LudwigMartin 01.09.2011, 15:40 Uhr 4 1

Loch im Herz

- ein Songtext -

_Nichts berührt mich, spricht mich an

Kein Will, kein Muss, kein Darf, kein Kann

Nichts führt, nichts drängt, keine Option

Vom Kampf verschont bleibt, wem nichts lohnt.


Bei all meiner Nabelschau

Bleibt dieser Nebel mehr als grau

Bleibt diese Trauer ohne Sinn

Und findet nicht zum Troste hin.


Ich bin so fern von mir
Und doch ganz nah an meinem Schmerz

Ich fühl mich fehlend
Durch mein Leben
Bin selbst das Loch in meinem Herz.


Ich will hier raus aus diesem Knast

Hass, Liebe, Gottheit – irgendwas

Ein Ziel, das lohnenswert erscheint

Auf alle Illusionen fall ich dankbar rein.


Ich bin so fern von mir
Und doch ganz nah an meinem Schmerz

Ich fühl mich fehlend
Durch mein Leben
Bin selbst das Loch in meinem Herz.


Du bist ganz nah bei mir
Lebendig fängst du meinen Schmerz

Ich fühl mich lebend
Durch dein Dasein

Du füllst das Loch in meinem Herz.

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4 Antworten

Kommentare

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    Liebe an sich ist kein ausgelutschtes Thema - wie es/sie behandelt wird, das ist oftmals ausgelutscht. Liebe ist das, was uns alle steuert, auch wenn's die meisten nicht begreifen. Und: Liebe hat mehr Gesichter und Gerüche als nur Blumen mit Rosenduft.

    05.09.2011, 10:27 von Sasali
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    Bis zu den drei letzten Teilen gefällt es mir gut.
    Aber durch das ausgelutschte Thema Liebe degradiert es den tollen Anfang wieder ein wenig in Richtung Mittelmaß.

    02.09.2011, 22:58 von topfbluemchen
    • 0

      @topfbluemchen
      Es stimmt.

      Ich habe sowohl beim Thema 'Liebe' als auch im 2. Ref. (das ist der letzte Absatz) ne Weile überlegt. Vielleicht bau ich das nochmal um.

      Nur soviel: ich hab das bis zum vorletzten Absatz in einem Zug durchgeschrieben, fand es dann für einen Liedtext etwas zu absolut schaurig - und eine positive Reprise angehangen.

      Stelle aber fest, daß das Ende doch den ganzen Text mehr beeinflußt und in eine Richtung drängt als ich dachte. Das "Du" wird hier auch eindeutiger interpretiert als es gemeint ist.

      Auf der anderen Seite aber die Frage:

      Wollen "Intellektuelle" immer nur etwas über Leid lesen und nie über Glück? Das kann's ja auch nicht sein, oder? ;-)

      05.09.2011, 09:54 von LudwigMartin
    • 0

      @LudwigMartin ich finde es gut so wie es ist! zu deiner frage fällt mir nur spontan der aufschrei der medien ein, als blumfeld *Jenseits von Jedem* heruasbrachte, u.a. mit dem Sontitel *Die Welt ist schön*
      ich kann gar nicht sagen, ab wann ich etwas als kitschig oder schmalzig, oder lamoryant finde. welche kriterien man da anlegt. ist wohl etwas sehr persönliches.
      in dem falle finde ich den text schön und ehrlich. reflektiert und wahrscheinlich daher nicht kitschig....

      05.09.2011, 10:31 von Gluecksaktivistin
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  • 0

    nickt. genau darum schön!

    02.09.2011, 22:52 von Gluecksaktivistin
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    Hmm, Harr, das steht natürlich der allgemein gültigen Neon-Doktrin entgegen, nach der man sich am besten meistmöglich liebt und nach der emotionale Abhängigkeit ein No-Go ist.

    Noch nicht mal ein Emo-to-go.

    01.09.2011, 15:49 von krupp
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