Kalifornien auf Platte
Die Red Hot Chili Peppers entführen uns auf eine magisch-musikalische Reise durch ihr "Stadium Arcadium".
Fast 4 Jahre haben sich die 4 Gefühls-Punks aus LA für ihre neuestes Werk Zeit gelassen.
In der Zwischenzeit wurden: Rekorde aufgestellt (Hyde Park), Kinder gezeugt (Flea und Chad) , und laut eigenen Aussagen keinerlei bewusstseinserweiternde Substanzen konsumiert. (wer`s glaubt...)
Jetzt meldet sich das Funkrock-Quartett mit einem Paukenschlag zurück. Mit im Gepäck: neben der wie gewohnt einzigartigen Livepräsenz und den spirituellen Weisheiten der Mitglieder ganze 28 brandneue Songs, die sich auf einem Doppelalbum niedergelassen haben, das auf den assoziationsreichen Namen „Stadium Arcadium“ hört.
Während des elfmonatigen Kreativrausches, in dem das Album entstand, haben die Schoten gar ganze 38 Tracks aufgenommen, welche sie verteilt auf 3 Platten in 6-monatigem Abstand unter's Fanvolk bringen wollten. Nach dem Einspruch der Plattenfirma, der das Risiko augenscheinlich zu hoch war, mussten 10 Songs weichen und werden vermutlich ein trauriges Dasein als im Singleschatten stehende B-Sides fristen.
Aufgenommen wurde das gute Stück in derselben geheimnisumwobenen Villa, in der schon „Blood, Sugar, Sex, Magik“ - auch als „Das Durchbruchsalbum“ bekannt - entstand. Und tatsächlich hat „SA“ das Potential, ähnlich wie „BSSM“, Mainstream – sowie auch Funkrockfans zufrieden zu stellen. Rockige Nummern (Dani California; Charlie) befinden sich in guter Gesellschaft neben ruhigeren, dennoch wunderschön wogenden Stücken (Stadium Arcadium; Slow Cheetah), nur um anschließend von Funkbomben wie „Storm in a teacup“ abgelöst zu werden.
Überhaupt fällt auf, dass Gitarrist und Teilzeitsolist John Frusciante diesmal mehr denn je die Richtung vorgab. An Effekten und Gniedelsoli wurde nicht gespart - der eigentliche Kopf der Band ließ seiner Experimentierfreude freien Lauf.
Fazit: Das Doppelwerk der Kalifornier verspricht viel, und hält (fast) alles. Rockanhimmler wie auch Mainstreampopfans kommen gleichermaßen auf ihre Kosten. Lediglich Hardcore-BSSM-Fans werden angesichts der - seit „Californication“ etablierten - melodiöseren Spielweise Frusciantes die Nase rümpfen. Alle anderen sollten: schleunigst zuschlagen, oder: die bisher beste Rockplatte des Jahres verpassen!
Red Hot Chili Peppers
Stadium Arcadium
Label: Warner"Wichtige Links zu diesem Text"
Die offizielle Seite






Kommentare