Legale Downloads
Die Lieblings-Downloadportale der Online-Redaktion. Wo ladet ihr legal Filme und Musik runter?
Im aktuellen Heft beschäftigen wir uns mit den Abmahnwellen, die wegen illegaler Downloads durchs Land rollen. Der beste Weg, einer Abmahnung zu entgehen, ist natürlich, gar nicht erst illegal Musik und Filme aus dem Netz zu laden. Wir stellen Euch deshalb an dieser Stelle unsere Lieblings-Downloadportale vor.
iTunesApple hatte als erstes erkannt, welches Potenzial Musik, Apps und Filme, die zum Download angeboten werden, haben. 2001 ging iTunes online und ist seitdem fester Bestandteil des Apple-Universums. Die Archive sind riesig, das Bezahlsystem stark vereinfacht (einmalig die Kreditkarte registrieren oder den Kauf per Click to buy tätigen). Ein gekaufter Artikel ist über die Cloud automatisch auf allen Apple-Produkten verfügbar. Bei itunes Filme und Musik zu laden klappt schnell und einfach – auch deshalb ist es wohl das bekannteste Downloadportal.
AmazonInzwischen bietet auch Amazon viele Alben als MP3-Download an. Ein Preisvergleich mit iTunes lohnt sich im Musikbereich immer. Der Download funktioniert über ein kleines Programm, die Bezahlung je nach Vorlieben per Kreditkarte, Bankeinzug oder Überweisung. Mit Lovefilm.de hat Amazon zudem eine eigene Online-Videothek gestartet.
SpotifyBei Spotify habt ihr eure Musik immer live zur Hand und könnt sie ohne Download hören. Auf Smartphones, PC, Mac und Tablet habt Ihr hier Zugriff auf ein riesiges Musikarchiv. Über die Anbindung an Facebook könnt Ihr sehen, was Eure Freunde gerade hören und ihnen Musik empfehlen. Auch die persönliche Musiksammlung kann mit Spotify synchronisiert werden. Das Ganze gibt es kostenlos (mit Unterbrechungen für Werbung wie man es aus dem Radio kennt) oder im Abo zum Monatspreis von 5 oder 10 Euro.
TheLastRipperZum Erweitern des eigenen Musikgeschmacks ist TheLastRipper das richtige Tool. Das Programm lädt die Lieder von last.fm herunter, die man gerade hört. Da man nur bestimmte „Radiostationen“ (z.B. „Heavy Metal“ oder das „Lady-Gaga-Radio“), nicht aber einzelne Songs wählen kann, ist das ein bisschen wie das Aufnehmen des Radioprogramms auf Kassette früher – und deshalb auch legal. Kein klassisches Downloadportal, aber ein guter Weg, neue Künstler kennen zu lernen.
Tonspion / emusic / JamendoViele Bands bieten auf ihrer Homepage kostenlos den ein oder anderen Song zum Download an. Schon seit 1998 sammelt das ehemalige MP3-Blog Tonspion diese Songs und verlinkt auf die Downloads. Immer mal wieder für nette Fundstücke gut.
Auf emusic findet Ihr vor allem viel Musik aus dem Indie-Bereich. Preislich meist unter iTunes & Co – ein Blick lohnt sich also immer.
Jamendo hat es sich zum Ziel gesetzt, lizenzfreie, also kostenlose, Musik zu sammeln. Hier könnt Ihr inzwischen in mehr als 350.000 Titeln stöbern.
Bootleg-ArchiveLive-Mitschnitte von Konzerten sind nicht nur bei Sammlern heiß begehrt. Es gibt inzwischen auch viele Künstler wie beispielsweise Jack Johnson oder die Smashing Pumpkins, die solche Aufnahmen und ihre Verbreitung im Netz erlauben. Auf dieser Seite findet man eine ganze Reihe von Bootlegs – und zwischen Mitschnitten in furchtbarer Qualität oder mit gröhlendem Aufzeichner findet sich manchmal eine echte Perle. Bands wie Metallica oder Die Toten Hosen bieten oft auch alte Konzert-Bootlegs zu akzeptablen Preisen auf ihren Webseiten oder auch auf Homepages wie Bandcamp an.
Das sind die Lieblings-Downloadportale der Online-Redaktion. Wo ladet ihr legal Filme und Musik herunter? Habt Ihr auch bereits Erfahrungen mit Abmahnanwälten & Co. Machen müssen?





Kommentare
Ich hab bisher genau ein Lied für 0,95 Ct. im Internet gekauft: weil wir's covern wollten und es noch nicht in den Läden war.
23.08.2012, 13:33 von LudwigMartinIch bezahl gerne Musik und hab etwas in den Händen. Ich brauch aber auch nicht dauernd was Neues.
Die Ausnahme aber ist: im Internet Musik HÖREN. So finde ich z.B. 8tracks interessant.
Einzelne Künstler haben das schon auf ihren eigenen Homepages gemacht. Eine eigene Homepage dafür kenne ich jetzt nicht.
20.08.2012, 08:25 von Max-Jacob_Ostbandcamp.com
23.08.2012, 10:38 von Sharon_sellaband.com
23.08.2012, 13:28 von LudwigMartinWobei das schon spezieller ist: man spendet für bevorstehende Projekte, geht also in Vorkasse.
keine ahnung, wann ich das letzte mal GELD für musikstücke oder alben ausgegeben habe. ist gefühlt zwei jahrzehnte her - und war was von groove armada.
17.08.2012, 18:09 von libidoich wüsste nicht, weswegen ich apple und den anderen klonen irgendwelches geld in den gierigen rachen kippen sollte - noch ist das internet zum glück nicht komplett reguliert und funktioniert nur noch mit kreditkarte.
ich glaube kaum, dass kleine und mittlere künstler von itunes profitieren. sondern das sind immer noch die großen majorgepushten player. der unbekannte rest muss eben auf ochsentour durch die klubs - so what?
ich lade gar keine Musik im Internet. Ich kaufe immernoch diese hübschen viereckigen Plastikschachteln mit dieser wunderbar silbrig-glitzernden Scheibe darin :) Ich liebe es die Booklets anzuschauen, während ich die CD höre, außerdem sehen CDs so schön aus, in meinem IKEA-CD-Regal, alle in einer Reihe gibt das doch ein echt schönes Muster :) Und ich habe immernoch alles, was ich gekauft habe, wenn mein Laptop mal den Geist aufgibt...
17.08.2012, 13:08 von hillsidegeht mir ganz genauso. Was soll ich denn mit nem Album ohne Booklet? Und das Ikearegal hab ich auch.
17.08.2012, 13:21 von ThereSheGoesMein Kommentar, als Musiker, nicht als Zuhörer, zur Gema ist der, dass der Musiker an sich seinen Leben kaum aus dem Geld bezahlen kann, was er von der GEMA bekommt.
17.08.2012, 12:40 von ZarmazDenn der kleine, unbekannte Musiker, schuftet sich von Gig zu Gig, verkauft dort CD und nimmt lernt Leute kennen, die sich für seine Musik interessieren - so finanziert er sich. Durch Gagen und CD-Verkauf - die (bezahlten) Downloads lohnen sich dann in dieser Hinsicht kaum für ihn, da es ihm für seinen Bekanntheitsgrad mehr nützen würde, seine Musik kostenlos zu verbreiten, um mehr Gigs, Gagen, CD-Verkäufe und Fands zu bekommen.
Der große Musiker hingegen, der Weltstar, hat eine Vielzahl an Möglichkeiten, sein teures Leben zu bestreiten. Werbung, Festivalgagen, Fernsehauftritte etc.
Für ihn sind die paar Cent von der Gema Rockerrente.
Vielleicht ist das alles ein wenig oberflächlich, aber vielleicht wären legale kostenlose Downloads eher sogar zuträglich für die Musikkonzerne - sie müssten ihr Steckenpferd dann halt mehr auf Merchandise und Livekonzerte legen.
Also, das ist meine Utopie. ;)
Den Trend gibt es doch eh, das Geld mit Auftritten und Merch verdient wird und die CD ein AddOn.
17.08.2012, 13:33 von sailorDeswegen ist Vinyl ja auch nicht tot...
http://de.7digital.com/
17.08.2012, 11:21 von kirschgruenKlappt super. Download geht schnell und zuverlässig, Bezahlung per PayPal und die hatten bisher auch alles was ich wollte.
Zu dem Thema sag' ich nix mehr ohne Anwalt.
17.08.2012, 11:07 von somehowamusing»Sie haben Post.«
17.08.2012, 13:34 von sailorIch halte das Abmahnverhalten der Musikindustrie für mittelmafiös und wünsche ihr Pest und Cholera an den Hals.
17.08.2012, 10:01 von sailorDazu wünsche ich mir ein zeitgemäßes Urheber- und Verwertungsrecht.
Leider ist heut nicht 'Wünsch Dir Was'.
Wie sähe denn ein zeitgemäßes Urheber- und Verwertungsrecht für dich aus?
17.08.2012, 10:03 von Max-Jacob_OstIch bin zu alt für diesen Scheiß...
17.08.2012, 10:12 von sailorDa hab ich jetzt keine Zeit für, ich habe nur einen Riesenhals auf die GEMA, die GVL und die Musikindustrie. Und das seit Jahren.
Es gibt eine Menge kreativer, guter, durchdachter und zeitgemäßer Ansätze, aber die Musikindustrie bockt a bissl rum, Kriminalisiert potenzielle Kunden und hat sich, nachdem sie mit 'Musikverkauf' kein Geld mehr verdient, auf das eintreiben von Abmahngebühren verlegt. Womit sie auch nicht schlecht verdient.
Mal so eben oberflächlich ausgekotzt...
Herr Ost, was halten Sie von Micropayment?
Ich finde, das wäre angemessen und sollte so organisiert werden, dass der Künstler auch die Knatter kriegt, und nicht die legale GEMAfia mit ihrem "GEMA-Verdacht" der jede öffentliche Veranstaltung quasi zur Abgabe zwingt.
Aber solang die Lobby so exorbitant viel Einfluss auf unsere anzugtragenden Furzkissen im Bundestag hat, passiert da ma gar nix.
Hach, ich könnt da nen ganzen Diskussionsthread vollwusten, oder am liebsten dem korrupten Pack mal ins Gesicht fassen.
17.08.2012, 10:29 von Jingeling89Erstmal: Max. ;-)
Ähnlich wie eine Bäckertheke kein Selbstbedienungsstand ist (hey, scheiß dich mal nicht ein wegen den paar Brötchen…) fände ich es als Musiker, Schriftsteller etc. auch wenig prickelnd, wenn meine Werke pauschal als Freigut abgestempelt werden. Wer damit kein Problem hat hat ja alle Freiheit das zu tun.
Von daher finde ich das Urheberrecht grundsätzlich sinnvoll, ebenso wie seine Durchsetzung, sonst bräuchte man es auch gar nicht.
<?xml:namespace prefix = o ns = "urn:schemas-microsoft-com:office:office" />
Und eben oben genannte Projekte wie iTunes, Spotify etc. zeigen ja dass es grundsätzlich die Bereitschaft gibt für virtuelle Güter zu bezahlen. Wenn sie denn zu einem fairen Preis und komfortabel angeboten wird.
17.08.2012, 10:46 von MarvbaerNunja, MP im Sinne von Direktzahlungen an den Künstler. Heutzutage läuft die meiste erfolgreiche "Werbung" als Viralmarketing. Jeder noch so kleine Künstler kann via moderner "Mundpropaganda" innerhalb 24h 1) stinkereich und 2) berühmt werden.
Micropayment wäre da denke ich eine alternative zum Rechteverkauf an bspw. SonyMedia
Ein komplettes Uhrheberrecht und Verwertungsrecht aufzuzeigen liegt fern meines Horizonts.
17.08.2012, 10:46 von Jingeling89»MP im Sinne von Direktzahlungen an den Künstler.«
17.08.2012, 10:59 von sailorNee... Ein Künstler ist ein Künstler und kein Unternehmer. Der Künstler kann und soll sich nicht darum kümmern, so gesehen ist die GEMA als Interessenvertretung der 'Künstler' ja nichts verkehrtes. Es geht mehr so um die Art und Weise...
@Marvbaer
Es plädiert in dieser Diskussion außer den ganz harten Anarchos niemand
a) für die Abschaffung der Urheber und Verwertungsrechte (was zwei Paar Schuhe sind)
oder
b) dafür, das es alles überall umsonst gibt.
Das erst ein Computerhersteller der Musikindustrie zeigen musste, wo im Internet der Hammer hängt, um das Sparschwein zu schlachten, hat die MI bis heute nicht verwunden, glaube ich.
Lässt aber tief blicken...
Der Vergleich mit den Brötchen beim Bäcker hinkt insofern, als das Brötchen sich nicht zum download bereitstellen lassen und 'Urheberschaft' eine wesentlich höhere Abstraktion der Beteiligten verlangt (weswegen mir solche verkürzungen immer auf den Keks gehen)
Nix gegen dich, nech, nur im allgemeinen...
Ja, ein Brötchen ist kein Lied. Wollte damit nur grob sagen, dass beides ein Gut ist, was eben einen Preis hat. Auch wenn beides eher preisgünstig ist, Freiwild ist es deswegen nicht.
Das von Jingeling vorgeschlagene Model kann ja prinzipiell jeder Künstler machen der Bock drauf hat. Homepage erstellt (im einfachsten Fall ne MySpace Seite), dort Werke anbieten und per PayPal, Flatter Button, SMS Payment etc. zahlen lassen.
Ist natürlich aufwändiger als es einfach nem Verwalter zu übertragen, der auch noch ne höhere Reichweite hat. Aber möglich ist alles...
17.08.2012, 11:07 von Marvbaer:>
Grauzonendownloads und echte CDs.
Man hat sie redundant vom Rechner und brauch kein Passwort.
iTunes find ich pers. total behämmert (Nichtapfelprodukt mit Musik bestücken? Haha, imaginärer Mittelfinger der Hipsterfrucht).
Spotify ist ok, nervt aber mit " X Y hat sich gerade Justin Timberlake - Cry me a river aneghört" -meldungen auf Facebook.
Neue Sachen höre ich mir via Internetradio an (was selten vorkommt)
Zu der Anwaltsgeschichte:
17.08.2012, 09:41 von Jingeling89Ja. Zum Glück hatten wir in der Zeit, welche die "Anwaltskanzlei Olaf Tank" angegeben hatte gar keinen Internetanschluss aufgrund anbieterwechsel.
Soviel zur fairen "Abmahnwelle" der beknackten Publisher
Ich mag mich anschließen. „Grauzonendownloads und echte CDs. Man hat sie redundant vom Rechner und brauch kein Passwort.“
17.08.2012, 11:22 von CyroSo ist es. Wenn mir eine Gruppe / ein Künstler gefällt und ich mehrere Lieder von ihm habe, kaufe ich mir meist einige CDs von ihm / ihr / der Gruppe. Trotzdem geht es mir nicht um die Anzahl der Downloads, sonder darum, die Musik zur Verfügung zu haben die ich auch höre.
Neue Songs kennen lernen ist schwierig, denn wer kennt die Meldungen bei Youtube nicht, dass die GEMA wieder mal zugeschlagen hat. Schade eigentlich dass nicht auch noch dabei steht in wessen Auftrag, eine Weile stand es ja dabei.
Nun ja, ich gebe mich mit einer Handvoll CDs und Musikstücken zufrieden, was soll’s. Nur wünsche ich mir dass die gesperrten Stücke ganz verschwinden, dann braucht man sich als Nutzer auch nicht zu ärgern. Was ich mir aber ebenfalls wünsche, wäre dass die Künstler / Gruppen die Freiheit hätten einzelne Titel ohne irgendwelche Einschränkungen / GEMA veröffentlichen dürften. Es ist nur meine Sicht der Dinge, aber wenn mich jemand mit seiner Musik überzeugt, dann habe ich auch Interesse an mehr davon und kaufe mir CDs.
Was wäre nun ein vernünftiges, zukunftsweisendes Konzept ? Weiss nicht. Bei mir hat sich festgesetzt: Musik hören = böse = illegal = kriminell = Abmahnungen = finanzieller Ruin = LASS ES !
Andererseits bietet Youtube immer noch genug um reinzuschauen, sogar neue Gruppen kennenzulernen. Hin und wieder nehme ich mir also mal Zeit dort herumzustöbern ...
Ich nehme es so hin wie es kommt ... bei der Macht, die die GEMA hat, denke ich, dass die Zukunft finster aussieht .. man kaufe sich CDs legal für 40 Euro oder mehr pro CD ... frei wird gar nichts mehr sein. Aktuell ja ein Prozess läuft, bei dem erreicht werden soll dass die GEMA 70(!) Jahre lag abkassieren darf für jeden Titel. Also Schluss mit solchen Unfug wie Kultur, speziell wie Musik. Das ist ein Luxusgut, das irgendwann nur für die Besserverdienenden zur Verfügung steht.
Letztendlich wird es immer um Gier und Abzocke gehen, in diesem Fall auch um Kriminalisierung, also wäre es nur konsequent komplett auf Musik zu verzichten. Doch ich bin inkonsequent und kaufe mir zumindest ein paar CDs, und, wie anfangs gesagt, möchte auch ich mal Neues kennen lernen und höre bei Youtube rein. Wo mich die GEMA dann daran erinnert dass ich ein potentieller Verbrecher bin und gefälligst kaufen soll statt bei Youtube herumzuhängen. Was dann wieder dazu führt, dass dieses blöde Verlangen nach neuem unterdrückt wird; gegen unnötige Luxusgelüste hilft auch der Blick ein zum Monatsende leeres Portomanie.
P.S.: Ups, da ist ein Satzanfang falsch, sorry ... eben entdekct.. brauche dringen die Edit-Funktion
17.08.2012, 11:24 von CyroIch finde es ja so dermaßen
beschissenbescheiden, dass auf Youtube sogar Lieder gesperrt werden, die auf dem offiziellen Kanal der Band laufen. Da fallen mir echt die Locken ausm Bart.Wofür stellt denn der Bandchannel das Video rein, wenn man es üüüüüüberall auf der großen weiten Welt kostenlos hören kann (bzw durch google und nationale Verwertungsgesellschaft geregelt) und nur in DE nich?
Fällt aus! YoutubeUnlocker, HideMyAss und wie die alle heissen sind gute Auswege um der Raupe Gemasatt ausm wegzugehen.
Gefällt mir das Lied/die Bänd nich, höre ichs eh nich zuende, mag ich es - kauf ich es.
17.08.2012, 11:31 von Jingeling89Zum Thema "neue Musik kennenlernen" kann ich wirklich nur last.fm (plus den oben verlinkten Ripper) empfehlen.