dummesHaeschen 16.12.2017, 15:45 Uhr 8 0

Star Wars 8 als Kritik an die heutige Waffen-Gesellschaft?

Eine Parallele zwischen dem Krieg im Star Wars Universum und den Kriegen auf unserem Planeten. Eine Rezension ohne Spoiler.

Die neue Star Wars Episode läuft seit einigen Tagen in den Kinos der Welt. Von vielen wird der achte Teil schon angepriesen, als eine der besten Star Wars Filmen. Die Kinosäle sind ausverkauft. Menschenmassen rennen in die Kinos. Der Film spricht schon lange nicht mehr nur eine kleine Gruppe von Menschen an. Inzwischen ist es sogar cool, was früher einmal nerdig war. Wenn ein Film bzw. die ganze Reihe so viele Menschen mit sich reißt und berührt, dann lohnt es sich doch ein paar Botschaften an die Menschheit zu verstecken. Einige Menschen nehmen Star Wars sehr ernst und Andere sagen: Es ist doch nur ein Film. Doch wie viel Realität steckt in einem fiktiven Kinohit? 

Tatsache ist, dass die Welt und die Geschichte der Science Fiktion Reihe Star Wars rein erfundenen ist: Utopische Kämpfe zwischen gut und böse im Weltraum, die Macht, die alles im Gleichgewicht hält und was magisches an sich hat und Wesen und Planeten, die nicht existieren. „Krieg in den Sternen“, wenn man es so übersetzen will. Der fiktive Krieg scheint nicht so weit entfernt zu sein, wie wir glauben. Denn es gibt durchaus Parallelen zu unseren Kriegen auf der Erde. Wir können zwar nicht genau zwischen den Guten und den Bösen unterscheiden und haben auch keine Macht, die alles im Gleichgewicht hält, aber dennoch kommen uns einige Szenen bekannt vor. Aus unserer realen Welt: 

In der achten Episode besuchen wir eine Stadt namens Canto Bight. Diese Stadt erinnert ein wenig an Monte Carlo: Ein großes Casino, eine Rennbahn, viel Blink Blink und Reichtum. Doch wer wohnt in dieser Stadt? ,Die schrecklichsten Wesen des Universums.' (Rose Tico) Erst denkt man, dieser Ort sei deswegen gefährlich. Doch die Charaktere selber sind nicht gefährlich, nur ihr Geschäft: Sie verkaufen Waffen. Später im Film stellt sich heraus, dass diese Personen sowohl den Guten als auch den Bösen gefährliche Waffen liefern. Die Empörung ist groß. Aber für uns doch eigentlich nichts Neues. Auch hier wird einem kurz bewusst: Ohne diese Waffen gäbe es keinen Krieg. Ohne Waffen gäbe es, auf beiden Seiten, keine Verluste. Ohne Waffen herrscht Frieden. Ja gut, ohne Waffen gäbe es dann kein Star Wars Film mehr, das wollen wir ja auch nicht. 

Wie sieht es in der realen Welt aus? Schließlich ist Star Wars auch nur ein Film. Aber was ist, wenn die Probleme aus den Filmen auch wirklich unsere Probleme sind? Zum Beispiel: Der Waffenexport in die Kriegsgebiete. Warum exportieren wir, reale Menschen, Waffen in die Kriegsgebiete? Wir wollen doch Frieden. Wir wollen doch eigentlich helfen. Die Antwort auf diese Frage finden wir auch in der Episode: Geld. „Geld regiert die Welt“ -heißt es doch so schön. Wir leben in einer reichen Gesellschaft und bekommen kaum was aus den Kriegsgebieten mit. Vor allem machen wir nichts. Wir leben unser Leben weiter, fahren in den Urlaub (in der Türkei kann man im Moment gute Schnäppchenreisen ergattern) und kümmern uns um nichts. Warum auch, wir sind ja noch nicht betroffen. Solange unsere Wirtschaft gut läuft, geht es uns auch gut. 

Auch im Star Wars Universum erhält der Waffenexport einen fiesen Beigeschmack: Die reiche Gesellschaft ruht sich aus und genießt das Leben, während kleine arme Kinder die Drecksarbeit machen müssen. Sie werden ausgebeutet und misshandelt, aber sie glauben an etwas: an die Rebellion. Sie treffen sogar auf zwei Rebellen, die in der Stadt einen Auftrag erledigen müssen. Dadurch erleben sie und alle Zuschauer erst die wunderbare Welt des Reichtums, aber wenn man durch die Oberfläche hindurch schaut erblickt man das Leid der Armen und der Tiere. Denn auch Tierquälerei, wahrscheinlich angelehnt an die Stierkämpfe in Spanien, findet seinen Auftritt in dieser Stadt. Die Rebellen geben der armen Bevölkerung Hoffnung.

Leider ist die Stadt nur ein Schauplatz von Vielen und gerät schnell in Vergessenheit der Zuschauer. Für die weitere Handlung ist sie unbedeutend. Denn am Ende der Episode hat man größere Probleme und kümmert sich nicht mehr um die Stadt und ihre Bewohner. Wird nun der Waffenexport in der realen Welt kritisiert? Oder wird nur einmal kurz darauf aufmerksam gemacht? Finden wir den Waffenexport jetzt gut? Schließlich basieren unsere geliebten Star Wars Episoden darauf. Oder verlassen wir nachdenklich das Kino? Leider nein. Wir sind erfasst von der Handlung und freuen uns über den gut gelungenen Film. 

8 Antworten

Kommentare

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    star was, love this,

    24.05.2018, 11:31 von bryanthhen
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    no doubt star was, i watched it cinema hall and it was a great experience, now it can watch at Redbox TV

    19.05.2018, 19:49 von sofufu
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    Strwars is my all time facorite movie. Now it is telecased live on many live TV channels and you can watch all them for free on Redbox TV.

    28.03.2018, 18:40 von nalani
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  • 1

    Wie? Star Wars ist nur ein Phantasiegebilde...?!?
    Muss weinen...
    :(

    16.12.2017, 16:25 von sailor
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      Als ich im Baader-Meinhoff-Komplex war, wollte ich beim verlassen des Kinos unbedingt Terrorist werden. Und nach Mad Max Prepper werden..

      18.12.2017, 10:28 von MaasJan
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      Wenn du mit deinen Augen sehen könntest, was ich gesehen habe, mit deinen Augen...

      18.12.2017, 10:52 von sailor
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      nun..

      18.12.2017, 10:56 von MaasJan
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      "Und nach Mad Max Prepper werden.."

      Warboy! Unkompliziert, sinnfrei, kurzweilig...

      18.12.2017, 12:11 von chiral
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