andreas.schwarz 13.10.2017, 11:53 Uhr 1 0

Gesetz der Serie – Wer wird neuer Bayern-Trainer?

Bayern München ist auf Trainersuche. So werden sie fündig.

Hoeneß und Rummenigge sondieren gerade den Markt, um einen neuen Chefcoach für die leicht kriselnde Mannschaft ihres FC Bayern München zu finden. Wie sie da konkret vorgehen, wird wohl auf ewig ein Geheimnis bleiben. Vielleicht holen sie sich aber auch heimlich Rat bei mir, um meinen Vorschlag zu übernehmen. Dieser orientiert sich an den Buchstaben des deutschen Alphabets. Bisher begannen die Namen der Bayern-Trainer in der Bundesliga mit den Buchstaben A, B, C, G, H, J, K, L, M, R, S, T und Z. Es fehlen also die Buchstaben D, E, F, I, N, O, P, Q, U, V, W, X, Y. Die bei Nachnamen eher selten vorkommenden Buchstaben I (obwohl, Valérien Ismaël wäre gerade frei), Q, U, X und Y lassen wir mal außen vor. Bleiben also die Buchstaben D, E, F, N, O, P, V und W. Acht Buchstaben, die den wahren Neuanfang repräsentieren. Mit einem dieser Buchstaben sollte der neue Trainer des FC Bayern München beginnen. Das reduziert die Liste bisheriger Bundesligatrainer von 405 auf 100. Einer der verbliebenen 100 muss es werden. Schließlich soll der neue Coach ja auch ein Mindestmaß an Erfahrung haben.

Wer von den geneigten Lesern jetzt nicht so vertraut mit der Materie ist, wird sich vielleicht fragen: Wie hießen denn die Trainer mit den Buchstaben A, B, C, G, H, J, K, L, M, R, S, T und Z? Das können wir mit der folgenden Liste schnell auflösen:

A: Carlos Ancelotti, der letzte und eben entlassene Trainer. Den sollten alle noch kennen.

B: Franz Beckenbauer. Der Kaiser sprang als Vereinspräsident in der Winterpause 1994 höchstpersönlich für den entlassenen Erich Ribbeck in die Bresche.

C: Da haben wir gleich drei. Zlatko Čajkovski, Dettmar Cramer und Pal Csernai.

G: Louis van Gaal und Pep Guardiola.

H: Jupp Heynckes und Ottmar Hitzfeld.

J: Andries Jonker.

K: Jürgen Klinsmann.

L: Udo Lattek, Sören Lerby und Gyula Lorant.

M: Felix Magath.

R: Otto Rehhagel und Erich Ribbeck.

S: Reinhard Saftig und Willy Sagnol.

T: Giovanni Trapattoni.

Z: Branco Zebec.

Gut. Das dazu. Somit ist auch klar, dass es die momentan gehandelten Thomas Tuchel und Jürgen Klopp nicht werden. Aber der Reihe nach. Fangen wir also mit dem Buchstaben D an.

Hier drängt sich förmlich der Name Christoph Daum auf. Dieser wurde gerade als Nationaltrainer Rumäniens von seinen Aufgaben entbunden und zusätzlich verbindet ihn mit dem FC Bayern München eine jahrelange Feindschaft. Uli und Christoph waren in Deutschland bezüglich der Streitkultur das Maß aller Dinge. Beide sollten jetzt ein Zeichen setzen und sich versöhnen. Sollte sich Uli konsequent weigern, könnte er alternativ auch Thomas Doll von Ferencvaros Budapest loseisen.

Ein Trainer mit dem Anfangsbuchstaben E ist schon schwieriger zu finden. Horst Ehrmanntraut ist schon 12 Jahre lang nicht mehr im Geschäft. Stephan Engels ist auch seit zwei Jahren untergetaucht und nicht aufzufinden. Bleibt von den derzeit aktiven Trainern eigentlich nur Uwe Erkenbrecher. Er trainiert aktuell den MTV Gifhorn in der Oberliga Niedersachsen. Seine Bundesligaerfahrung ist allerdings etwas dünn. Er kann nur vier Tage als Trainer des VfL Wolfsburg vorweisen.

Der Buchstabe F hat einige Hochkaräter zu bieten. Lucien Favre liebäugelt laut fussball.com schon länger mit einer Rückkehr in die 1. Bundesliga. Wenn Dortmund es nicht geschafft hat, der Uli kriegt ihn bestimmt, wenn er will. Thorsten Fink trainiert aktuell die Wiener Austria. Als ehemaliger Bayernspieler kennt er das Umfeld sehr genau. Auch Thorsten Frings hat schon bei Bayern gespielt. Als Trainer von Darmstadt hat er einige Achtungszeichen verbucht. Friedhelm Funkel ist momentan mit Fortuna Düsseldorf Spitzenreiter der zweiten Bundesliga. Und Volker Finke ist noch immer Rekordhalter bezüglich der Amtsdauer als Trainer einer einzigen Mannschaft.

Beim Buchstaben N kommt eigentlich nur einer infrage: Julian Nagelsmann. Wer als Trainer in Sinsheim sein Haus in München baut, muss einfach Bayerntrainer werden. Alternativ wäre auch Peter Neururer eine gute Wahl. Nach dem wortfaulen Ancelotti haben sich die Bayernfans einfach etwas lustigere Pressekonferenzen verdient.

Wenn sich die Bayern für den Buchstaben O entscheiden, muss Uli zu Verhandlungen wieder nach Budapest. Vasas Budapest wird nämlich von Michael Oenning trainiert. Aktuell liegt er in der ungarischen Meisterschaft auf Platz 4. Alternativ käme auch der alte Hase Morton Olson infrage. Er müsste aus dem Ruhestand reaktiviert werden.

Bei P muss es unbedingt Frank Pagelsdorf sein. Er ist seit sieben Jahren ohne Job und braucht dringend Geld. Für ihn spricht, dass er als einer von acht Personen 5 Treffer auf der ZDF-Torwand des Aktuellen Sportstudios schaffte.

Um die fünf Punkte Rückstand hinter Borussia Dortmund noch aufzuholen, muss der neue Trainer recht bissig sein. Wer anders sollte es also sein, als Terrier Berti Vogts. Drei Sabbath-Jahre nach seinem Amt als Nationaltrainer Aserbaidschans sollten eigentlich genügen. Berti ist einfach für höhere Aufgaben bestimmt. Alternativ plädiere ich für Armin Veh.

Wer Ingolstadt trainiert hat, kann auch Bayern trainieren. Maik Walpurgis wäre beim Buchstaben W eine gute Wahl. Ansonsten hätte auch Markus Weinzierl eine neue Chance verdient. Außerdem spielte er 113 Mal für die Bayern Amateure.

1 Antworten

Kommentare

  • Kommentar schreiben
  • 1

    Ich mach das!
    Koks und Nutten für alle und dann passt auch das Eckige in das Runde, oder war das umgekehrt ...?

    13.10.2017, 14:33 von Fin_Fang_Foom
    • Kommentar schreiben

NEON fürs Tablet: iOS und Android!

Neueste Artikel-Kommentare