biervernichter88 13.06.2009, 00:02 Uhr 6 0

Zu: NEON-Artikel "Allein unter Freunden"

Die Aspekte "Einsamkeit" und "Suche nach Freunden" im Bezug auf meine eigene Person

Aus meiner Sicht war dies einer der besten Neon-Artikel, die ich je gelesen habe, weshalb ich mir vornahm, ihn ein wenig zu kommentieren und ein paar persönliche Kommentare einzubauen bzw. ihn auf mich selbst zu beziehen.

Von aller Welt verlasen..ein Gefühl, dass ich in letzter Zeit nur allzu gut kennengelernt habe. So wie Beispielperson Martina Kix bin auch ich nach dem Abi umgezogen, um in einer anderen Stadt zu studieren.
Normalerweise bin auch ich ein Mensch, der leicht Bekanntschaften macht und gut mit anderen auskommt.
Doch nach dem angesprochenen Umzug ist es auch mir weitgehend schwergefallen, alte Freundschaften aufrecht zu erhalten bzw. neue zu knüpfen.
Das erste Problem, die alten Freundschaften, sehe ich genauso wie bei Beispielperson Thorsten Aust beschrieben: aus geographischer Distanz wird emotionale Distanz. Am Anfang kommunizierte ich noch regelmäßig mit allen Kumpels meiner Abi-Stufe., doch es wurde dann mit der Zeit immer weniger. Heute habe ich regelmäßig Kontakt zu noch genau 4 von ihnen.
Das zweite angesprochene Problemist das Finden neuer Freunde.
Zitat aus der Beschreibung von Martina: "Eine geschlossene Gesellschaft, zu der sie keinen Zutrit hatte".
Freilich liegt das Problem bei mir ein klein wenig anders: Es ist viel mehr so, dass jeder meiner Kommilitonen, die ich an der Uni neu kennen gelernt habe, schon gebürtig aus dieser Region kommt, also auch schon seinen festen Freundeskreis hat. Ich bin der einzige, der neu zugezogen ist. Also läuft bei den Leuten aus meinem Studiengang auch nicht allzu viel zusammen, da jeder eben mit seinen eigenen Freunden beschäftigt ist. Es handelt sich hierbei quasi um mehrere "geschlossene Gesellschaften". Dies ist ein Aspekt, der mir in dem NEON-Artikel leider gefehlt hat, erklärt besagter Aspekt doch, warum es vielen Leuten in neuen Städten so schwer fallen könnte, neue Freunde zu finden.
Jedenfalls muss ich zustimmen, dass es schwer IST.
Auch der Aspekt der Einsamkeit war, wie ich finde, sehr gut beschrieben bei den Beispielpersonen Martina und Daniel.
Besonders die Wochenenden SIND nämlich dann die "einsamen Zeiten", da stimme ich voll und ganz zu.
Ja, man überlegt sich dann wirklich, dass andere Menschen zu dieser Zeit gemeinsam Spaß haben. Und ja, es ist wirklich schlimm, wenn man das dann mitansehen muss.
Glücklicherweise ist es mir mittlerweile gelungen, doch ein wenig Anschluss zu finden, wenn auch noch recht sporadisch. Doch ich habe gemerkt: Es ist mit etwas Geduld möglich!!!

Vielleicht hilft dieser kurze Beitrag Leuten in ähnlichen Situationen ja ein wenig weiter. Vielleicht hat es dann einen Sinn, dass ich ein wenig meiner doch manchmal sehr langsam verrinnenden Freizeit für ihn geopfert habe.
Denn man mag vielleicht temporär in der Gesellschaft alleine sein, doch nie ist man mit seinen Problemen alleine. Irgendwer teilt immer das eigene Schicksal.

6 Antworten

Kommentare

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    @ judifi: so sehe ich das auch. Es ist eine positive Segregation, wenn sich nach und nach herauskristalisiert, wer nach solchen Umstrukturierungen im Leben trotzdem noch zu den wahren Freunden zählt.

    Prinzipiell denke ich, dass das einfach der Lauf der Dinge ist... wenn sich Lebenumstände ändern, verändern sich auch Freundschaften... alte, manchmal langjährige, werden zu Bekanntschaften aber neue kommen dafür hinzu. Wer sich in einem bestimmten Lebensabschnitt in der gleichen Situation befindet, tut sich zusammen. Wahrscheinlich ist das eines der Merkmale unserer Generation...

    17.07.2009, 08:21 von Diasam
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      @Diasam Dankeschön fürs lesen =D
      ihr habt recht. ich werds auf diese weise versuchen :)

      17.07.2009, 08:23 von biervernichter88
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      @[Benutzer gelöscht] Meine besten kumpels kann ich nun auch nicht mehr so oft sehen. wohnen auch etwas weiter von mir weg...
      Ehrlich trifft wohl zu. Da ich mir den Artikel einfach so mal schnell vom herzen geschrieben habe...musste irgendwie sein.

      Danke für den netten Kommentar! :)

      18.07.2009, 04:38 von biervernichter88
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    Groesstenteils stimme ich zu, der Artikel hat mir gefallen.

    Allerdings wuerde ich die Reduzierung der alten Abi Freunde auf 4 nicht als negativ ansehen. Ich fand es positiv, dass die Distanz meine Freunde ausgesiebt hat, viele Kontakte haben sich dadurch verloren, die guten sind geblieben und das sind solche, bei denen es egal ist wieviel Kontakt man in der letzten Zeit hatte oder wie oft man sich meldet, sobald man wieder miteinander spricht ist das schoene Gefuehl der Vertrautheit hergestellt.

    17.07.2009, 03:52 von judifi
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      @judifi Vielen Dank :D
      Solche Kommentare machen einem Mut, danke dafür!
      Wahrscheinlich hast du recht damit. Echte Freunde erkennt man wohl in schweren Zeiten.

      17.07.2009, 03:55 von biervernichter88
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    so seh ichs auch, biervernichter. den ganzen artikel könnte ich auch auf mich beziehen..

    Nunja, da ich indirekt im text genannt werde, kann ich mir sehr gut ein bild über deine gedanken machen.

    ansonsten.. *proooost* ;)

    06.07.2009, 03:03 von genuine-draft
    • 0

      @genuine-draft Dankeschön^^
      na, du bist einer von 4, stimmt^^

      06.07.2009, 03:06 von biervernichter88
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  • 0

    ich glaub das mit dem auf jemanden zu gehn is ja nich schlecht ,
    aber ich hab die erfahrung gemacht das es schon an der toleranz vom gegenüber oft hapert und viele leute gar keine lust haben neue "echte" freundschaften zu knüpfen.

    einsamkeit is n arschloch:]

    mieze

    25.06.2009, 22:33 von Horstmieze
    • 0

      @Horstmieze Du hast recht. genau das ist oft das Problem

      jaja, und dieses Arschloch kann ungemein nerven :)

      18.07.2009, 03:18 von biervernichter88
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