf den Körper einwirken. Also wird erst mal am Einmeterbrett geübt. Der Bundestrainer Patrik Baumann entscheidet, wann ein Springer höher hinaus darf. Nach Training am 3er-, 5er- und 7,5er- winkt dann endlich das 10er-Brett.
Bombe
Gesprungen wird vom Zehnmeterturm. Für die klassische Arschbombe werden beide Beine angezogen. Die Hände kommen an die Schienbeine, die Knie sollten auf Schulterhöhe sein. Hintern und Fußsohlen müssen das Wasser als Erstes berühren, so erreicht man die maximale Spritzkraft und vor allem die gigantische Lautstärke. Beim Eintauchen muss der Körper angespannt sein. Beim Wettkampf wird auch auf neutralen Gesichtsausdruck (trotz Schmerz) und technisch einwandfreie Flugphase geachtet. Wettkampf Peckla, gesprochen »Beggla« kommt aus dem Fränkischen und bedeutet Päckchen. Der Pecklaman-CUP 2004 findet als weltweit ausgeschriebener Wettkampf vom 13.8. bis 15.8. statt."Wichtige Links zu diesem Text"
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