DyingFly1 30.11.-0001, 00:00 Uhr 15 0

Danke, Astrid Lindgren

Wir alle kennen und lieben sie: Pippi Langstrumpf.

Die Abenteuer um das freche rothaarige Mädchen aus der Villa Kunterbunt sind wohl die bekanntesten Kindergeschichten der Welt. Die bereits 37-jährige Astrid Lindgren, die schon in der Schule sehr gute Aufsätze verfasste, bringt die Abenteuer von Pippi Langstrumpf 1944 anlässlich des Geburtstages ihrer Tochter zu Papier. Astrid Lindgren schickt das Manuskript an einen Verlag, der es jedoch ablehnt. Doch dann belegt sie den zweiten Platz bei einem Literaturwettbewerb in der Kategorie Jungendkrimis mit „Meisterdetektiv Blomquist“.

1947 erscheinen schließlich die ersten Abenteuer der „Kinder aus Bullerbü“. Endlich, im Jahre 1949 lernt Astrid Lindgren den Verleger Friedrich Oetinger kennen, kurz darauf erscheint die Erstausgabe von „Pippi Langstrumpf“ in Deutschland. Von da an folgen viele weitere Bucherfolge:

1954: „Mio, mein Mio”

1960: „Madita”

1963: „Michel aus Lönneberga”

1964: „Ferien auf Saltkrokan“

1965 erhält Astrid Lindgren den schwedischen Literatur - Staatspreis für ihr Gesamtwerk.

1973: Astrid Lindgren wird der Titel des Dr. phil. honoris causa von der Universität Linköping verliehen.

1976: Das Steuermärchen „Pomperipossa in Monismanien“ erscheint, es folgt der Regierungswechsel.

1981: „Ronja Räubertochter“ erscheint

1985-89: Die Kinderbuchautorin engagiert sich stark für den Tierschutz und die Verbesserung der Tierschutzgesetze.

1986: Astrid Lindgren erhält den Selma-Lagerlöf Literaturpreis, das Preisgeld setzt sie ein zur Gründung einer Stiftung für behinderte Kinder.

1987: Astrid Lindgren feiert ihren 80. Geburtstag mit Hunderten von Gästen und Prominenten.
Der schwedische Tierschutzverein verleiht ihr die Goldmedaille. Astrid Lindgren steht im Briefwechsel mit Michail Gorbatschow, um sich über das Thema Frieden auszutauschen.

1988: Das Engagement der Kinderbuchautorin im Tierschutz zeigt Erfolge: Das Tierschutzgesetz wird in Schweden verbessert.

1989: Der Freizeitpark „Astrid Lindgrens Welt“ wird in Vimmerby eröffnet.

1990: Im Rahmen des Tierschutzengagements erscheint in Zusammenarbeit mit Kristina Forslund das Buch: „Meine Kuh will auch Spaß haben“

1992: Neuauflage von „Die Kinder aus der Krachmacherstraße“ erscheint.

1994: Astrid Lindgren erhält den „Alternativen Nobelpreis“.

1997: Astrid Lindgren wird 90 Jahre alt und zur „Schwedin des Jahres“ gewählt.

1999: Die Kinderbuchautorin wird zur beliebtesten Schwedin des Jahrhunderts gewählt.

2002: Astrid Lindgren stirbt am 28. Januar im Alter von 94 Jahren. Tausende Menschen nehmen Abschied von „ihrer“ Kinderbuchautorin, an den Trauerfeierlichkeiten nimmt auch das schwedische Königspaar teil.


Astrid Lindgren hat uns all ihre schönen Geschichten als Erbe hinterlassen. Ob wir über den kleinen Lausejungen Michel lachen müssen, mit den Kindern aus Bullerbü heimlich durch die idyllischen Landschaften Schwedens streifen oder ob uns die kleine trotzige Lotta zum Schmunzeln bringt. All diese liebevollen Charaktere verzaubern noch heute große und kleine Leute. Ihre Bücher überzeugen durch ihre Lebendigkeit. Die starke, mutige Pippi Langstrumpf stand schon vielen kleinen Mädchen innerlich zur Seite, und wird es auch in Zukunft noch tun.

Astrid Lindgrens Geschichten gehören zu den Klassikern der Kinderbuchliteratur und sollten in keinem Kinderzimmer fehlen. Es gibt sie in schönen Gesamtausgaben oder in besonders reichlich illustrierten Bilderbüchern, als Einsteigergeschichten für die Jüngsten. Mit Astrid Lindgren im Bücherregal können wir jederzeit in die Villa Kunterbunt oder auf den Katthult - Hof reisen, um die kleinen, selbstbewussten Helden zu besuchen.

Zum Schluss bleibt mir noch zu sagen: Danke, Astrid Lindgren.

15 Antworten

Kommentare

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    Danke, Astrid Lindgren.

    Dies kann ich nur tausendfach unterstreichen!!!!!!!!

    06.04.2006, 17:32 von BananaPancake
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    Ich denke ohne Astrid Lindgrens Geschichten, die meine Kindheit begleitet haben, wäre ich nicht zu dem Menschen geworden, der ich jetzt bin. Dankeschön.

    04.03.2006, 20:21 von julichen
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    Zum ersten mal verknallt war ich in "Michl" und war immer wütend wenn er so lieb war und immer in den schuppen musste.
    Pippi hab ichnicht so gemocht. zb ida oder so die mit dem fahrrad und dem schwein ("teddy")

    13.02.2006, 13:46 von Kaija
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    Ich liebe ihre Geschichten schon seit meiner Kindheit und ich bin froh ihre Bücher weiterleben zu lassen in meiner Arbeit als Erzieherin... :)
    DANKE Astrid!

    03.02.2006, 15:49 von Summilein
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    mir rufen ständig irgendwelche typen "hey pippi langstrumpf" hinterher.. könnte das an meinen roten haaren, sommersprossen, ringelsocken, zwei zöpfen und meiner pippi-langstrumpf-tasche liegen?
    pippi rockt.
    zukunft für phantasie.
    tessa

    23.12.2005, 19:24 von sonnenheldin
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    Volkommen recht hat der Autor hier. Ich bin so froh, dass ich mit all diesen tollen Sendungen aufwachsen durfte, wenn ich mal bedenke, dass die Kinder heutzutage eine Auswahl haben, die von den Teletubbies über Spongebob zu Bernd das Brot führt. Ich lese ja heute noch gern Michel -Bücher und schaue für mein Leben gern Pippi Langstrumpf. Einfach toll.

    19.12.2005, 18:35 von LaDulce
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    Ach, was liebe ich "Die Kinder aus Bullerbü" - ich habe mir oft gewünscht, "Lisa" zu heißen.

    11.11.2005, 18:23 von zimtstern
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    DANKE, sag auch ich

    02.07.2005, 00:16 von Anatom
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    Ich muss mich auch bedanken, denn ich bin als Kind durch Astrid Lindgren zum Leser geworden, und ohne das Lesen wäre ich denke ich ein ganz anderer Mensch.

    Angefangen hat es, da hat meine Mutter mir noch abends am Bett vorgelesen von Michel, Pippi, Karllson vom Dach und den Bullerbü-Kindern.
    "Lotta zieht um" im Großdruck war dann als Zweitklässler mein erstes selbst gelesenes Buch. Und so gings dann immer weiter.
    Ronja Räubertochter und die Brüder Löwenherz habe ich auch als der mehr oder weniger Erwachsene, der ich bin, noch gelesen.
    Und inzwischen auch schon wieder vielen Kindern in Ferienfreizeiten vorgelesen.
    Und bis heute nehme ich noch jeden Abend im Bett ein Buch in die Hand, selbst wenn ich so müde oder betrunken bin, dass es mir nach zwei Sätzen eh wieder runterfällt und ich bei Licht einpenne :-).
    Also danke, wirklich!

    01.07.2005, 23:27 von Konstruktivist
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