Die Bücherdiebin von Markus Zusak
Ich habe gut aufgepasst in der Schule. Ich kann mich noch an viele Sachen erinnern, die man uns über den 2. Weltkrieg eingetrichtert hat.
Inhalt: Ein Mädchen, Liesel Meminger, wächst in den Jahren des 2. WK bei Pflegeeltern in Bayern auf. Liesel stiehlt Bücher. Das erste Buch findet sie bei der Beerdigung ihres kleinen Bruders im Schnee. Dank dieses ersten Buches über Totengräber fängt sie an das Lesen zu erlernen. Im Laufe der Jahre stiehlt sie immer wieder Bücher aus den verschiedensten Beweggründen die aber immer auf das selbe hinausführen: die Liebe zu den Wörtern. Das harte und dennoch glückliche Leben Liesels gerät aber ins Schwanken als der Nationalsozialismus immer mehr um sich greift und alles niederreisst was Liesel etwas bedeutet. Die Geschichte Liesels wird vom "Tod" erzählt der sich als der ehrwürdigste Erzähler dafür erweist.
Meine Gedanken zum Buch: Ich habe gut aufgepasst in der Schule. Ich kann mich noch an viele Sachen erinnern, die man uns über den 2. Weltkrieg eingetrichtert hat. Jahreszahlen. Staaten. Abkommen. Tote. Millionen. Was ich aber nie begriffen habe ist was Krieg eigentlich ist. Gefühlsmässig. Nun weiß ich es. Dank der Bücherdiebin. Es gibt in diesem Buch keine grossen Aufklärungskampagnen bezüglich Hitler, den Nazis, den Konzentrationslagern. Nein, hier geht es um alles was sich darunter befindet, unter diesen grossen Begriffen die wir ja schon alle kennen, unter der Oberfläche. Wenn man sich einlässt auf diese kleine, schöne Geschichte, wird man eine Welt erfahren von der wir, unsere Generation, keine Ahnung hat. Egal wie gut oder schlecht wir in der Schule aufgepasst haben, wir haben keine Ahnung vom Krieg, wir hatten das Glück in einer anderen Zeit aufzuwachsen. Wir können uns nicht im entferntesten vorstellen in welchem Gefühlszustand die Menschen sich befanden. Wie sie durch den Alltag taumelten, mal euphorisch, mal geschockt, mal noch am Leben und im nächsten Moment schon tot. In "Die Bücherdiebin" geht es um das Leben, die Lieben, die kleinen alltäglichen Wunder und Wunden des Krieges, um ein kleines Mädchen dass sie alle offen trägt, ihre Wunder und Wunden, dessen Anblick so gewaltig und gegenwärtig ist dass wir uns nicht davor abwenden können.
Was mir dieses Buch gelehrt hat: Den Himmel anders zu betracheten. Mutiger zu sein. Ich bin jetzt Mitglied bei Amnesty International. Hitler am Arsch.



Kommentare
Ein tolles Buch!
11.11.2011, 15:15 von Lady_Hope