Mr.Letman
Die Wut kocht, Hass und Zorn nehmen Ausmaße an die einem Mann körperliche Schmerzen bereiten.
Seit einigen Jahren musste er sich immer wieder mit diesem seltsamen Typ treffen. Er mag ihn nicht und ist nicht gerade übermäßig Stolz auf diese Bekannschaft, doch ihm fällt kein anderer Ausweg ein- eigentlich fällt ihm überhaupt kein Ausweg ein aber dies ist in seinen Augen die beste Ausweichmöglichkeit. Nun sitzt er wieder hier,Mr.Letman, er sitzt hier wo sie sich auch die letzten Male getroffen haben, an einem Tisch gegenüber von diesem Typ.Mr.Letman ist es gewohnt die Luft von Rauch durchzogen vorzufinden, doch heute ist es ganz besonders schlimm und ein Husten muss unterdrückt werden- er hustet.
Sein Gegenüber raucht an einer Zigarette doch Mr.Letman nimmt ihm das nicht übel, auch wenn er bei jedem treffen husten musste und der Typ ahnen könnte, dass Mr.Letman Nichtraucher ist erwartete er keine Rücksicht, es kam auch nie zur direkten Ansprache.
Der Typ fängt an zu reden. diese Gespräche sind bekannt und man hat das Gefühl sein bestreben liegt einzig und allein darin Mr.Letman zu widersprechen. Doch gerade diese hitzigen Debatten bringen Mr.Letman immer wieder dazu hier her zu kommen. Trotz des beißenden Qualms und einem Gesprächsverlauf der so gut wie immer ins Nichts führt sucht Mr.Letman den Dialog. Dennoch verfinstert sich die Stimmung schlagartig: wie aus dem nichts schießt der Typ einen Pfeil los, er zündet eine Atombombe die den direkten Kurs auf Mr.Letmans Selbstbeherschung eingeschlagen hat.
Die Asche fällt auf den Boden und die Zigarette wird in eine Ecke des Raumes geschnipst.
Der Raucher fängt an von Mr.Letmans Tochter zu erzählen. Der Zusammenhang wäre egal gewesen,denn allein die Tatsache das der Typ von seiner Tochter weiß ist schockierend genug. So viele Diskussionen aber dies war das erste Mal, dass über Familie geredet wurde, eine Grenze die Mr.Letman eigentlich nie überschreiten wollte. Es gibt vertrauenserweckendere Persönlichkeiten als die von Rauch umhüllte Gestalt die ihm gegenüber sitzt. Und dennoch mutet das bloße Wissen über die Tochter im Vergleich zu den kommenden Sätzen geradezu beruhigend an.
Der Typ gesteht, dass er Mr.Letmans kleines Mädchen entführt und vergewaltigt hat.Diese Worte klingen nicht so absurd wie sie hätten klingen sollen denn Mr.Letmans Tochter wird zur Zeit tatsächlich vermisst und niemand weiß genau wo sie sich aufhalten könnte. Erschreckende Details, grausame Einzelheiten und bizarre Fantasien überschwemmen Mr.Letman und ihm wird übel.
Er hat gedacht alles würde leichter werden wenn er die Wahrheit kennt und Gewissheit hat- aber es ist unerträglich. Er hat gedacht es macht ihn stark wenn er es aushält- aber es macht ihn wahnsinnig wenn er es aushalten muss.
Die Wut kocht, Hass und Zorn nehmen Ausmaße an die einem Mann körperliche Schmerzen bereiten. Es verletzt einen bis man nicht mehr in der Lage ist sich zu kontrollieren- Mr.Letman bekommt keine Luft mehr und er legt durchaus keinen Wert darauf seine Gefühle im Zaun zu halten. Er springt über den Tisch und würgt den Typ heftig. Er tobt und schreit aus vollem Hass heraus während er alles vergisst was ihm jemals an Anstand und Moral beigebracht wurde. Dieser Typ hat Mr.Letmans Tochter vergewaltigt und nun ist die Gelegenheit da sich an diesem Mann zu rächen, wie oft gibt es solche Möglichkeiten?
Mr.Letman will sie ausschöpfen.
Eine Frau in weiß betritt den Raum und Mr.Letman betrachtet sie im Wahn. “Stress im Raucherzimmer”, diese Worte klingen in seinem Kopf und kurz darauf betreten ein paar breitgebaute Männer die Bildfläche.
Einer dieser Männer spricht Mr.Letman an und fragt warum er so laut redet. Ehe er Antworten kann spricht die Frau in weiß: “Der Mann ist Shizophren.”
(Deris Tes / 2010)"Wichtige Links zu diesem Text"
http://boothbrothers.de/2010/02/19/mrletman/




Kommentare
ja das gab es schon, allerdings fällt mir kaum eine geschichte ein wo es irgendetwas nicht schon einmal gegeben hätte. naja, trotzdem danke für dein feedback.
03.03.2010, 12:49 von Deris-Tesklar gabs das schon, wollte auch das rad nicht neu erfinden.
03.03.2010, 12:40 von Deris-TesGeehrter Autor
03.03.2010, 04:15 von TilmannKleyewirklich tolle Geschichte, aber das Ende ist nicht absolut grottig
ich will Dir nicht in Deine Story quatschen, ist ja gut erzählt, doch das Ende enttäuscht - kennt man von Fight Club, Das Fenster zum Hof, Die Zahl 23, Zwielicht - das ist ein alter Hut
Tipps wenn's behagt: Du schreibst eine längere Geschichte, in welcher der Raucher das Mädchen wirklich entführt hat und es zu einer Lösung kommt, die durchaus schrecklich für die Figuren sein kann
zweite Idee: der Schizophrene hat tatsächlich früher ein Mädchen getötet und kämpft sozusagen mit seinem alter ego (doch medizinisch gesehen wäre er dann multipel)
sei nicht sauer, es wäre nur schade um die recht guten ersten zwei Drittel deiner Story
für fehler und schrift haftet der stift.
24.02.2010, 18:51 von Deris-Tes