Dominik_Schuette 13.08.2009, 10:05 Uhr 45 2
NEON täglich

Kino kann wichtig sein

Welche Filme haben Eure Sicht auf die Welt verändert?

Heute startet der britische Film „Hunger“. Er handelt von den Haftbedingungen im nordirischen Maze-Gefängnis. Dort wurden lange Jahre die IRA-Gefangenen eingekerkert. Anders kann man das nicht ausdrücken, nachdem man Steve McQueens Film gesehen hat. Sein Werk – der Mann ist bildender Künstler und dieser Film tatsächlich ein Kunstwerk – zeigt die gegenseitige Paranoia von Wachleuten und Gefangenen, die jeden menschlichen Umgang miteinander unmöglich machte.

„Hunger“ schafft, was nur ganz wenige Filme schaffen: Er vermittelt ein Gefühl davon, wie es für die Beteiligten gewesen sein muss. Ein Stück weit durchlebt man die Erfahrungen der Gefangenen, wie sie in ihrem Kot und Urin vor sich hin vegetierten. Aber auch die Panik der Wachen wird greifbar, die Angst, wenn sie morgens zur Arbeit fuhren – denn sie wurden reihenweise ermordet. Am 1. März 1981 eskalierte schließlich die Situation. Weite Teile der Insassen traten in einen Hungerstreik, der zehn Männer das Leben kostete.

Oft ist man bewegt, vielleicht sogar traurig, wenn man aus dem Kino kommt. Hier ist man fix und fertig, wenn der Abspann läuft. Und man will mehr wissen, weil der Film keine einfachen Antworten liefert. Wenn das nur öfter der Fall wäre. Man schaut soviel Schrott! Vielleicht kriegen wir eine Liste zusammen, mit Hilfe derer man die nächsten Wochen richtig gute Filme ausleihen kann. Also: An welche Filme erinnert Ihr Euch ganz besonders? Und warum?

(„Hunger“ startet heute im Berliner fsk Kino, danach in anderen deutschen Städten. Und „Hunger“ gibt es auch schon auf DVD.)

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45 Antworten

Kommentare

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    im winter ein jahr.

    27.10.2009, 23:37 von streetlight
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    als ich 12 war sah ich zum ersten mal titanic,leo dicaprio war peinlicherweise meine erste große liebe;)er hat meine sicht auf alle jungs,die ich früher nur aus "wilde hühner"-perspektive sah,verändert!
    "der seltsame fall des benjamin button"hat meine einstellung zum tod und dem schicksal verändert...großartiger film!

    "brokeback mountain"hat auch mir die augen geöffnet
    "eiskalte engel" ist ein prägender bestandteil meiner jugend,da mein gesamter freundeskreis diesen film kennt und zitiert...

    18.09.2009, 18:58 von nachtschwaermer94
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    Hm. Ich unterscheide, ob mich ein Film ganz besonders bewegt hat oder besonders nachdenklich gemacht hat.

    Ich glaub, am schlimmsten mitgenommen hat mich "Das Experiment".

    Größeren Wissens- und Bewußtseinsinput hatte ich eher bei:

    Frost/Nixon
    (Tolstois) Krieg und Frieden (Vierteiler-Fernsehfilm)
    Elementarteilchen
    Luther

    Dazu kommen aber die vielen kleinen cineastischen Freudespender, vorwiegend französische und slandinavische Filme (mit Audrey Tatou; Delikatessen, Dänische Delikatessen, ...) . Aus letzteren ist von besonderer Bedeutung: "Kitchen Stories"

    Mein schlimmstes Erlebnis war "Troja", den hab ich glücklicherweise allein und auf DVD geschaut. Nach 5 Filmminuten mußte ich stoppen und meine griechischen Sagen aus dem Schrank holen, um sicher zu gehen, daß da wirklich ein Held, der die Sage eigentlich überlebt und seine Helena, deren Fehlen kriegsauslösend war, am Ende mit heimnehmen sollte, in den ersten Filmminuten mausetot geschlagen wird. Das nenn ich frei Interpretation... yeah

    17.09.2009, 14:00 von LudwigMartin
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    - Schmetterling und Taucherglocke
    - Silentium
    - Die Farbe Lila
    - Rain Man

    Wirklich großartige Filme, die mich zum Nachdenken angeregt haben. Etwas auf lange Sicht geändert, hat bei mir jedoch nur Silentium: Wolf Haas ist nun einer meiner Lieblingsautoren.

    25.08.2009, 16:00 von evrika
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    shooting dogs..
    haben selten sprachlos ein kino verlassen - danach schon..
    geht auch im den völkermord in ruanda und um die unfähigkeit der un.. entsetzliche szenen, aber ich find das wir afrika immernoch zu oft vergessen & uns zu sehr auf die un verlsssen, die nun ja bekanntermaßen wirklich nicht die beste einrichtung ist!!

    17.08.2009, 18:46 von isiotin
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    »Blade Runner«
    »Birdy«
    »Matrix I«

    ... und noch ein paar Andere, auf die ich gerade nicht komme.

    17.08.2009, 18:38 von sailor
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    "Warriors - Einsatz in Bosnien"

    Der Film verändert Einstellungen sehr nachhaltig.
    Du glaubst anschließend nicht mehr an das Gute im Menschen, aber du glaubst auch keinem Politiker und ihren hirnfreien Wahlversprechen mehr.

    Zitat: "Der Film drückt nicht auf die Tränendrüse, wirbt nicht so penetrant-sentimental wie z. B. "Schindlers Liste" um "Betroffenheit", sondern erzählt einige Begebenheiten aus der Sicht der Blauhelme. Er ist nüchtern, ohne Effekthaschereien, und nach dem Urteil mehrerer, die vor Ort waren, ziemlich realitätsnah." Zitat Ende.

    16.08.2009, 18:22 von Rico_Stg
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      @[Benutzer gelöscht] MATCH POINT...?

      Da spielt doch auch... Scarlett Johansson mit, odr?

      25.08.2009, 14:11 von sailor
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      @sailor
      MATCHPOINT war gut, aber angesichts der Charaktere hätt ich mich fast bekotzt.

      Ein ähnliches Gefühl hatte ich bei HAUTNAH, daß Jude Law immer so ne absoluten Nieten spielen muß!

      21.09.2009, 10:42 von LudwigMartin
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    Mir fällt noch der Film
    Dancer in the dark ein

    14.08.2009, 15:59 von Avva
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