Pogen - Sinn und Unsinn des sich herumschubsens
Eine Stadt. Ein Konzert. Ein Pogomob. Verschwitze Menschen um mich herum, und Ich mittendrin.
Nach diversen Festivals und Konzerten vorne im Pogomob stellt sich immer wieder die Frage: Warum das alles? Die verschwitzten Menschen, die blauen Flecken, wenn man Ellbogen in die Rippen bekommt, oder noch nerviger, ins Gesicht. Eine Antwort lautet: Weil es Spaß macht. Doch Pogen macht nur dann Spaß, wenn sich alle an Gewisse Regeln hatte. Das mag nun komisch klingen: Pogen mit Regeln. So etwas wie eine Gesetzmäßigkeit in diesem Chaos. Ich bin davon überzeugt.
Situation 1: Eine Person fällt auf den Boden. Die Reaktion der drumherumstehenden: Kreis bilden, Freiraum für die Person schaffen, und ihr wieder hochhelfen. Dann fragen ob alles ok ist, und weiter gehts.
Situation 2: Man steht in der letzten Reihe des Pogomobs. Die Aufgabe die einem Automatisch zufällt ist, die restlichen Leute wieder in die pogende Menge hineinzuschubsen, um diejenigen zu "schützen" die sich "nur" das Konzert anhören wollen.
Sicher gibt es noch viel mehr Situationen, wo sich Leute so verhalten. Doch leider ist auch ein anderes Verhalten zu beobachten.
Leute die mit Gläsern, Flaschen und/oder Kippe mittendrinn stehen.
Poger, die immer Pogen, egal wie ruhig der Teil des Liedes, oder das Lied selbst ist. Damit werden sie zum Fremdkörper, fallen auf, und verletzten häufig sich und andere.
Poger, die glauben ihre Ellenbogen seien dafür gut, anderen Menschen die Rippen oder Kiefer zu brechen, und die sie scheinbar deswegen immer schön zur Seite raushauen, anstatt die Arme 1. zum eigenen Schutz und 2. zum Wegschubsen zu benutzen.
Nichtsdestrotz macht Pogen einfach nur umheimlich viel Spaß, ist eine gute Sportliche Betätigung, und man lernt nach dem Konzert beim Bierchen und/oder Kippe draußen neue Leute kennen, mit denen man sich die letzte Stunde wild herumgeschubst hat.






Kommentare
Ein Poger-Kodex! Nicht schlecht...
23.06.2004, 16:05 von RicheyIch stimme dir voll zu - leider gibt es immer wieder Leute, die einem den Spaß am Pogen verderben. Deshalb habe ich selbst auch schon länger nicht mehr gepogt.
Schön und gut: Pogen
26.04.2004, 00:51 von veitNicht schön, nicht gut: Pogen bei staubigem, trockenen Untergrund und Wind. Millencolin auf letztem Southside lassen grüßen, nach dem Motto: Atmen ist out.