Sofie_Amundsen 11.02.2007, 18:08 Uhr 46 10

Der Junge mit der Gitarre

Wie fast überall spielten auch in der Geschichte der Rockmusik weibliche Akteure bisher kaum eine Rolle. Ein Aufruf zur Frauenquote im Plattenregal

Alles begann in den fünfziger Jahren mit einem Mann, der hüftkreisend in engen Jeans auf der Bühne stand und „Rock around the clock“ ins Mikrophon sang, während die Petticoat-Mädchen vor der Bühne ausrasteten und kreischten. Trotz des angeblich so revolutionären Charakters dieser musikalischen Neuerung traf man hier auf eine Rollenverteilung, wie sie konservativer kaum hätte sein können: Männliche Idole wurden von weiblichen Fans umschwärmt. Die Frauen tanzten, aber auf die Idee, selbst Musik zu machen, kamen sie nicht.

Dieses Phänomen setzte sich noch jahrzehntelang fort. The Rolling Stones, The Beatles, Pink Floyd, The Doors, Led Zeppelin, Sex Pistols, KISS, Metallica, Red Hot Chili Peppers, Nirvana, Oasis – die Protagonisten der großen Rockshow sind bis heute (zumeist weiße) junge Männer. Warum ist das so?

Im Zuge der Biologismusdebatte kam unter anderem die Behauptung auf, Kunst im weitergefassten Sinne sei letztendlich nichts als ein „Abfallprodukt“ des menschlichen Balzverhaltens. Gemäß dieser Theorie ist der künstlerische Ausdruck für Frauen überflüssig, weil ihr Marktwert allein durch ihr Aussehen bestimmt sei, während Männer an ihrem sozialen Status arbeiten müssten, wobei auch die Kunst ein willkommenes Mittel sei, über das Mann sich profilieren könne. Und tatsächlich scheint die Verehrung männlicher Stars durch weibliche Groupies diese These durchaus zu untermauern.

Allerdings stellt sich dann die Frage, wie es kommt, dass es dennoch Künstlerinnen gibt, wieso Frida Kahlo gemalt hat und Elfriede Jelinek Romane schreibt, wieso ich überhaupt diesen Artikel verfasse, wo mich ein hübsches Portrait von mir doch angeblich viel weiter bringen würde? Nein, liebe Biologismusfans, ihr liegt falsch. Jeder Mensch, der erlebt, denkt und fühlt, hat das Bedürfnis und das Recht, sich auszudrücken, ob dies nun im Gespräch geschieht oder sich in der Kunst manifestiert. Und die Ausrede, dass Mädchen eben besser malen und schreiben könnten als Instrumente spielen, gilt hier auch nicht. Im Musik-Leistungskurs meiner Jahrgangsstufe sind sechs Jungen und neun Mädchen. Soviel dazu.

Es scheint vielmehr so, dass hier ein Problem innerhalb des Genres vorliegt. Ein Blick in den von der Alternativszene ach-so-verpönten Bereich der black music bestätigt dies. Abgesehen von den erschreckenden HipHop-Videos mit wackelnden Mädchenhintern gibt es dort nämlich auch seit Jahren eine Riege von Soulsängerinnen und Rapperinnen wie Whitney Houston, Erykah Badu, Missy Elliott, Mary J. Blige oder Aaliyah, die mit persönlichen Texten Erfolg haben. Paradoxerweise reagiert das stereotype Rockmädchen auf Anhängerinnen dieser Art von Musik für gewöhnlich jedoch mit abwertenden Bezeichnungen wie „Tussi“, „Tschickse“, etc.

Natürlich ist nicht von der Hand zu weisen, dass große Teile des R’n’Bs verwässert und ausverkauft worden sind. Und auch das gestylte Äußere der meisten schwarzen Sängerinnen bricht weder mit traditionellen Rollenmodellen, noch verweigert es sich dem Kapitalismus, wie viele linksorientierte Rockkonsumenten es fordern. Aber das Entscheidende ist schließlich nicht, ob ein Mund geschminkt ist oder nicht, sondern, ob Frau ihn aufmacht. Sicherlich sind die ebengenannten Kritikpunkte nicht unbegründet, doch fehlt der konstruktive Gegenentwurf. Viel zu viele Mädchen sitzen stumm auf zerschlissenen Sofas in den Bandkellern dieser Welt, womöglich noch mit einem Schild über den Köpfen, auf dem „sexgeile Groupies“ steht, während die Jungs Musik machen, Bier trinken, Joints rauchen und anzügliche Witze reißen.
Ab und zu gibt es dann auch noch die mit der großen Klappe, die selbst Gitarre und Fußball spielt, flucht und mit den Jungs um die Wette säuft. Ist sie emanzipierter als die Anderen? Vielleicht. Vielleicht ist für sie aber auch lediglich die Thematik weniger relevant, weil sie von Natur aus „jungenhafter“ ist und schlichtweg nicht das Problem hat, aufgrund ihres „weiblichen Verhaltens“ nicht ernst genommen zu werden. Die Anderen jedoch wissen insgeheim vermutlich nicht so richtig, wohin. Wollen attraktiv sein, aber nicht tussig. Wollen diese anzüglichen Witze nicht hören, aber auch nicht als verklemmt gelten. Würden auf Konzerten gern in die erste Reihe, wollen aber nicht im Moshpit zertrampelt werden, wenn sich die wahre, brachiale Energie des Rock entlädt. Manche haben inzwischen auf Indiebands wie Mando Diao und The Strokes umgeschwenkt, bei denen es zumindest gesitteter zugeht als bei den Toten Hosen. Aber vertreten werden sie auch durch diese nicht. Die seit Bill Haley bekannte Trennung „Mann auf der Bühne, Frau vor der Bühne“ blieb weitestgehend bestehen.

Eine Opposition dagegen stellte die „Riot grrrl“-Bewegung dar, die in den frühen neunziger Jahren besonders in den USA eine große Popularität unter jungen Frauen erlangte. In ihrem Zentrum standen Punkbands mit rein weiblicher Besetzung, wie Bikini Kill, Bratmobile oder Team Dresch, die sich in ihren Texten offensiv mit feministischen Themen auseinandersetzten. Zwar hatte es auch in den Jahrzehnten zuvor bereits Frauenbands wie The Slits, The Raincoats (beide in den späten Siebzigern) oder Babes In Toyland (Ende der achtziger Jahre), gegeben, aber zu keiner Zeit waren die „women in rock“ näher daran, ihren Minderheitenstatus abzuschütteln. Wieso sind sie wieder von der Bildfläche verschwunden?

Vermutlich weihte die Einstellung, die ihren Erfolg bestimmte, sie zugleich auch ihrem Untergang. Unter der Voraussetzung, dass wir tatsächlich inzwischen im Zeitalter der völligen Gleichberechtigung leben, wirkt ein radikaler Feminismus übertrieben, und seine Vertreterinnen setzen sich schnell dem Vorwurf aus, Probleme zu sehen, wo gar keine mehr seien. Die Unterscheidung zwischen männlicher und weiblicher Sichtweise scheint inzwischen sogar regelrecht anti-emanzipatorisch. Natürlich kann ich mich auch mit einem männlichen Exemplar der Gattung homo sapiens identifizieren, das seinen Liebeskummer besingt. Und soziale Ungerechtigkeit bleibt soziale Ungerechtigkeit, egal, ob von einer Männer- oder einer Frauenstimme angeklagt. Die allermeisten der großen Menschheitsthemen sind geschlechtsneutral, Töne, Klänge, Melodien sowieso. Doch gerade deshalb ist mir unverständlich, warum in vielen Musikszenen noch immer die männlichen Akteure dominieren.

Anscheinend sind wir doch noch nicht so weit, wie wir gerne glauben würden. Besonders im Bereich der härteren Rockmusik sind Frauen noch immer chronisch unterrepräsentiert. Möglicherweise liegt hier ausnahmsweise tatsächlich ein biologisches Problem vor – welches Mädchen geht schon gern auf ein Konzert, auf dem sie von herumspringenden Zweitmeterkerlen zerquetscht wird? Hinzu kommt die pathetische Auffassung vom Rock als „letztem wahren Handwerk unter den Musikrichtungen, ursprünglich, animalisch und kraftvoll“, welche ein klassisches Männlichkeitsideal impliziert. Kein Wunder also, dass viele ehemalige Riot grrrls, so auch die Bikini-Kill-Frontfrau Kathleen Hanna und ihre neue Band Le Tigre, sich inzwischen eine Nische im Elektronikbereich eingerichtet haben.

Dafür, dass auch im publikumsfreundlicheren Indierock momentan britischer „ladism“ (zu Deutsch in etwa: Rotzbengelcharm) Hochkonjunktur hat, gibt es allerdings keine Erklärung, die in der Struktur der Musik inbegriffen wäre. Die Ursache muss also in seinem soziokulturellen Umfeld zu suchen sein. Hoffentlich ist der Retro-Hype nur eine harmlose Modeerscheinung und nichts, was etwa auf reaktionäre Tendenzen in unserer Gesellschaft schließen lässt, wie manche Kritiker fürchten
.
Neben dem zuerst genannten Trend macht sich allerdings noch ein weiterer neuer Stern am Indiehimmel bemerkbar: Große Künstlerkollektive, die die traditionelle Rockinstrumentation durch Trompeten, Geigen oder Cellos ergänzen und zumeist gemischtgeschlechtlich besetzt sind, wie etwa The Arcade Fire, Broken Social Scene und A Silver Mountain Zion aus Kanada oder Architecture in Helsinki aus Australien. Hier werden Genregrenzen ebenso aufgebrochen wie Barrieren zwischen den Geschlechtern. Die Mädchen müssen nicht wild und laut sein, wenn sie nicht wollen (Amy Millans Gesangs bei den Stars z.B. ist eher „klassisch weiblich“, d.h. ruhig und sanft) aber sie dürfen (vgl. Poney P. von Les Georges Leningrad). Ebenso wenig sind die Jungs auf ihre traditionelle Rolle festgelegt, ihre Stimmen erscheinen wahlweise dunkel, sanft, bitter, zerbrechlich… Allein hieraus ergibt sich eine ganz neue Klangvielfalt, die Möglichkeiten der erweiterten Instrumentation noch nicht mitgerechnet. Vorreiter wie My Bloody Valentine verfolgten übrigens schon in den achtziger Jahren ein ähnliches Konzept.

Genug der Werbung. Ich möchte hier kein einzelnes Genre als die Patentlösung hervorheben, sicher gibt es noch genug andere Möglichkeiten, dieses Problem anzugehen. Fest steht für mich, dass ich keine Lust mehr habe, Abende in der Disco zu verbringen, an denen keine einzige weibliche Stimme aus dem Lautsprecher ertönt. Mädels, wie könnt ihr das ertragen? Und an die Männer unter euch: Wie könnt ihr Frauen ertragen, die so etwas widerstandslos mitmachen? Ich verlange von niemandem, dass er seine Plattensammlung wegschmeißt und seinen Musikgeschmack komplett umkrempelt. Aber es muss doch möglich sein, auch im CD-Regal ein halbwegs harmonisches Geschlechterverhältnis hinzubekommen! Ich bin für eine Frauenquote. Im Radio, in den Clubs, in den Köpfen. Und zwar solange, bis der Ist-Zustand normalen menschlichen Verhältnissen entspricht.

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46 Antworten

Kommentare

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    diiieses thema beschäftigt mich seit kurzem sooo extrem..und macht mich auch..wütend und..anspornend :D

    09.01.2008, 19:08 von die.grinsekatze
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    Man sollte vielleicht mal zwischen Berühmtsein und Virtuosität einerseits und zwischen verschiedenen Musikrichtungen bzw. instrumenten sauber unterscheiden, was die Rolle der Frauen in der Musik angeht. Zweifelsohne gibt es viele berühmte und auch virtuose Sängerinnen sowie auch Klavierspielerinnen, Violinistinnen usw. Frauen bringen eine ganz eigene Stilrichtung in die Musik ein. Andererseits gibt es scheinbar mehr Bereiche in der Musik, wo kaum Frauen mitspielen, und wenn doch, dann nicht auf Spitzenniveau. Ich selbst habe keine Ahnung, woran das liegt. Und ich kann selbst nur für die E-Gitarre und Westerngitarre sprechen, die ich selbst spiele. In der Tat sind die Virtuosen hier durchweg männlich (Vai, Satriani, Petrucci, Johnson, May, Malmsteen, Timmons, MacAlpine uva.). Die bekanntesten E-Gitarristinnen sind doch relativ unbekannt und sind vom spielerischen Können noch weiter von den männlichen Kollegen entfernt als eine Serena Williams von einem Roger Federer. Liegt es an der Angst vor der E-Technik? Kann eigentlich nicht sein, außer Gitarre in die Hand nehmen und Verstärker einschalten ist nicht viel gefordert. Gibt es einfach kein Interesse an dem Instrument? Kann auch nicht sein, immerhin versuchen sich ja einige Frauen an der E-Gitarre. Liegt es an der Anatomie, an der Kraft in den Händen bzw. an zu kleinen Händen? Hm, vielleicht, aber es gibt ja auch Frauen mit Muckis. Fehlt es an Ehrgeiz? Wohl nicht, denn bei anderen Instrumenten sind Frauen ja spitze. Oder liegt es an männlicher Aggressivität, die sich in dynamischem E-Gitarrenspiel ausdrückt? Ich bin ratlos, zumal das Phänomen ja auch bei E-Bass und Schlagzeug auffällig ist. Wo sind die Experten?

    26.02.2007, 16:01 von neontalk
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    Man sollte vielleicht mal zwischen Berühmtsein und Virtuosität einerseits und zwischen verschiedenen Musikrichtungen bzw. instrumenten sauber unterscheiden, was die Rolle der Frauen in der Musik angeht. Zweifelsohne gibt es viele berühmte und auch virtuose Sängerinnen sowie auch Klavierspielerinnen, Violinistinnen usw. Frauen bringen eine ganz eigene Stilrichtung in die Musik ein. Andererseits gibt es scheinbar mehr Bereiche in der Musik, wo kaum Frauen mitspielen, und wenn doch, dann nicht auf Spitzenniveau. Ich selbst habe keine Ahnung, woran das liegt. Und ich kann selbst nur für die E-Gitarre und Westerngitarre sprechen, die ich selbst spiele. In der Tat sind die Virtuosen hier durchweg männlich (Vai, Satriani, Petrucci, Johnson, May, Malmsteen, Timmons, MacAlpine uva.). Die bekanntesten E-Gitarristinnen sind doch relativ unbekannt und sind vom spielerischen Können noch weiter von den männlichen Kollegen entfernt als eine Serena Williams von einem Roger Federer. Liegt es an der Angst vor der E-Technik? Kann eigentlich nicht sein, außer Gitarre in die Hand nehmen und Verstärker einschalten ist nicht viel gefordert. Gibt es einfach kein Interesse an dem Instrument? Kann auch nicht sein, immerhin versuchen sich ja einige Frauen an der E-Gitarre. Liegt es an der Anatomie, an der Kraft in den Händen bzw. an zu kleinen Händen? Hm, vielleicht, aber es gibt ja auch Frauen mit Muckis. Fehlt es an Ehrgeiz? Wohl nicht, denn bei anderen Instrumenten sind Frauen ja spitze. Oder liegt es an männlicher Aggressivität, die sich in dynamischem E-Gitarrenspiel ausdrückt? Ich bin ratlos, zumal das Phänomen ja auch bei E-Bass und Schlagzeug auffällig ist. Wo sind die Experten?

    26.02.2007, 16:00 von neontalk
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    @ Sofie, dann wäre eine entsprechende Bezugnahme im Text sicher hilfreich gewesen. Eine solche Behauptun gist natürlich völlig unhaltbar und lässt an der Intelligenz der äußernden Person zweifeln.

    Ich bleibe aber dabei: Wenn man etwas (nur oder weit überwiegend) aufgrund einer Quote macht, hat man einen Fehler begangen.

    24.02.2007, 16:25 von Flocke84
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    so, und hier nochmal etwas nachschlag, der vermutlich auch wieder einen aufschrei nach sich ziehen wird. ich habe am wochenende das thema mit einem freund diskutiert, und wir konnten uns auf eine weitere begründung einigen: frauen sind mehr als männer auf ihr äußeres fixiert, d. h., dass sie oft nicht wirklich los lassen können, weil ihnen ständig im hinterkopf hängt "wie seh ich jetzt wohl aus" - das ist beim sex so (lieber schummriges licht, weil man ja sonst das dellchen hier hinten oder das fältchen hier vorne sehen könnte oder dass der bauch nicht ganz perfekt ist oder oder oder), und das ist eben auch in anderen bereichen, in diesem fall auf der bühne so. da wird ganz genau drauf geachtet, dass man immer eine gute figur abgibt. dass eine frau völlig darauf sch****, wie sie grade aussieht, ist leider immer noch höchst selten.

    noch einer: frauenbands taugen fast (ich betone: FAST. um allen eventualitäten vorzubeugen ..) grundsätzlich nicht viel, und warum? weil frauenbands zusammen gestellt sind nach geschlecht und nicht nach können. es gibt nun mal ein viel größeres angebot an männlichen musikern, und wenn ich für ne nicht-mädchenband jemanden suche, dann werde ich unter allen musikern, die sich vorstellen, denjenigen nehmen, der am besten ist. stell ich ne mädchenband zusammen, dann muss ich mit einer viel kleineren auswahl vorlieb nehmen, was zwangsläufig dazu führt, dass an der einen oder anderen ecke kompromisse gemacht werden.

    22.02.2007, 12:20 von Borussia
    • 0

      @Borussia Und was Style-fixierung angeht empfehle ich das Interview mit Jan Delay in der "Galore".

      Auf der Bühne gibt es keine nebensächlichkeiten. Nichts ist schlimmer, als bands. die sich keine Gedanken über ihr Bühnenoutfit machen...

      22.02.2007, 12:33 von sailor
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      @sailor ich behaupte, das kommt schwer auf die musikrichtung an. durch die usa schwappt grade so was wie ne neo-hippie-welle (ich nenn das so), die bands achten auf alles mögliche, bloß nicht auf ihre optik. guck dir mal clap your hands say yeah an oder elvis perkins oder cold war kids und wie sie alle heißen - die machen optisch aber wirklich rein gar nichts her. die sind hässlich (jawohl! :-D), und schlecht angezogen sind sie auch noch.

      22.02.2007, 12:45 von Borussia
    • 0

      @Borussia Dann achten sie darauf, das sie nicht drauf achten.
      Damit ist es wieder Style und bewusst.

      22.02.2007, 12:49 von sailor
    • 0

      @sailor arrrrrgh! dir ist wirklich schwer beizukommen. :-D

      jut, anders: bist du der ehrlichen überzeugung (oder kennst du ein beispiel), dass es eine frauenband (oder auch nur eine frau in einer band) gibt, die hässlich und auch noch mies gekleidet ist?

      22.02.2007, 13:00 von Borussia
    • 0

      @Borussia Z.B. Cristina Llanos von Dover (Gesang u. Gitarre).
      Ich mag den Begriff 'hässlich' nicht, das ist mir zu subjektiv.
      Sie entspricht keinem Schönheitsideal.

      Oder Janis Joplin... ;)

      22.02.2007, 13:27 von sailor
    • 0

      @sailor ich wusste, du würdest dich früher oder später an dem begriff "hässlich" stören. ;) gemeint ist natürlich "nicht den gängigen vorstellungen von schönheit entsprechend".

      janis joplin ist in jeder hinsicht eine riesen ausnahme gewesen. ihr konnte man mangelnde hingabe nun wirklich nicht unterstellen. :)

      so, in dem ganzen riesigen musikzirkus hast du nun tatsächlich 2 exemplare ausfindig machen können. :-D

      22.02.2007, 13:33 von Borussia
    • 0

      @Borussia Nein.

      Aber warum wird es Frauen zum Vorwurf gemacht, daß sie gut aussehen und wert darauf legen, wärend die ganzen eitlen britischen Gecks (Gecke) von Maximo Park, FF etc. sich stylen dürfen bis nach Meppen...

      Ich verstehe den Ansatz schon wieder nicht...

      :D

      Und warum sind die, die nicht dem Klischee entsprechen, immer berechtigte Ausnahmen?
      Nur damit das Klischee keinen Schaden nimmt?

      Edith Piaf war jetzt auch keine Riesenschönheit... (finde ich)
      Allerdings auch keine Gitarristin.

      22.02.2007, 13:39 von sailor
    • 0

      @sailor es ging zum einen da drum, dass verdächtigt viele frauen im musikbusiness (nach gängigen optischen vorstellungen) nett anzuschauen sind, also durchaus der verdacht entstehen kann, dass da mehr auf die optik als auf etwas anderes wert gelegt wird. das ist kein vorwurf an die frauen. auch im filmbusiness ist es so, dass gnadenlos nach optik aussortiert wird, vor allem bei frauen.

      zum anderen ging es darum, dass frauen (nicht alle natürlich, herrgott!) so stark auf ihr äußeres fixiert sind (nicht qua biologischer vorbedingungen, sondern qua sozialisierungsprozess), dass sie nicht richtig los und somit die sau rauslassen können. wiederum kein vorwurf an die frauen, sondern eine schlichte bestandsaufnahme. ganz sicher nicht die ideale aller welten, aber es ist so, wie es ist. ;)

      22.02.2007, 13:49 von Borussia
    • 0

      @Borussia
      Wie gesagt...
      Als wenn im Musikgeschäft nur männliche Gesichtsmülltüten rumlaufen würden...
      Ich lache.

      22.02.2007, 14:07 von sailor
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      @sailor zum glück ja nicht. :-D

      aber das hab ich auch gar nicht behauptet. ;)

      sei's drum. ich denke, wir kommen hier nicht zueinander. ;)

      22.02.2007, 16:37 von Borussia
    • 0

      @Borussia *lol*

      Wir sind doch beieinander...

      :)

      22.02.2007, 18:01 von sailor
    • 0

      @sailor oh!

      *blush*

      ;-)

      22.02.2007, 20:34 von Borussia
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  • 0

    Wenn jemand eine vernünftige Musik macht, wird er oder sie auch seine oder ihre Hörer finden. Jetzt solange schlechte Schallplatten von Musikerinnen zu kaufen, bis eine 50 %-Quote im Schallplattenregal erreicht ist, halte ich für keine allzu gute Idee.

    19.02.2007, 14:13 von bosch
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  • 0

    Ähm... entspricht es nicht den normalen menschlichen Verhältnissen, die Musik zu machen und zu hören, die man mag? Wie auch sonst, lösen (metaphorische) Quoten kein Problem. Ich unterstelle einfach mal, dass es mehr männlich besetzte Rockbands gibt, weil mehr Männer als Frauen Rockmusik (im weitesten Sinne) spielen. Der einzige Weg, dies zu ändern, ist e snicht, nach "Quoten" zu rufen, sondern mehr Musik zu machen. Ob diese sich durchsetzt, hängt alleine von der Qualität ab. Es wurden hier beiets viele Frauen genannt, die erfolgreich, solo oder in Bands, Rockmusik spielen. Die meisten von ihnen sind mir lieber, insbesondere Morrissette, Etheridge oder auch Lavigne, als etwa die rotzlangweiligen Arctic Monkeys oder Mando Diao. Selbst im extremen Metal gibt es weibliche Musikerinnen und -sängerinnen, etwa bei der erfolgreichen Melodic Death Metal Band Arch Enemy oder bei der extremen Black Metal Band "Darkened Nocturn Slaughtercult". Meiner Ansich tnach gibt es keinerlei Grund, ausgerechnet im bereich zeitgenössischer Musik einen "Mangel" an weiblichen Künstlern in gewissen Sparten zu assoziieren. Der Text thematisiert ein nicht thematisierungsbedürftiges Thema (imho).

    :-)

    PS: Quoten sind nie eine Lösung. Nur Qualität- und die Offenheit, sie zu sehen.

    PPS: Das "Recht" von Frauen, sich künstlerisch auszudrücken, ist mE in jüngerer Zeit (glücklicherweise) nie irgendwo bestritten worden, wie es deine Formulierung zu beginn des Textes nahelegt.

    18.02.2007, 09:57 von Flocke84
    • 0

      @Flocke84 PPS: ich habe das z.B. in nem Artikel von nem Typen auf dieser Seite gelesen. Also leider: doch

      22.02.2007, 20:45 von Sofie_Amundsen
    • 0

      @Sofie_Amundsen WAS?
      Geil!

      Wer und wo?

      23.02.2007, 19:41 von sailor
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  • 0

    es gibt einige gute und größenteils erfolgreiche sängerinnen und musikerinnen. so viele, dass ihre namen den gesamten platz, den dieser artikel einnimmt, besetzem würden. soll ich mal anfangen?
    und aus dem emo-bereich? na ja, dann kannst du ja emo ''boykottieren'', wenn du schon eine quote verlangst, wenn auch vermutlich nicht ganz ernst gemeint...? bäh, emo... ;) wie dem auch sei.
    es liegt doch an den frauen selbst, ''ins rampenlicht zu treten''. dies ist nicht einfach. jungs und männer haben es da sicherlich einfacher, da sie schneller in ihrem handeln für ernst genommen werden. oft wird man als mädchen belächelt, wenn man mit großen visionen auftaucht.
    aber sind wir dch mal ehrlich.
    nicht alle mädels sind so wie du. wer den frauen am meisten im weg steht, das sind die frauen selbst. stutenbissigkeit wird uns immer in unserer entfaltung lähmen. wer wird denn bei einer entsprechenden sängerin, die etwas ''exzentrischer'' gekleidet ist, zum beispiel abfällige bemerkungen machen? wirklich die männer? oder kommt von deren seite nicht eher so etwas wie: ''ja, die ist ganz cool.''
    na ja, ich für meinen teil kenne die antwort.

    17.02.2007, 16:09 von NeonBlond
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    @Borussia
    Wenigstens einer, der Gitarren (und damit Männer) für unverzichtbar erklärt. ;-)
    Laß uns Bühnenschlampen sein. Yeah!
    *g*

    @Sofie
    Also die Grundidee Deines Textes fand ich ja richtig gut. Die Überschrift sowieso.
    Leider stellst Du aber ein Phänomen zu sehr als ein Poblem dar. Und das nicht sehr nachvollziehbar.
    Trotzdem lustiger Text und lustige Diskussion: Danke.
    ;-)

    17.02.2007, 01:58 von LudwigMartin
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