Club-Fan82 12.04.2006, 23:25 Uhr 6 0

Gefährliches Halbwissen?

Sarah Kuttners Kolumnen aus der Süddeutschen Zeitung und dem Musikexpress in Buchform.

"Das oblatendünne Eis des halben Zweidrittelwissens" - hinter diesem sperrigen, aber dennoch originellen Titel verbirgt sich ein kleiner Jahresrückblick aus der Sicht von Sarah Kuttner. Das vor kurzem im Fischer-Verlag erschienene Buch enthält die Kolumnen, die in loser Folge auf den jetzt.de-Seiten der SZ beziehungsweise monatlich im Musikexpress in der Zeit von November 2004 bis Dezember 2005 veröffentlicht wurden.

Die SZ-Kolumnen, die in Interview-Form gehalten sind, wirken gelegentlich etwas arg gezwungen und aufgesetzt. Sarahs zugegebenermaßen wortgewandte Antworten auf Fragen zum aktuellen Geschehen in Politik, Musik und anderen Bereichen sollen dabei den Eindruck erwecken, als seien sie der Moderatorin spontan eingefallen - leider ist oft das genaue Gegenteil der Fall. Zu oft kommt es einem so vor, als wäre lange Zeit an den Antworten herumgedrechselt worden.

Gelungener, lustiger und lesenswerter sind die Kolumnen aus dem Musikexpress, in dem sich Sarah Kuttner in einem lässigen Plauderton zu einem aktuellen popkulturellen Thema auslässt.

Sicherlich ist "Das oblatendünne Eis des halben Zweidrittelwissens" kein Pflichtkauf, aber wer Sarah Kuttner mag, wird an diesem Band viel Freude finden.

Sarah Kuttner: "Das oblatendünne Eis des halben Zweidrittelwissens" - Fischer, € 8,95.

Jetzt seid ihr an der Reihe: Mir ist aufgefallen, dass Sarah Kuttner stark polarisiert. Ich kenne zum Beispiel nur Menschen, die Sarah entweder großartig finden oder aber absolut nichts mit ihr anfangen können. Woran könnte das eurer Meinung nach liegen? Und zu welcher Gruppe gehört ihr selbst? Schreibt!

6 Antworten

Kommentare

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    Ich kann ziemlich sicher von mir sagen, dass sie mir eher egal ist....also in Richtung "Die-Ana". Obwohl ich sie eher sympathisch finde, als schrecklich... Aber was ich nicht mag an ihr ist wenn sie bewusst auf lustig macht, was ich wiederum sehr gerne mag ist :....wenn ich merke sie nimmt sich selbst nicht zu ernst und wenn sie keine angst hat mal mist rauszulassen. Sie bleibt doch ein zweischneidiges Schwert, die Gute.

    17.05.2006, 21:56 von NadiFlanders
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    Erstmal möchte ich sagen, dass ich das Buch ebenfalls gelesen habe und gleiches zu bemängeln habe, wie der werte Herr Club-Fan82! Ja, ja... Studenten sind Frau Kuttners Lieblinge und immer schön auf intelektuell machen. Keine Gründe dem Fräulein mit der Heugabel aufzulauern, aber was die Sarah da aus ihrer Liebe zur Intelligenz auf's Papier zwingt, klingt stellenweise doch, als hätte die Liebe sich mit etlichen Fremdwörterbüchern bewaffnet und wäre wahllos auf ihre Texte losgegangen! Das ist eher uncool Sarah, lass das sein!

    Zur kuttnerschen Polarisierungsgeschichte möchte ich beitragen, dass es meiner Meinung nach allerhöchstens den Anschein erweckt, als polarisiere die Person Sarah Kuttner.

    Ihr wird halt nicht die Rezeption eines Thomas Gottschalk zuteil. Da fallen dann Sympathisanten und Feinde schneller auf. Immerhin wird sie medial nicht ausgeschlachtet wie andere Moderatoren, weshalb ein Großteil von Menschen sie nicht einmal kennt und sie ihnen nicht mal "irgendwie egal oder auch nicht" sein kann.
    Es ist mir egal, aber! :-)

    08.05.2006, 20:59 von expressiv
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    ich finde das buch ganz große scheiße!!!

    20.04.2006, 11:53 von investor
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    Ich habe das Buch zufälligerweise erst vor zwei Tagen gelesen. Und ich muss dir zustimmen, die Kolumnen sind weitaus besser. Ich hatte teilweise den Eindruck, dass Fräulein Kuttner zwanghaft irrsinnige Fremdwörter einbaut und alles in einen Satz packt was nur geht, meine Gedanken: "Weißt du, wovon du redest? Hallo, mach mal nen Punkt." Dennoch gebe ich zu dass ich Sarah Kuttner durchaus sympathisch finde, mich fasziniert ihre seltene Mischung aus Intelligenz und Spinnerei. Ich kann diese Lektüre auch nur empfehlen, wenn auch nur als Zielgruppenstudie, ganz egal. Sarah polarisiert tatsächlich, vielleicht weil man diese besondere "Mischung" nur entweder hassen oder lieben kann, ein "egal" gibt es nícht. Übrigens: T300Eis8, wir haben nahezu den selben Berufswunsch :)

    17.04.2006, 17:44 von Besserwisserin.
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    Sarah kann man nicht irgendwie finden,darin liegt ihr Geheimnis.Sie ist ein ganz gewöhnlicher und unauffälliger Menschentyp.Sie würde,wenn sie keine TV-Sendung hätte,auf der Straße oder in einem Cafe nicht weiter auffallen.Sie ist eben nicht der typische Star den alle sofort immer toll finden und hinterherrennen.Mein Statement dazu.Danke für den Buchtip,ich schau mal wie ich das Werk finde.Da ich in die Richtung Literatur gerne nach dem Abi studieren möchte,wird es sicherlich mal ganz interessant sein,ein Buch in Interviewform zu lesen.

    13.04.2006, 18:51 von T300Eis8
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