Foxhole 28.10.2008, 17:21 Uhr 0 1

Ich liebe dich aber jetzt stirbt deine Oma

„Hörst du mir überhaupt zu?!“, riss es mich aus meinen Träumen. Ich tat es nicht. Wieso auch. Realität ist scheiße.

Wusch! Ab in schönere Gegenden der Vorstellungskraft.
Er stand vor einem Schild auf dem in riesigen grünen Farben ein einziges Wort stand „ER“.
Lange stand er vor dem Schild und konnte nichts damit anfangen, bis er von einem Notarztwagen niedergefahren wurde. Zum Glück wurde er nicht weggeschleudert, sonder schlicht und fad vom Auto begraben. Nun hing sein Oberschenkelknochen in der Mitte locker aus seinem Bein und erblickte zum ersten Mal das Licht der Welt.
Jeff wurde sofort in die Notaufnahme eingeliefert. Praktischerweise kauerte er ja genau vor ihr. „„ER“ heißt ja Emergency Room... wie die Serie mit George Clooney“, fiel es ihm ein und er schlug sich ins Gesicht, um sich für seine Dummheit zu bestrafen.
Er mochte es bestraft zu werden. Dabei spielte es keine Rolle, ob er selber derjenige war oder eine x-beliebige Person, die zufälligerweise vom Himmel viel.
In diesem Augenblick viel keine x-beliebige Person vom Himmel.
Es war sein Arzt und sie viel aus ihrem Rollstuhl. Henny wurde sie von ihren Freunden genannt aber im Krankenhaus nannten sie alle Thorben.
Thorben rappelte sich auf und kraxelte zurück auf den Rollstuhl. Sie trug einen Minirock und so konnte Jeff ihr eine halbe Stunde locker unter den Rock gucken. Als sie einen Wheelie machte, um allen zu zeigen, was sie trotz ihrer Behinderung alles kann, platzen Jeffs Vorstellungen und Fantasien und fielen zu einer alten vormittelalterlichen Burgruine zusammen. Er tollte noch eine Weile durch die zerschlissenen Mauern mit ihren moosbewachsenen Türmen und dem großen Burgtor, das sich gut gehalten hatte und landete dann wieder im Zimmer des Krankenhauses. Er mochte seine Ausflüge. Sie waren das letzte was er noch hatte in dieser kalten, rauen Welt.
Thorben drückte seine Zigarre in der offenen Wunde aus und richtete Jeffs Aufmerksamkeit nun endlich auf sich. „Hallo“, sagte sie. „Sie haben sehr schöne Knochen. Schön weiß. Sie sollten sie versichern lassen.“
Thorben war auch Versicherungsvertreterin. Jeder brauche ein oder zwei Standbeine, meinte sie. Das zog immer einen Schwarm von Behindertenwitze machender Wölfen an. Im Gegensatz zu normalen Wölfen leben sie in Schwärmen.
Man stelle sich das mal vor, so ein Schwarm von 200 Wölfen, die verschiedenste Witze über Behinderte machen in allen erdenklichen Sprachen und Lautstärken. Man muss schon ein ganzer Mann sein, um das auch nur kurze Zeit zu überstehen ohne seinen Verstand zu verlieren. Thorben war so ein Mann, gefangen im Körper einer Frau. Von ihrem Neffen wurde sei einmal Robot-Thorben genannt. Da hat sie ihn einfach erschossen. Ihrem Bruder und der Polizei sagte sie es wäre Notwehr gewesen. Alle glaubten ihr, schließlich war sie Arzt.
Vier Wochen später. Das Bein war heile und Jeff lief schon wieder durch die Stadt. Es war eine Mischung aus Köln und New York also Kew Yöln. Es war eine dreckige, beschissene aber auch sehr liebenswürdige Stadt. Sie gab einem immer ihre Brust, wenn man mal durstig und hungrig war. Jeff war durstig und hungrig und hing gerade jetzt an ihrer Zitze. Ja, das schmeckte der kleinen Sau.
Die Welt explodierte!




Dachte Jeff sich, als er in der neunten Klasse einem Erdbeben beiwohnen durfte. Es war ein nettes kleines Ding und tat niemandem was. Nur gemeinen Minderheiten, die anderen nichts gutes wollen. Dodos. Seit diesem Tag waren sie weg. Zurück zum Planeten Delimtron Alpha, wo alle „Vögel“ herkommen. Sie beschwerten sich beim großen Gericht von Dori aber kamen nichtmal durch die Eingangstür. Dodos waren eine Minderheit überall wo sie hinkamen und Minderheiten werden überall unterdrückt. Das ist Gesetz aber nur sehr kleingedrucktes Gesetz. Sonst könnten Rechtler ja was dagegen sagen!
Zurück in der Gegenwart kaufte sich Jeff gerade einen Porsche mit Haubitze auf dem Gepäckträger. Da er nicht viel Geld hatte war es nur ein Fahrrad. „Haubitzen machen alles schöner.“, war Jeffs Gedanke und richtete sie auf das Altersheim um die Ecke. Er war bereit für einen Testlauf. Jeder war es.
Es machte *Puff* und schon stand Jeff in einem runden Raum voller nichts. Er wedelte mit den Armen und griff nach dem Kerzenständer, der in diesem Augenblick erschien.
„Hier ist dein Kaffee.“, sprach der schöne Ständer und Jeff war wieder im Park. Mit seinem Kaffe auf seinem Schritt. Leider auch in seinem Schritt, da er einfach mal fröhlich durch die Hose sickerte. Es brannte sehr an seinem Penis. Er holte ihn raus und lies ihn von einem daherkommendem Eichhörnchen sauber fuchteln.
Er hatte eine Mission und die musste er bestreiten. Es fiel ihm nachts in seiner Vierzimmerwohnung ein, da er es vergessen hatte.
Auf nach Kuba. Papiere, Koffer und Tickets geschnappt und ab dafür. Noch mal zurück, um Klamotten einzupacken und los ging’s.
In Kuba war es kalt. Die globale Erwärmung hatte hier erschreckend stark zugeschlagen. So stark, dass Kuba spontan in eine Eiszeit verfallen ist, um nicht zu schmelzen.
Die Natur denkt mit.
Jeff nahm sich einTaxi und wurde bewusstlos.

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