Schön dass es euch gibt!
Der Traum vom Titel ist geplatzt – doch Sieger unserer Herzen seid ihr längst. Niemand sonst hat es geschafft unser Land so zu einen wie unsere Elf.
54, 74, 90, 2006: Unsere Nationalelf hat uns träumen lassen – und mit ihnen träumte ein ganzes Land. Noch beim letzten Spiel vor der WM trug die Klinsi-Elf einen Banner über den Rasen. Die Aufschrift: Ein Land, ein Traum, Weltmeister 2006.
Auch ich habe fest an unsere Mannschaft geglaubt. Bei jedem Spiel von Odonkor & Co. war ich in der Fanmeile meiner Stadt. Bestens ausgerüstet mit Trikot und der Aufschrift „Wir werden Weltmeister“ und natürlich der obligatorischen Deutschlandfahne in der Hand.
Inmitten von einem Meer aus Schwarz-Rot-Gold herrschte eine unvergessliche Atmosphäre. Zwischen tausenden geschwungenen Fahnen ertönten Gesänge von „Steh auf wenn du ein Deutscher bist“ bis zu „Schwarz und Weiß“. Vom Baby im Ballack-Trikot bis zum Rentner, der die aufgemalte Fahne im Gesicht trug fieberten alle mit der deutschen Mannschaft. Und nach den Siegen zogen die Autokorsos durch die Städte um auch im letzten Winkel Siegesfreude zu verbreiten.
Die Nationalelf hat etwas einmaliges geschafft: Unserem Land die Hoffnung zu geben, einfach „alles“ zu schaffen. Das Unmögliche war greifbar nah. Was vor der WM noch wenige für möglich hielten, kam uns mit jedem Torschuss näher. Das gemeinsame Ziel vor Augen - und das ganze Land steht hinter unserer Elf. Landauf landab ist Schwarz-Rot-Gold präsent. Und wir sind stolz darauf! Stolz auf unsere Jungs – und nicht zuletzt stolz auf Deutschland. Zum ersten Mal seit 1945 wurde wieder Flagge gezeigt. Die Nachkriegsgenerationen können wieder ohne schlechtes Gewissen und dem Beigeschmack des Nationalsozialismus stolz darauf sein Deutscher zu sein und dies auch öffentlich demonstrieren. Steh auf wenn du ein Deutscher bist. Was als Stadion- und Fanmeilengesang unsere Jungs anfeuerte, stärkt unser Gemeinschaftsgefühl. Denn auch wenn wir das Ziel knapp verfehlt haben. Dieses Gefühl inmitten tausender zu stehen und sich von der motivierenden Atmosphäre mitreißen lassen kann uns keiner nehmen. Wir haben unsere Elf von Herzen unterstützt. Und auch der Rest der Welt hat mitbekommen, dass wir nicht zu unterschätzen sind. Denn die Hoffnung stirbt zuletzt. Und wir geben noch lange nicht auf, unser Traum wird weiter geträumt. Oder um es mit den Sportfreunden zu sagen: 54, 74, 90, 2010...
Schön dass es euch gibt!





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