Von der relativen Unmöglichkeit, wachende Hunde zu wecken
Wie berührt man jemanden, der sich in einem eingenistet hat?
Die einfachsten Worte sind manchmal am schwierigsten auszusprechen und die leichtesten Dinge am schwersten zu tun.
Wie fragt man nach dem, was offenkundig ist? Wie erzählt man jemandem von einem Traum, aus dem man nicht aufwachen will?
Ob es da etwas gebe, was sie wissen müsse, fragt sie, während er gerade am anderen Ende der Welt Paranüsse verkauft oder auf einem dreibeinigen Eichhörnchen durch die Prärie reitet.
Er findet diese Frage seltsam – in Anbetracht der Tatsache, dass sie mitten in der Antwort steht.
„Ich kann dir sagen, wo Kanada liegt.“
Wie berührt man jemanden, der sich in einem eingenistet hat?
Man schüttelt den ganzen Tag lang den Kopf. Vielleicht geht der Mund dann irgendwann von allein auf und man sagt zu jemandem, den man gar nicht kennt, dass man alles über ihn weiß - einfach so. Dass man Abenteuer mit ihm zusammen erlebt hat, ohne dass er dabei war. Oder dass man sich an gemeinsame Geschichten erinnert, die noch gar nicht passiert sind.
Und nicht zuletzt, dass alles, was nach einer Zeit versuchter Besinnung plötzlich so unklar und zweifelhaft scheint, trotzdem das Einzige ist, das man für wahrhaftig hält.
„Ich könnte rückwärts laufen“, sagt sie, „aber dann müsste ich den Kopf nach hinten klappen, um zu sehen, ob du mir entgegenläufst.“
„Vielleicht“, sagt er, „ist die Welt heute ja gar nicht rund.“






Kommentare
Trauriges Ende, zumindest wenn man es so interpretieren will
06.06.2012, 20:04 von chefenteach. lauter lieblingssätze...
06.06.2012, 16:58 von SommerscheinEin bisschen magisch irgendwie. Gefällt.
06.06.2012, 14:08 von schmetterlingslachenIch gebe zu ich verstehs nicht ganz, aber ich lese es gerne.
06.06.2012, 09:04 von TaneaMir kommt es auch so vor, wie wenn es um ne psychische Krankheit geht?!
Sogar um die schlimmste von allen.
06.06.2012, 20:36 von JackBlackJojodat. Und der Gesunde steigt gar nicht erst in die Wanne ein - ob er normal ist oder nicht.
06.06.2012, 20:38 von JackBlackJetzt hast du den coolen Witz nicht verstanden! :)
07.06.2012, 12:48 von JackBlackeinfach toll. weils einfach was anderes ist.
05.06.2012, 22:43 von hope-and-loveIch vermute, dass ich genau die Dinge kann, die ich kann, liegt schlicht und ergreifend daran, dass ich genau die bin, die ich bin. Jedenfalls meistens.
05.06.2012, 19:02 von JackBlackInteressante Antwort, wenn ich mich mal einklinken darf. Der Umkehrschluss wäre aber erschreckend, oder? Aber ich weiß, man soll das eigentlich nicht tun...
05.06.2012, 19:08 von Mrs.McHWas wäre denn der Umkehrschluss?
05.06.2012, 21:40 von JackBlackdie frage war ja eher rhetorisch gemeint, vermute ich... und die betonung lag auf: "sonst niemand kann"
05.06.2012, 21:47 von Gluecksaktivistinwas ich nur so bestätigen kann
du stichst extrem positiv heraus! :)
Mir ging es um ihre Antwort, die ich nachdenkenswert empfand.
06.06.2012, 06:59 von Mrs.McH@JackBlack: einfach umgedreht würden Leute, die sowas nicht können, nicht die sein, die sie sind. Aber ich kann nach einer Nacht meinen eigenen Einwand nur unterstreichen: so einfach umdrehen funktioniert nicht. Deine Aussage ist dennoch ziemlich treffend, wenn man sie verallgemeinert: Wer ist, wer er ist, kann, was er kann. Das gefällt mir. Dem extrem positiv herausstechen Deinerseits schließe ich mich an. Deine Texte sind wunderbar außergewöhnlich!
ich habe mich nicht auf dich bezogen Mrs.....
06.06.2012, 09:32 von GluecksaktivistinOh.. ok, jetzt wo Du es sagst ;-)
06.06.2012, 09:40 von Mrs.McHMrs.McH, du ziehst seltsame Umkehrschlüsse. ;)
06.06.2012, 20:54 von JackBlackIch wollte ja wirklich nur sagen, dass kein anderer die Dinge so tut, wie ich sie tue, weil nur ich ich bin.
Es sei denn, ich bin gerade Dieter Thomas Heck. Aber dann träume ich.
Und ich freu mich immer sehr, wenn meine Texte postiven Anklang finden. :)
!
04.06.2012, 22:37 von Gluecksaktivistinwer macht eigentlich mcdreamys abwesenheitsvertretung?
04.06.2012, 17:21 von frl_smillaICH!
schön.