Bender018 08.05.2014, 10:41 Uhr 253 19

Was ist Kunst?

Blitz-NUT

Ich bin eine Kunst-Null. Ich habe mich noch nie wirklich intensiv damit beschäftigt. Alles, was ich aufschnappe oder mir im Alltag unterkommt, wird als "Aha, okay" abgespeichert.

Cornelius Gurlitt hat seine bedeutende, aber umstrittene Sammlung an das Kunstmuseum Bern vermacht. "Aha, okay". Ich weiß nicht, was ich davon halten soll. Ist das okay, ist das wichtig, ist das egal?

Letztens erst geisterte durch die Medien die Nachricht von der Künstlerin, die in ihrer Performancekunst auf der Art Cologne Kunst gebährt. "Aha, okay". Video angeschaut. "Nä, ist nicht meins", gedacht und gleich danach die Standardfloskel "Egal, ist ja Kunst" gebracht.

Vor Jahren war ich in Giverny, Frankreich. Ich stand im Garten von Claude Monet, betrat sein Haus und verweilte auf der Brücke über dem bekannten Seerosenteich. Das hat mich berührt. Allein die Atmosphäre war so wunderbar, dass ich mir vorstellen konnte, wie er dort saß und malte.

Im Louvre stand ich vor der Venus von Milo und musste beinahe heulen, weil ich von dieser Art Kunst so beeindruckt war. Ja, das spiegelt mein Verständnis für Kunst wider. Für mich persönlich muss Kunst einen Anspruch haben, mein Ästhetikempfinden kitzeln, es muss mich beeindrucken. Jaaaa, ich sag ja, ich bin ne Kunst-Null.

Wie ist es bei euch mit Kunst? Seid ihr interessiert, besucht Ausstellungen und Vernissagen? Hat Kunst Grenzen oder liegt gerade darin die Kunst - Grenzen zu überschreiten? Muss Kunst immer einen Anspruch/Sinn haben? Ist Kunst Geschmackssache oder ist man einfach zu uninformiert/ungebildet, wenn man Kunst in schön und doof einteilt? Habt ihr Lieblingskünstler und welches Werk würdet ihr euch in die Wohnung stellen/hängen (meins wär das)?

Das NUT ist doof? Mach's doch besser :P


Tags: NEON User täglich, bildende Kunst, NUT
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253 Antworten

Kommentare

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    Das schöne an der Kunst ist für mich, dass es der einzige Bereich im Leben ist, in dem völlige Freiheit und keine Regeln herrschen. Über die Kunst kann man sich, wie über Religion endlos streiten und kommt doch zu keinem handfesten Ergebnis. Das schätze ich an der Kunst und deshalb spielt die Frage gar keine Rolle, ob etwas eine Bedeutung hat oder nicht. 


    Um die Kunst an sich mal zu definieren würde ich sagen, dass es ein Prozess ist, indem man emotional und ohne ein gewisses Ziel etwas zum Ausdruck bringt. 

    14.05.2014, 13:53 von See_Emm_Why_Kay
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      dann ist dein Kommentar auch Kunst?

      hör mir auf ey...

      14.05.2014, 14:47 von derWaschbaer
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      Hör du mir doch auf ey ^

      14.05.2014, 15:14 von See_Emm_Why_Kay
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    Es ist Kunst, wenn du etwas machst, das zum ersten Mal immer wieder imitiert werden will.
    Du denkst, es ist Kunst, wenn du etwas siehst, das dich imitiert.

    11.05.2014, 23:28 von lichterklette
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      schön sagst du das....

      11.05.2014, 23:38 von yuhi
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      das hab ich mehr gemalt, mit buchstaben ausgemalt.

      11.05.2014, 23:42 von lichterklette
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      i ch glaub jetzt wird mir schlecht

      11.05.2014, 23:42 von yuhi
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      manch einer empfindet seine wohnung als "kunst"
      der größenwahn lässt grüßen....

      malen se lieber weiter der herr, ohne buchstaben
      gute nacht

      11.05.2014, 23:45 von yuhi
    • 0

      das ist mir persönlich auch die beste andere kunst - die peristaltik ist nämlich eng mit den gedächtnis verknüpft. "dislikes" gibts hier nicht, sonst würd ich danach arbeiten.

      man darf nicht verwechseln, dass einfach nur seinen scheiß machen auch einfach nur kitsch ist.

      ansonsten haste ja noch die wegguck-äuglein, die du für meine buchstaben nutzen kannst, denn ich lass mir das scheiße-machen nicht nehmen :)

      servus

      11.05.2014, 23:52 von lichterklette
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      "DEM"

      11.05.2014, 23:53 von lichterklette
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      neeee so war das nicht gemeint. seufz.
       nee neee neee
      weitermalen!
      und weiterschreiben ! hopp hopp :)

      12.05.2014, 08:55 von yuhi
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  • 1

    Ich empfinde es als wahre Kunst, wie z.B. körperlich benachteiligte Menschen, inmitten unserer so perfekten Gesellschaft leben und dennoch eine scheinbar nicht zu bändigende Lebensfreude an den Tag legen. 

    09.05.2014, 21:48 von ding_dong
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    "Was ist Kunst?"


    "Eine Frage.!


    Und sie muss es auch bleiben. Jede eindeutige Antwort oder Definition würde (die) Kunst ad absurdum führen und sie jeglicher Daseinsberechtigung berauben.


    UND: Jeder versteht was von Kunst, ob er es weiß oder will oder auch nicht.


    http://www.neon.de/artikel/freie-zeit/kunst/kitsch-versus-kunst/1022281

    09.05.2014, 09:47 von buschwerk
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    Zu der Frage fällt mir immer dieser Artikel ein :)

    Hier !
    Ansonsten ist Kunst ein vielseitig definierbarer Begriff...Kunst ist Fertigkeit, Begabung, Talent....Ich denke, du sprichst die sogenannten Kunstwerke an, und da denke ich, ist "Kunst" erreicht, wenn das Gefühl und die Aussage, die der Künstler transportieren möchte, beim Betrachter ankommt...Der Gegenstand an sich ist nur das Medium und zweitrangig...so sehe ich das ..Alles andere kann weg :)

    09.05.2014, 09:08 von Gluextreffa
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      David Carson fand ich in den 90gern gut und revolutionär, heute finde ich seine Typografie etwas wirr, zuviel Reizüberflutung. Oder gibts da was neues?

      09.05.2014, 08:28 von zooropa
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      Diese Ausgabe des ZEIT-Magazines habe ich auch noch ;-)

      In den 90ern fand ich auch tomato sehr revolutionär, einfach ohne Konzept und endlosen Marketingstrategien drauflos, nach Gefühl eben. In dieser Zeit gab es auch durch viele neue Tools (eventuell auch Kai Krause-Zeugs) viel neues zum experimentieren. Die Macs wurden schneller, die Programme wurden bis zum gehtnichtmehr ausgeschöpft und das Internet hat vieles neues hervorgebracht. Ja, es hat spaß gemacht, in den 90gern kleine bunte Trailer zu machen mit Schriften versehen wie David Carson. Heute sieht man leider nur billige Kopien und das sieht dann leider so aus, als ob ein Schuljunge seinen ersten Computer ausprobiert ;-)

      09.05.2014, 09:13 von zooropa
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    • 1

      Ja, es ist leider so, dass sich heute jeder kreativ nennt, der Photoshpo und Illustrator auf seinem Rechner hat, ohne das Handwerk überhaupt zu beherrschen. Man denkt sich nicht mehr in Kunden rein, man gestaltet, was gerade angesagt ist. Es wird alles austauschbar. Gestalterische Spielereien und Gimmicks ohne Sinn und Verstand – haupsache um kreativ zu wirken – finde ich fürchterlich.

      09.05.2014, 09:36 von zooropa
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      ... ich hatte vor kurzem eine 21-Jährige zur Probearbeit.. ja, ich kann gestalten, ich habe inDesign zu Hause und habe Mediengestaltung gelernt. Sie sollte was ganz einfaches umsetzen, für einen Steinmetz die Geschäftspost, Logo... es war alles in rosa gehalten und dass mich da nicht noch die Hello-Kitty-Katze angrinste wunderte mich... oh Gott!! Was geht in solchen Köpfen vor! Hat sowas der Arbeitsmakt nur noch zu bieten?

      09.05.2014, 10:26 von zooropa
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      ... wie bei den tomatoes, einfach drauflos! ;-)
      Vielleicht sollte ich auch mal meine Arbeitsweise überdenken...

      09.05.2014, 10:47 von zooropa
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      Ach du... diese hippen Typen, die meinen mit ihrer Kreativität, die eigentlich nur ein Abklasch von anderem Abklatsch ist, die Welt verbessern zu können und denken, wie individuell sie doch sind, aber immer schön im Strom schwimmen, man will ja letztendlich doch keine Verantwortung übernehmen! Das rebellische und freche fehlt heute, alles ist nur noch aus Liebe... zum Automobil, mit Liebe kochen, Backen ist Liebe, jeder liebt Mc Donalds, Autos lieben Shell und alle lieben alles...einfach zuviel Liebe und es wird immer kuscheliger... da sind wir wieder bei rosa ;-)

      09.05.2014, 11:07 von zooropa
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      Nee, nee, so macht mir das keinen spaß!
      ... die Kunden verlangen die „breite Masse“ anzusprechen, und die lieben und herzen ja alles, was gefällt. Das ist einfach... und schade. Meine Kunden sind ja meistens auch selbst breite Masse, einige von meinen reden wie Spiegel, denken wie BILD und dann wirds doch BUNTE...
      Die W&V oder Horizont lese ich z.B. garnicht mehr, das ist mittlerweile ein Portfolio anderer Kreativschmieden (auch noch so ein toller Begriff ;-)).
      Habe mal mit S&F als Studentin auf einem Werbekongress den 1. Platz belegt, die wollten mich nach Abschluss als Praktikantin... für 500 DM! Da habe ich lieber bei einer putzigen, kleinen und etablierten Agentur in der Provinz für mehr Geld angefangen. Auf die Kongresse bin ich wegen der Partys hingegangen, meine Freunde in Hamburg habe ich wegen dem Golden Pudel Club besucht und nicht, weil sie vom Goldenen Hirschen sich damals haben ausnutzen lassen. Da war Individualität schon was anderes, als ich es mir vorstellte, man war individuell, wenn man diese Schuhe trug oder diese Drogen nahm und wehe, wenn nicht, dann bist du nicht individuell genug für uns ;-)

      09.05.2014, 11:53 von zooropa
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      Entschuldige, so Selbstbeweihräucherungen erspare ich mir lieber ;-) Hast du das schonmal erlebt? *neugier*
      Mich interessieren eher deine vielen ** ...

      09.05.2014, 12:07 von zooropa
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      aber natürlich doch in schwarz! Welcher Kreative hat denn nicht einen schwarzen Rolli oder ein schwarzes Hemd zum schwarzen Anzug und runder Hornbrille zuhause... ;-)

      arschgeigen-potential?

      09.05.2014, 12:29 von zooropa
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      ... zumindest die agenturstandardpraktikantinnen und -grafikerschnitten
      stehen auf das AD/CD-rollischwarz, wenn ich mich recht erinnere, wie
      flexibel deren schenkelgeometrie bei entsprechenden agentur-vorgesetzten
      ist.
      mein Lacher des Tages!! Danke!!

      Die männlichen Praktikanten sind aber auch äußerst intesessiert an weiblichen Vorgesetzten.. ;-)

      Pfff... Lichtspiel spielt mit Buchstaben und Sternchen...

      09.05.2014, 12:51 von zooropa
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      Ach, ein paar schnuckelige Kerls lassen sich noch gut formen, arbeitstechnisch ;-)

      arschkriecher?
      arschbacken?
      arschgesichter?

      mehr krieg ich da nicht zusammen, himmel, was bin ich brav aufgewachsen. Schimpfwörter muss ich noch lernen...

      09.05.2014, 13:37 von zooropa
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      Die Jungs lassen sich so herrlich delegieren und bringen einen perfekten Kaffee oder ein Spießbratensemmel aus der Mittagspause mit ;-)
      Zudem sind diese auch interessierter an Computer und Programmierung und können meine Ideen besser umsetzen als die Damen, die sich lieber freiwillig fürs Kopieren melden um ja nichts falsch zu machen. Aber ehrlich, Neckereien gehören dazu bei mir im Job, aber das wars auch ;-)

      Das Wort Krampe kenne ich garnicht.

      09.05.2014, 14:07 von zooropa
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      Soviel nochmal zur Manipulation... wobei ich wirklich kein Geklimper veranstalte. Die Jungs merken einfach schnell, wer das Sagen hat oder wer der Blender ist ;-)
      Ehrlich, ich komme meistens mit männlichen Kollegen einfach besser klar. Sind nicht so zickig und verschönern nicht den heißen Brei noch mit rosa.
      Und bei dir?

      Krampe ist bestimmt so ein Regionen-Ding? Bei uns ists halt die Geige ;-)

      09.05.2014, 14:44 von zooropa
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      Na, da hast du doch einen enormen Vorteil wenn du dafür das Gefühl hast,
      wer klimpert um des wimpernklimpernwillens, oder wer es ernst meint und
      einfach nur nett klimpert ;-)


      ... deswegen mag ich arbeitstechnisch männlichen offenen pragmatismus (man kann sich auch mal fetzen, danach ists gut)
      stimme ich dir voll und ganz zu. Ist mir auch lieber, daher sitze ich seit meinem ersten Jahr hier in der Agentur im Einzelbüro oder war mal nur mit einem männlichen Kollegen zusammengesezt worden. Ist angenehmer. Wenn ich in das frauendominierende Großraumbüro gehe schwindet die Sachlichkeit und Konzentration, da es da nie still ist. Lustige Zitate oder kreischbunte Bilder zieren Wand, es wird Cosmopolitan und Horizont gelesen.

      Hmm, ich dachte, ich wäre irgendwie auch etwas old school...

      Dein letzter Kommentar zur weiblichen Gruppendynamik, es kann schon gemein werden, aber wenn man weint und sich nicht wehrt, ist man in der falschen Branche ;-)

      09.05.2014, 15:25 von zooropa
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      Ich habe auch nicht geweint, aber zu spüren bekommen, dass ich in dieser Gruppe nicht willkommen war. Daraufhin wurden dann die Alphaweibchen durch fleißige und clevere Bienchen ausgetauscht und dann funktionierts auch ;-) Als Mann ist man da eher nicht so die Zielscheibe.

      Heute wars mal angenehm ruhig hier, viele krank. Danke für den „Austausch“ :-)

      09.05.2014, 16:08 von zooropa
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