Ann-Kathrin_Eckardt 21.05.2012, 11:23 Uhr 127 3
NEON täglich

"Ha ha!!"

Warum sind Nicht-Fußballfans oft so hämisch?

Es dauerte nur Sekunden: Kaum hatte Schweinsteiger den Elfer verschossen, da waren meine Anti-Fußball-„Freunde“ auf Facebook schon aktiv: „Ha ha!“, „Tja Bayern, war wohl nix“, „Zum Glück bin ich 1860er Fan“, „Fast Meister, Fast-Pokalsieger und jetzt eben Fast-CL-Sieger“ posteten sie.

Ich bin bestimmt nicht der größte Bayern-Fan auf Erden, aber nie, wirklich nie würde es mir in den Sinn kommen, meine Freunde, die 130 Minuten mit Herzblut, Schweiß und Tränen mitgefiebert haben, so mit Häme zu überschütten.

Oder muss man das als echter Fußballfan aushalten bzw. einfach ignorieren? Und warum posten Nichtfußball-Fans so was? Wie reagiert man als Fußballfan am besten auf solche Kommentare?

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127 Antworten

Kommentare

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    Iiiiiiiiiiii, Fuuußball

    21.05.2012, 23:36 von -jk-
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    Der Grund dafür findet sich in Unverständnis, glaube ich. Ich habe mir als Kind gerne einen Spaß daraus gemacht, meinem Vater den Blick auf den Fernseher zu versperren, wenn Eintracht Frankfurt spielte.
    Als ich nach Braunschweig zog, ging ich einmal ins Stadion - und danach zu jedem Heimspiel. Nach und nach wuchs mir der Rote Löwe auf der Brust und ich weiß inzwischen, was meinen Vater früher den Tag verdorben hat, wenn seine Eintracht verloren hatte, sogar abgestiegen war.

    Menschen, die sich nie für einen Verein entschieden haben, die nie mit stolz einen Button an ihre Jacke geheftet haben, werden nie eine Ahnung haben, was Fußball bedeuten kann, weil sie nie selbst die Dramatik eines Fußballspiels gefühlt haben.
    Das, was die Bayern da erlebt haben, ist schrecklich - ich finde, das sollte für jeden erkennbar sein. Besser nachvollziehen können es aber die, die selbst nach einem unfair ausgegangenen Ligaspiel schlechte Laune haben.
    Bei den Bayern kommt zum Hämefaktor aber sicherlich noch erschwerend dazu, dass es die Nicht-Fußballer lustig finden, dass ein Club, der sonst als schier unbesiegbar beschrieben, eine so unglückliche Saison hingelegt hat. 

    Alles ignorieren. Alles andere bringt einen nur auf die Palme.

    21.05.2012, 21:30 von anna1207
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    Mit Ignoranz! Die hämischen kommentare kommen meist von Menschen, die mit Neid erfüllt sind. Neidisch auf die Menschen die in großen Gruppen als "Team" vor dem Bildschirm kleben und mitfiebern, oft auch Menschen mit wenig Selbstbewusstsein, wenig Freunden und kaum Hobbys. All dies wollen sie an armen Fans auslassen. Man sollte sie bemitleiden...und weiter beim Fußball mitfiebern! Morgen Abend beim Freundschaftsspiel auf ARD!

    21.05.2012, 21:12 von Lullewubbchen
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    Mit ein paar Schellen. Ansonsten höre ich eh auf niemanden, dessen Fußballfandasein sich nur auf EM, WM und andere "Großereignisse" bezieht und wer nicht mindestens zwanzig Spiele seines Vereins im Stadion verfolgt hat, hat auch nichts zu melden. Und wenn es eine Maßeinheit für erhaltene Häme gibt, würde sie in Hertha gemessen werden.

    21.05.2012, 18:07 von stereoG
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  • 1

    Das ist doch nicht nur im Sport so. Sowas passiert in jeder Lebenslage. Es geht doch schon los, dass 2 Dörfer jedes Jahr wetteifern, wer den größten Maibaum setzt oder dass sich Menschen wegen ihres gegensätzlichen Musikgeschmacks nicht grün sind, obwohl sie sich sonst überhaupt nicht kennen. Oder nimm die Mätzchen, die Autofans so an den Tag legen... ich war mal in nem Opel-Club, und wenn wir zum Treffen gefahren sind, war eins der Highlights, dass ein alter VW dort kontrolliert abgefackelt wurde.
    Ich denke, das hat was mit Herdenzwang zu tun. Man fühlt sich einer Gruppe zugehörig, und die von dir angesprochene Gruppe war halt die der Nicht-Bayern-Fans. Dann legt einer los (vielleicht gerade besoffen und daher gar nicht wissend, was er sagt), und schon kommen sie aus allen Ecken und Enden, um mit einzustimmen. Die Gruppe fühlt sich gemeinsam stark und das macht übermütig.

    Glaube ich jedenfalls.

    21.05.2012, 16:29 von LillyIdol
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    Ignorieren und sich seinen Teil denken! :)
    Einfach weil München seit Donnerstag so im Fußballfieber war und die Stadt so wunderbar rot-weiß und Bayern ein echt schönes spiel abgeliefert hat und sich für nichts schämen muss, am ende gewinnt halt die Mannschaft mit den meisten Toren, das ist das Spiel (das beste der Welt)! 

    21.05.2012, 16:15 von PrinzessinB
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    Ich bin kein Bayernfan. Ich bin Fußballfan. Das war und ist mein Sport. Da kann man auch nix machen. Wer mit Vereinsfußball groß geworden ist, wird nicht mit 30 auf einmal zum Handballfan.


    Und sportlich ist der FC Bayern eben seit 40 Jahren der Mercedes im deutschen Vereinsfußball. Die Gründe spielen doch gar keine Geige, wenn Endspiel im Europapokal ist. Da würde ich auch mit 60 München bangen, oder mit Dynamo Dresden. Es spielt eine deutsche Mannschaft gegen eine englische. Also bin ich für Deutschland.



    Daneben mag ich noch verstehen, dass die Leute, die Bayern nicht leiden können, hämisch reagieren, wenn sie verdient verlieren, oder vorgeführt werden, wie mit Klinsmann gegen Barca. Das war am Samstag aber nicht der Fall. Chelsea hat Fußball nicht gespielt, sondern von der übelsten Sorte verhindert. Wie schon gegen Barcelona. 2 Vierer-Ketten und davor ne defensive 6. Irgendein Standard wird schon reingehen. Wie ja auch geschehen. Das war Fußball zum abgewöhnen. Catenaccio wie aus den 70ern. Rumpelfußball hieß das auf der ganzen Welt, wenn unsere Nationalmannschaft sich seinerzeit so in irgendwelche Endspiele gestolpert hat.



    Nichtfußballfans, die Niederlagen feiern wollen, sollen in den FDP-Bundesvorstand gehen. Da können sie mit Vollpfosten Homburger Politbarometer gucken.

    21.05.2012, 16:13 von Kokomiko
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      Das finde ich so ne komische Logik irgendwie, dass man, wenn man z.B. BVB-Fan ist und gegen Bayren eine Antiphatie hegt, dann plötzlich, nur weil sie z.B. in der Championsleague etc. spielen, für sie ist. Das widerspricht meiner Denke. Ich habe ein einziges, wirklich nur ein einziges Mal damals bei der WM 2002 - als Deutschland gegen Brasilien spielte - lauthals bei "Wir haben nur eeeeeeinen Oooooolli Kahaaaaan" mitgegröhlt und mich hinterher abgrundtief geschämt ;-)

      21.05.2012, 18:05 von topfbluemchen
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      "Irgendein Standard wird schon reingehen."


      Koko deine Märchentexte in allen Ehren, vom Kicken hast du keinen Plan. In Sachen Beliebigkeit waren die Bayern gegenüber Chelsea tatsächlich überlegen. Vor allem bei Ecken.

      Haha.

      21.05.2012, 18:09 von Boahmaschine
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      Und ob es für die Bayern gut gewesen wäre, hätte Chelsea mehr riskiert ist völlig unklar. Torres, Malouda, Lampard und Drogba. Da geht einiges und das letzte mal, als Chelsea das beweisen musste, hatten sie ein 1:3 aufzuholen gegen Neapel. Das Rückspiel (4:1) war wohl das beste aller CL-Spiele diesen Jahres. Aber wer von den deutschen Würstchen hat sich das mal angeschaut?

      Man sollte Qualität nicht mit Strategie verwechseln. Es ist nicht sonderlich leicht, ein einziges Finale als Auswärtsspiel auszutragen. Man hat kein Heimspiel, mit dem man da was ausbügeln kann.

      Also haltet bitte endlich die Klappe - und lernt mit Anstand verlieren.

      21.05.2012, 18:14 von Boahmaschine
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      @Topfblümchen:


      Freundliche Zone. Wie immer :-) Jaja. Verstehe schon. Mag ja auch den BvB in der Bundesliga lieber als die Bayern. Suuuusi! schon klar. Aber ich bin ja auch kein Vereinsfan, der ins Stadion geht. Nur Nationalmannschaft. Und das auch zuletzt vor 2 Jahren.


      In der Fan-Logik dürfte ich auch nicht mehr für die Nationalelf jubeln, wenn die Hälfte der Spieler von Bayern sind? Nee, oder?  Und das mit dem Mitfiebern und -freuen und -leiden für deutsche Mannschaften im internationalen Wettbewerb war bei mir schon immer so. Bin aber, wie gesagt, kein Stadionfan von einem Verein.

      22.05.2012, 12:37 von Kokomiko
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      Das mit der Fan-Logik meine ich auf die einzelnen Vereine bezogen, nicht auf so nen "Mischmasch" wie die Nationalmannschaft. (auch wenn du Recht hast und sich sooo / zu viele Bayern da tummeln.

      Suuuuuuusi!!
      :)

      22.05.2012, 18:47 von topfbluemchen
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      So. Meine ich doch. Südkurve bebt mit 25.000 is schon geil. Auch wenn ich nur 2 mal da war. Amoroso war mein OnTop!

      22.05.2012, 20:48 von Kokomiko
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    muss man denn alles immer erklären können?

    Ich gebe es zu: ich mag Bayern nicht. Ich musste ein bisschen schmunzeln. Bayern ist in meinen Augen ein arroganter Scheissverein, der meine Sympathien nicht verdient hat. Das ist schon seit Jahren so, immer wenn Sie in einem wichtigen Spiel sind, gibt es eine Pressekonferenz wo man sich teilweise unterschwellilg über andere Mannschaften lustig macht oder von oben herab sowieso schon weiss, dass man (aus Bayern-Sicht) gewinnt. Die Schadenfreude war gross, als Chelsea das grosse Barcelona rausgekickt hat. Bayern dachte, dass es ein leichtes Spiel wird... und ich bin froh, war es nicht so! Danke Chelsea.

    Es ist bei Fussballvereinen wie bei Menschen auch, entweder ist jemand von Anfang an Sympathisch oder eben nicht. Ich kenne Bayern nur als unsympathisch, sowie auch viele viele sogenannte Möchtegern-Fans. Klar gibt es auch die, welche jahrelang Geld reinbuttern und das Fansein leben (wie ich bei meinem eigenen Verein auch) aber von denen hört man meistens nichts, und das sind die einzigen, welche mir leid tun. ich hab jedenfalls gehört, dass es diese gibt. (ich kenne keinen persönlich!)

    Ich rege mich aber genauso über gewiss Leute in meinem Umfeld auf, welche nie Fussballschauen, und einfach alles nachplappern, was die Medien erzählen. Für mich geht es auch zbsp. nicht, dass ich wirklich für einen anderen Verein schreie, als für meinen eigenen. Bei uns in der Schweiz gab es immer wieder die Sprüche, man müsse jetzt für den FC Basel sein, schliesslich vertreten diese die Schweiz. Ich hab immer gesagt, NEIN! ich kann nicht einen Verein anfluchen und im nächsten Spiel plötzlich für diesen sein... das geht nicht!

    Sogenannte Modefans oder so, die gibt es leider überall, die kommen und gehen. Ich bin immer froh, wenn sie wieder weg sind. ;) ich hatte damals nicht wirklich eine Wahl, unterdessen bin ich froh darüber, dass mich mein Vater so erzogen hatte.

    Noch wegen den hämischen Kommentaren: Jeder, der Fussball liebt und immer mal wieder im Stadion ist, ist sich das doch sowieso meistens gewohnt... es kommt immer auf den Ton an.

    (ps die Schreibfehler dürft ihr behalten)

    21.05.2012, 15:55 von Merida
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    Ich mag die Bayern nicht, aber den CL-Sieg hätte ich ihnen schon gegönnt.

    21.05.2012, 15:10 von Tanea
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    Wie man darauf reagieren sollte? Am besten ignorieren. Nicht provozieren lassen. Das ist im Fußball normal. Es wird leidenschaftlich geliebt und gehasst und man muss Fußball und Privates trennen können. Mein Mitbewohner ist Bayern-Fan und wir kommen trotzdem miteinander aus. Nach diesem Spiel habe ich ihn nicht verhöhnt. Bin ja kein Unmensch.
    Ich bin selber Fußballfan, allerdings der personifizierte Bayernhass und nutze NORMALERWEISE jede Gelegenheit, um den Verein mit Häme zu überschütten.
    Aber diesmal, muss ich ganz ehrlich sagen, obwohl ich für Chelsea war, war ich nach dem Spiel nicht glücklich. Das war ganz bitter für Bayern, absolut unverdient und ich habe, gebe ich zu, ein kleines bisschen geweint. Vor allem hätte ich gewollt, dass die deutschen Nationalspieler vor der EM ein wenig Selbstbewusstsein sammeln.

    21.05.2012, 14:12 von TheBee
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