Tobias_Moorstedt 12.03.2012, 12:32 Uhr 56 1

Hörproben

Beethoven, Brahms, Strauss – wie hört sich das für Euch an?


Im aktuellen NEON-Heft unternehme ich eine Reise in die für mich fremde Welt der klassischen Musik. Dafür habe ich einige der besten Orchester der Welt besucht und die Klassik-Stars gebeten, mir einen Tipp zu geben, welche Werke welcher Komponisten sich besonders gut als Einstiegsdroge eignen. Ich selbst stehe besonders auf die ersten siebzehn Takte der 1. Sinfonie in C-Moll von Johannes Brahms. Versteht ihr warum?
 
Wie gefallen Euch die Songs, pardon, Stücke? Habt ihr bessere Vorschläge für den Einstieg in den Klassik-Kosmos? Wie steht Ihr dieser Kunstform überhaupt gegenüber? Ablehnend? Souverän? Neugierig?  
 
Martin Stadtfeld, Pianist: Ludwig van Beethoven, 7. Sinfonie in A-Dur op. 92 (1812): „Man kann Klassik nicht lernen. Man muss sich hinsetzen und genießen. In Beethovens Sinfonie ist ein Drama zu hören, das jeder kennt.“  
 
Maximilian Hornung, Solocellist der Symphoniker des Bayerischen Rundfunks: Richard Strauss, Eine Alpensinfonie, op. 64 (1915)   
 

Sarah Willis, Hornistin der Berliner Philharmoniker: „Klassische Musiker sind keine Pinguine oder langweilige Nerds, sondern ganz normale Menschen. Dazu muss man neue Wege gehen. Ich bin deshalb Mitglied beim YouTube Symphony Orchester.“

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56 Antworten

Kommentare

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    am liebsten höre ich ganz gemütlich

    John Cage - Organ2/ASLSP

    02.04.2012, 23:28 von 0dB
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    Ich hätte sicher erst viel später mit der klassischen Musik angefangen, hätte ich nicht vorher meinen besten Freund kennengelernt, der leidenschaftlicher Pianist ist und einen großen Freundeskreis im Jugendsynphonieorchester hat. Ich kann ihm wirklich dankbar dafür sein, mir diese Kunstform näher zu bringen, ganz allein hätte ich mich in den übersnobten Konzertsälen wohl verloren gefühlt. Mein liebstes Stück ist Griegs Sonate a-moll für Klavier und Violoncello

    02.04.2012, 16:31 von MadameBeurk
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    mr. moorstedt, gute intention!

    29.03.2012, 23:59 von libido
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    Seit meiner Kindheit liebe ich dieses Stück: 1.Satz aus der Pathetique von Beethoven.
    (unbedingt bis 1.50 die langesame Einleitung "aushalten", dann gehts ab)

    und wer was bissl Verücktes haben will. Immer wieder gerne Schostakowitsch. Hier: Violinkonzert Nr.1

    und um nochmal die überaus große Vielfalt der klassischen Musik zu zeigen: die Air von Bach





    28.03.2012, 13:35 von marimba
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    bei uns wurde so gut wie nur jazz gespielt
    ich kann hier also nicht mitreden
    bedanke mich aber für die vielen anregungen!

    klar hatten meine eltern auch diverse klassik- und pop- "klassiker". ich erinnere mich, dass ich irgendwann anfing, ihre plattensammlung zu durchforsten und carmina burana hörend mit kopfhörern vor der schrankwand saß- hihi
    aber eigentlich bin ich generell nicht so die musikhörerin...

    24.03.2012, 17:22 von Gluecksaktivistin
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    Für den anfänglichsten einstieg würd ich Beethovens "Für Elise" oder Pachelbels Canon emfpehlen. Danach dann gerne mal Vier Jahreszeiten oder was von Dvorak...
    Passend zur Osterzeit: Johannespassion von Bach. Würde in der richtigen Kirche natürlich bombastisch kommen.
    Und Aktuell, auch wenn ich mir mit Gesang in dieser Sparte gerne schwer tu: Anna Prohaska. Ganz zauberhaftes Geschöpf, diese Dame.

    24.03.2012, 14:51 von Liz89
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    Eines meiner ewigen Lieblingsstücke:
    Christopher Rouse: Flötenkonzert (1993), 3. Satz (Elegia). Streicherthema wurde auch für die Carling-Werbung benutzt, wirkt aber (natürlich :) ) besser im Zusammenhang mit dem Rest des Satzes
    Leider ist die Aufnahme sehr (!) leise... http://www.youtube.com/watch?v=YF3_2ZzmLlE&feature=related

    17.03.2012, 16:50 von phine
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    Arbeite selbst im klassischen Musikbetrieb und kann dementsprechend recht viel mit Klassik anfangen. Ich merke aber, dass es mich zunehmend aufregt, wie sich diese Branche nach Außen hin gibt. Natürlich ist uns allen klar, dass wir schleunigst auch für die jüngere Generation attraktiver werden sollten, weil uns das Publikum langsam wegaltert und trotzdem zwängen sich meine Kollegen in Fracks, geben sich vor den Gästen unnatürlich ernst und tun alles Nötige um den seriösen Anschein zu wahren, obwohl sie das in den meisten Fällen garnicht wollen. Leider verlangt das die 60+Generation von uns. Diese Mythisierung muss endlich ein Ende finden, damit junge Zuhörer nicht mehr von dieser lebensfernen, aufgesetzten Aura abgeschreckt werden.

    15.03.2012, 10:53 von violin
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    Ab 30 spätestens muß man als Student usw. Klassik gut finden, die meisten findens trotzdem heimlich scheisse - ausser natürlich diese Widescreen-Streicherkitsch-"Klassik". Leider dominiert das dann auch Radiosender wie RBB Kultur oder Klassikradio, die kann man eigentlich fast nur nachts hören.

    Klassik lebt von der großen Komposition oder dem filigranen, im Detail sehr aufwendigen Spiel. Vor allem Mozart ist einfach nur irre, aber den meisten Leuten eben zu krass. Von Chopin ganz zu schweigen.

    Das ist schade. Das Maximale im Volksgebrauch ist also Beethoven, meist reichts gerade mal für das romantische Dumpfbrot Wagner. Oder Philipp Glass.

    Ich möchte nun aus dem Fenster springen und unten von einem Flügel erschlagen werden.


    14.03.2012, 16:09 von Boahmaschine
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      Achja, für die sich Wagner nicht zu sagen wagen, gibts natürlich noch den Richard S.

      14.03.2012, 16:11 von Boahmaschine
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      Muss man also, ja?

      Wie stehts da um so blöde Hauptschüler wie mich?



      14.03.2012, 16:34 von FrauKopf
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      Na das sind dann blöde Hauptschüler wie als du?

      14.03.2012, 16:38 von Boahmaschine
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      Aufschlussreich wie man mit Fragen umgeht.

      Besten Dank.

      14.03.2012, 16:40 von FrauKopf
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      Ich weiß nicht genau, aber zumindest meinte ich mit "mit 30 muß man" nix sonderlich gutes. Ich hab eher Mitleid mit Leuten die sich gesellschaftlichen Zwängen so selbstlos beugen und ein Leben lang nix tun, als "den großen Standards" hinterherzutrotteln. Egal in welchem Lebensbereich, aber "Ich muss Klassikhören!" ist eben so typische Opferbürgerlichkeit.

      14.03.2012, 16:45 von Boahmaschine
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      Chopin und Mozart sind doch Standart.

      BR-Klassik ist ganz gut, habe den Eindruck, daß sie sich Mühe geben einen guten Schnitt darzustellen.

      oder dradio

      14.03.2012, 19:18 von Nem
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      Chopin oder Mozart werden von den Klassik-Radios vglw. selten gespielt und wenn dann das wenige einfach Greifbare. Dass es natürlich die Standards in der Musiklehre sind, hat damit ja nichts zu tun. Die Frage hier zielt ja auf was anderes ab, bekömmliche Klassik im Alltag.

      14.03.2012, 21:46 von Boahmaschine
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      Mach doch mal ein paar Vorschläge, Off...äh, Boahmaschine. (am liebesten mit Link, damit man sich dann auch ein wenig weiter in die Klassik-Tiefen vorwagen kann)

      26.03.2012, 22:05 von topfbluemchen
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  • Kommentar eines gelöschten Benutzers
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      Ich beobachte das oft, dass die, die gern Metal hören auch ganz gern Klassik mögen. Geht mir ja auch selbst so.


      13.03.2012, 21:37 von nyx_nyx
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