Annabel_Dillig 09.11.2012, 13:37 Uhr 291 1

An die Tafel!

Jeder fünfte Student lebt in Armut oder ist auf Lebesmittelspenden angewiesen. Wie verdient ihr euch was dazu?

Christoph Maria Herbst synchronisierte Pornos, Peer Steinbrück bewachte Parkplätze, Brad Pitt bequatschte Fußgänger in einem lebensgroßen Hühnchenkostüm. 

Studentenjobs sind demütigend, bieten aber einen idealen Anekdotenfundus. Vier Wochen Lebenserfahrungskonzentrat. Nie wieder wird man in die Abgründe menschlichen Verhaltens so gut blicken können wie in einem Call Center, nie wieder wird man in so viele bizarre Vorgärten sehen wie beim Zeitungaustragen. 

Wie habt ihr euch im Studium etwas dazuverdient? Was waren eure irrsten Nebenjobs?

P.S. In meiner alternativen Arbeitnehmerbiografie stehen folgende Tätigkeiten zu Buche: Fließbandarbeit (einmal Dieselinjektoren, einmal Strumpfwaren), Turnschuhverkauf, Empfangsdame, Call Center, Poststellenmitarbeiterin, Kabelhilfe beim Fernsehen und natürlich: Zeitungen austragen.

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291 Antworten

Kommentare

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  • 1

    muss schauby recht geben: die entwicklung ist einfach übel. die armen werden immer ärmer, die reichen noch reicher und gegen den viel bejammerten fachkräftemangel wird nix unternommen. ich kenne einige, die ihr studium abbrechen mussten, weil es finnziell unmöglich war. trotz bafög und nebenjob ist es schwer, die studiengebühr von 542,- noch on top zu wuppen und diverse kosten noch dazu, die ja nicht in den gebühren included sind. paar tage nur nudeln mit ketchup ist da in der tat noch lustig. es gibt einiges, was weniger witzig ist. derweil kommen eben die ärtze aus dem osten zu uns, unsere wandern ab nach england und der fachkräftemangel bleibt und wird immer größer. oder es können manche studieren, die es besser nicht täten und andere, die es finanziell nicht können, würden dringend gebraucht, da sie mit dem herzen und der seele dabei sind

    13.11.2012, 23:56 von FragolaRosso
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      Aber warum dann ausgerechnet nach München zum Studieren? Man kann doch seine finanzielle Situation vorher in etwa einschätzen und abwägen ob man sich so hohe Studiengebühren leisten kann, oder eben nicht.

      14.11.2012, 01:45 von wittchenschnee
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      Da geb ich wittchenschnee Recht. Ich kann nur als Beispiel Augsburg nennen: Die Studiengebühren liegen unter 500 Euro und das Semesterticket ist mit drin. Und viele Münchner pendeln hier her. Ich bin auch über 30 und muss zusehen, wie ich mein Studium finanziere. Und ich hab mir auch eins von den teuren Studiengängen (hohe Zusatzkosten) ausgesucht. Ich lass mir teure Bücher zu Geburtstagen oder Weihnachten schenken. Wenn man so frustriert ist, wie du es zu sein scheinst, dann sollte man seine Lebenssituation wirklich gründlich überdenken und nicht immer die Schuld auf andere schieben. Das Leben ist nicht immer fair und wird es nie sein. Wenn dich alles zu sehr ankotzt, solltest du wirklich überlegen, woanders weiterzumachen oder du bleibst dabei, ärgerst dich weiter und nervst dein Umfeld mit lautem Gejaule, bis dir niemand mehr zuhören will und du noch frustrierter wirst.
      Du willst nicht wegziehen, du willst keinen Kredit aufnehmen. Dann nimm dein Schicksal an, das du dir ausgesucht hast und heul nicht rum.

      14.11.2012, 09:18 von Bender018
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      Es gibt genau zwei Bundesländer, die noch immer Studiengebühren fordern und das sind Bayern und Niedersachsen. Wenn ich eher ein maues Budget zur Verfügung habe, dann studier ich auf keinen Fall in eines der beiden und wenn, dann such ich mir nicht auch noch zusätzlich eine so teure Stadt wie München aus.

      14.11.2012, 12:25 von wittchenschnee
    • 1

      Ich find's teilweise echt amüsant mit anzusehen, wie so manch einer sich in seinem furchtbar tragischen Schicksal suhlen kann. Ändern oder Hinnehmen, aber nicht heulen. 

      14.11.2012, 12:30 von wittchenschnee
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  • 1

    weiß jetzt nicht, ob das nun grade *irre*ist, aber ich habe mal ein paar wochen auf der kinder-intensivstation und der hno (blute tamponaden rechts und links neben den betten) geputzt.
    ich war total geschockt. die frühchen völlig verkabelt, daneben ein pulk von ärzten und schwestern , (ja, das ist unser 800g kind) komatöse 3 jährige, glatzköpfige krebspatienten. horror.

    meine schwester hat mal jeden tag 8 stunden per hand die innenanzeigen von kompassen bemalt.

    13.11.2012, 23:42 von Gluecksaktivistin
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  • 5

    Irgendwie find ich die Schwarzmalerei auch ein bisschen arg. Klar, man macht auch mal echt dämliche Jobs und es passiert auch mal, dass man sich (vor allem gegen Ende des Monats hin) mal nur von Nudeln ernährt, aber irgendwie gehört's doch auch dazu. Und Studenten, die diese Erfahrungen nicht mal ansatzweise machen mussten, die müssen halt später lernen, wie man sich über Wasser hält und mit solchen Menschen möchte ich auch nicht tauschen. Ich seh' das ganze eher mit Humor und ich bin auch überzeugt, dass es durchaus einen Weg gibt, durchzukommen ohne dass man auf Spenden angewiesen sein muss. Und wenn man sich über diesen Lebensweg so furchtbar aufregt, dann soll man eben einen anderen einschlagen.

    13.11.2012, 23:01 von wittchenschnee
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  • 1

    Ich hab als Gabelstaplerfahrerin im Sommer gejobbt, is ne super lustige Erfahrung gewesen ;)

    13.11.2012, 22:32 von wittchenschnee
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      Cool, dann haste ja nen Gabelstaplerführerschein, ne?!

      14.11.2012, 09:19 von Bender018
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    Thrombozytenspende aller 2 Wochen, allerdings maximal 26 Mal im Jahr. Pro Spende 50 EUR! ;)

    13.11.2012, 19:06 von Tora
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      Das ist scheiße ekelhaft. Ich habs nur einmal gemacht und wär dabei fast vom Stuhl gekippt. Ich hatte mir damals geschworen, wenn ich das überlebe, sowas nie mehr zu machen.

      14.11.2012, 08:27 von Tanea
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      Genau, die haben mir glaube ich Kochsalzlösung zurückgeführt, und ich glaub, die war aus dem Kühlschrank. Jedenfalls war dieses Gefühl, diese kalte Suppe da in die Adern zu bekommen und nix dagegen machen zu können ein schreckliches. Bin dabei was ohnmächtig geworden. Nachher sagten die mir aber, dass man die Lösung vor dem anhängen auch erwärmen könnte, wenn man den Leuten vorher sagt, dass man da empfindlich ist.
      Naja, vielleicht bin ich da auch ne kleine Zimperliese, jedenfalls ist mein Blutdruck von Haus aus sehr niedrig, vielleicht lag es auch daran.

      14.11.2012, 09:03 von Tanea
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    • 0

      Stimmt, es war ne Plasmaspende, jetzt wo dus sagst, hatte mich auch gewundert, da ich nur nen Zwanni bekommen hab.

      14.11.2012, 09:08 von Tanea
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      Hab auch noch nachgelesen:

      Die Thrombozyten- und Plasmaspende wird im allgemeinen gut vertragen.
      Nebenwirkungen wie Blutdruckabfall, leichte Kreislaufschwäche oder
      Übelkeit können, wie bei jeder Blutspende, auftreten. Ein
      Kreislaufkollaps ist jedoch selten.
      Und man sollte nicht nüchtern sein und dabei viel trinken... ich glaub ich war nüchtern und hatte nix getrunken.

      14.11.2012, 09:11 von Tanea
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      Also, bei Bluhochdruck soll Blutspenden wirklich gut sein, das kann ich auch nachvollziehen, da dem System quasi "überflüssiges" Blut entnommen wird und der Körper dadurch entlasstet wird. Bei niedrigem Blutdruck ist allerdings das Gegenteil der Fall, weil das Blut fehlt und die Belastung für den Körper dadurch erhöht wird ( reines Laiendenken)
      Das mit dem HIV-Risiko nehmen die sehr ernst. Wir waren damals mit mehreren Leuten spenden und ne Freundin durfte nicht, weil die ein paar Monate vorher nen Urlaub außerhalb der EU gemacht hatte ( Türkei oder Ägypten) Das war auch begründet mit dem Krankheitsrisiko.

      14.11.2012, 09:19 von Tanea
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      Gibs doch mal weiter... Kann aber sein, das das auch schonmal war. Ist ja aber egal, weil wichtig ist das Thema schon.

      14.11.2012, 09:37 von Tanea
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      Das "verdiente" Geld ist der schöne Nebeneffekt. Ich tue damit was sehr Gutes! Die Ärzte sind fast heiß auf den Überschuss an Thrombozyten, da damit nicht jeder dienen kann und auch nicht mit den dazu fähigen Venen, die etwa (je nach Wert) 45 Min. bis 1,5 Stunden durchhalten müssen, ohne dabei zu platzen. Dass ich mit meinen Thrombozyten Leukämie-Patienten helfe und das Wissen, dass sich viel zu wenige Spender dafür finden und bereitstellen, lässt mich so oft wie möglich dort hin gehen. Der Schadenersatz von 50 EUR ist im Grunde sogar gering.

      Und ja, Thrombozytenspende ist bei regelmäßiger Durchführung viel harmloser und verträglicher als Vollblutspende und was du liebe Tanea da wahr genommen hast, war der Verlust von Kalzium, welchen die beiläufige Infusion im Beutelchen hergibt! Dieser löste auch bei meiner ersten Spende ein Kribbeln zentral aus. Ich sprach es gleich an, bekam einen Becher mit ner gelösten Kalzium-Tablette, eine Flasche Wasser und sie legten mir die Beine hoch. Dann wurde mir schnell besser und wir mussten die Aktion nicht abbrechen. Sie meinten, es war gut, dass ich es so schnell erkannt habe und dass die erste Spende oft schwieriger vertragen wird.

      14.11.2012, 09:43 von Tora
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      Nach der Spende wartete ich noch etwa ne halbe Stunde mit Kaffee und Tee.. und stand auch nicht sofort von der Liege auf. Nach der halben Stunde fuhr ich mit Rad nach Hause und es ging mir sehr gut. Nicht mal ein Schwächegefühl, wie bei der Vollblutspende. Da bin ich dann leicht kurzatmig auf dem Fahrrad ;), obwohl diese unvernünftige Aktion danach ja auch nicht zu empfehlen ist.

      14.11.2012, 09:48 von Tora
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      Ich hatte es denen auch sofort gesagt, die haben mir so ein Bällchen in die Hand gegeben zum drücken und ich glaub zu trinken bekam ich auch was. Es war eben ein seltsames Gefühl, was mich leicht panisch hat werden lassen, weil du ja nicht weg kannst und weil du denen so ausgeliefert bist. Den Laden gibt es allerdings auch nicht mehr...

      14.11.2012, 09:52 von Tanea
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      Das ist doch schön! Ich gehe in Vollzeit arbeiten und habe es somit nicht nötig. Da mich aber in meiner Freizeit gerne schöne und auch mal teure Dinge leiste, kommt mir das gelegen. Das Gefühl, diesen Menschen damit zu helfen, lässt mich nach der Spende den ganzen tag positiv fühlen - dadurch denke ich zu merken, dass das Helfersyndrom bei mir stärker ausgeprägt ist als der Verdienst an Geld.

      Das Bällchen Tanea, geben die übrigens um dein Blut schneller zu befördern, sonst alarmiert der Apparat. ;)

      14.11.2012, 10:01 von Tora
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      richtig schlecht formuliert.. aber ihr versteht, oder? Bin grad aufgestanden. :P

      14.11.2012, 10:03 von Tora
    • 1

      :D

      an... alle.

      14.11.2012, 12:52 von Dalek
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    • 0

      :D so sieht's aus!

      14.11.2012, 12:56 von Tora
    • 1

      McH., (darf ich dich so nennen?)
      den mußte ich herzen !

      14.11.2012, 12:56 von Tanea
    • 3

      Och, ich bin happy. Das is alles.
      Und ich finds lustig, wie Tanea bammel vor Plasmaspenden hat, dass Tora sich so gut mit dem Prozess auskennt, und dich mag ich ja eh und der Vorschlag für ne Vorschlagsliste find ich ja mal top.

      14.11.2012, 13:00 von Dalek
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    • 0

      Okay, dann nenn ich dich nur noch Pussycat
      (ist das ok?, ist auch sicher nicht abwertend gemeint ;-)

      14.11.2012, 13:05 von Tanea
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    • 0

      Ironie ist mir ja weitgehend fremd und wird mir desöfteren unterstellt, aber gut, wenn du nicht magst (muß dabei auch ständig an den Pussy Wagon aus Kill Bill denken)

      Ich überleg mir was und lass es dich dann wissen :-)

      14.11.2012, 13:10 von Tanea
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    • 3

      es weniger amüsant den Armutsbegriff misszuverstehen.

      mal vom satten Münchner Tellerrand abgesehen, jeder Fünfte in Deutschland ist von Armut betroffen. (Studie, Gesellschaft für Konsumforschung, Oktober 2012) 

      Dies bezieht sich nicht nur auf eine Mittellosigkeit, die bspw. vollwertige Ernährung unbezahlbar macht, sondern auch auf Mangel an Teilhabe an der Gesellschaft - soziale Ausgrenzung. Ob das NEON Leser mit einschließt ist nicht die Frage, vielmehr, wie rasant diese Entwicklung zugenommen hat in den letzten Jahren.  

      13.11.2012, 19:21 von schauby
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  • 6

    da wird dieses thema bereits hatten, werd ich mich dazu nicht äußern. stattdessen schrei ich wieder nach den bereits seit dem relaunch eingeforderten funktionen, die auf der alten seite alle schon liefen.

    EDIT! DAHIN-RUTSCH-FUNKTION-WO-KOMMENTIERT-WURDE!

    13.11.2012, 17:39 von Ozelotte
    • 2

      Ach Otzel, ich mag ja deine Verbissenheit Engelsgeduld...

      13.11.2012, 18:21 von sailor
    • 1

      she s edith uu baby she s edith

      you got the edith
      the edith of looveee

      13.11.2012, 20:29 von Traumversinken
    • 3

      ich geb nich auf, NIEMAAAALS!

      14.11.2012, 01:08 von Ozelotte
    • 0

      seit heute ist das PRoblem behoben, dass der Login nicht als "sicher" galt. in kleinen Schritten gehts voran.

      14.11.2012, 12:40 von Schmalzstulle
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  • 3

    Ich hab mal für das Firmenjubiläum eines Kunden nicht nur die Werbemittel gestaltet, sondern zwei Hunnis extra eingestrichen, indem ich mich in einem maßgeschneiderten hautengen Katzenkostüm ein paar Stunden unter die Gäste gemischt habe.

    13.11.2012, 17:29 von frl_smilla
    • 1

      ich glaub, das hätte ich gerne gesehen.

      13.11.2012, 18:53 von YOLK
    • 0

      ich glaube nicht, das kostüm war vorwiegend weiß.

      13.11.2012, 18:55 von frl_smilla
    • 1

      oh. oke.
      nee, trotzdem. kann man ja immer noch wegkucken.

      13.11.2012, 18:59 von YOLK
    • 3

      Ach, du bist das mit den Katzenbildern?

      13.11.2012, 19:22 von EliasRafael
    • 0

      ja. alle von mir!

      14.11.2012, 06:38 von frl_smilla
    • 0

      Was Yolk sacht...

      08.12.2012, 14:37 von sailor
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  • 4

    Fremdblut gespendet. Bei ca. 20 Liter pro Monat gibt das 'n moderates Taschengeld.

    Tipp: Polizeifunk abhören. Wenn man bei 'ner Schießerei mit Todesfolge vor der Polizei am Tatort ist, kann man den Opfern noch schnell den einen oder anderen Liter abziehen.

    13.11.2012, 16:55 von Blackend
  • 3

    Ich hab in meiner Studizeit einfach alles geklaut was ich mir nicht leisten konnte so wie Lachs, Pecorino und Schampanjer.....und damals schon Container'd

    13.11.2012, 16:24 von TAFKAW_reloaded
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