Gengster 21.05.2004, 13:38 Uhr 5 0

Der Wixxer

Was kommt raus, wenn Onkel Hotte und ein Sportmoderator einen Film drehen? Das Werk des Jahres!

Oliver Kalkofe, der mit seiner "Mattscheibe" lange vor Raab die TV-Verfehlungen anprangerte, hat sich zusammen mit seinem ehemaligen ffn-Frühstyxradio-Kumpel, dem heutigen Champions-League-Moderator und 7-Tage-7-Köpfe-Mitglieder Oliver Welke, aufgemacht und ein Drehbuch der Sonderklasse kreirt. Unterstützt wurden sie dabei von Comedian Bastian Pastewka (Wochenshow, Ohne Worte).
Der Film zum Drehbuch ist seit gestern auf deutschen Leinwänden zu bestaunen.

Die Liste der Darsteller macht selbst schon Lust auf diesen Film. Neben Kalkofe, Pastewka und Welk
sind Größen wie Olli Dietrich (RTL Samstag Nacht), Anke Engelke (Wochenshow, Anke Late Night), Thomas Heinze (Allein unter Frauen), Lars Rudolph (Plante B, Baby), Achim Mentzel (Achims Hitparade auf dem MDR), und den Wildecker Herzbuben, spielt natürlich Wolfgang Völz (Raumpatroullie Orion) mit, der auch schon in einigen originalen Edgar Wallace Filmen (u.a. Der grüne Bogenschütze) mitwirkte, die bekanntlich als Vorlage für den Wixxer dienten.

Die Handlung ist simpel und übersichtlich gestaltet, dennoch steht die Spannung den alten Wallace-Filmchen in nichts nach.
Der sogenannte "Wixxer" rottet langsam Londons Unterwelt aus. Zeitgleich gerät Doris Dubinski (Engelke) in die Fänge eines Girlgroup-Händlerrings (angeführt von Thomas Fritsch).
Inspector "Very Long" (Pastewka) und Chiefinspector "Even Longer" (Kalkofe) machen sich somit auf die Suche nach dem Wixxer, der eine Woche zuvor Longers Partner ermordete, und die Verschwundene Ostdeutsche Touristin Doris, deren Ehemann (Olli Dietrich) bei der Suche als einziger Zeuge dient.

Wir nicht anders zu erwarten, haben die drei Autoren ihren Darsteller so passend auf den Leib geschrieben, dass niemand künstlich wirkt.
Im Gegenteil, man fühlt sich teils sogar zurückversetzt in die Zeit der schwarz-weissen Klassiker. Die Gags sitzen und sind manchmal härter, als man es von dieser Produktion erwarten durfte.
Ohne zuviel zu verraten kann man sagen, dass die üblichen Rollen der Wallace-Filme auch hier wieder zu finden sind. Pastewka ist der neue Eddie Arendt, Rudolph der neue Klaus Kinski.
Auch findet man einige Bösewichte wieder, die diesmal allerdings vom Jäger zum Gejagten mutieren.

Zwar dauert dieses kleine Meisterwerk, der auch bei Filmen wie "Matrix" und beim Serienhit "24" Kleinigkeiten borgt, nur 85 Minuten, aber die lohnen sich mehr, als manch mittelmässige 2-Stunden-Komödie.
Auch auf solche Dinge wie Schnitttechnik und musikalische Untermalung wurde großen Wert gelegt.

Alles in Allem ist dieser Film schon jetzt als "Überraschungshit" zu feieren und ein Spaß für alle, die bösen Humor lieben.

P.S.: Wer das ganz große Vergnügen sucht, sollte am kommenden Samstag den Film abends im Cinemaxx (Nikolaistrasse) in Hannover schauen, da sind einige Mitwirkende (u.a. Kalkofe) zu Gast."Wichtige Links zu diesem Text"
Die Seite zum Film
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5 Antworten

Kommentare

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      @[Benutzer gelöscht] Ich bin zufällig mit Bastian Pastewka und den anderen Schauspielern im Zug nach Prag gefahren. Das heißt, ich traf sie im Speisewagen. War sehr interessant, wie die so über verschiedene Sender ablästern.
      Der Film war in Ordnung, aber kein Brüller.

      09.08.2004, 10:14 von h-milch
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    Ich fand den Film richtig klasse, und Hatler war einfach der beste. Über die Szene ganz am Anfang ("Ich könnte mich als Führer anbieten") oder der mit der Falltür ("Die brauchen wir noch - für die Zeugen Jehovas") könnte ich mich jetzt immer noch totlachen! :-)

    24.05.2004, 11:59 von Polarstern
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      @Polarstern Mich wunder, dass die Political Correctness Ecke unter dem Oberkommando von 5 Linien General Michel Friedman den Film noch nicht verrissen hat. Herr Friedman ist ja auch immer noch der Auffassung, dass man den Anfängen wehren muss, indem man "Mein Kampf" verbietet. Den Anfängen kann man besser wehren, wenn man das Buch erlaubt und jeder selber sieht, was für ein geistiger Dünnpfiff darin steht.
      Ich denke auch, der Film war sehr lustig, aber ich habe auch nicht soooo gelacht, wie bei meinen absoluten Nummer 1 Komödien. Auf jeden Fall sehenswert

      25.05.2004, 16:58 von Tengri
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    Hm, ich schließe mich Luedy an. Guter Film, viel gelacht, aber der richtige Reißer war's nun auch wieder nicht...

    23.05.2004, 23:36 von Der-boese-Wolf
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    Der Wixxer ist herrlich! Nur ist mir aufgefallen, dass meine Begleiterin und ich im Kinosaal manchmal die Einzigen waren, die gelacht haben.
    Hat das Münchner Kinopublikum eine seichte Komödie erwartet (mit Kalauern die alle offensichtlich sind)? Oder sind die Anspielungen (besonders die von Hathler) so versteckt (oder darf man über so manchen Hathler-Witz gar nicht lachen?[Wegen der deutschen Geschichte usw.])?
    Doch einen kleinen Kritikpunkt habe ich schon: Ganz am Anfang ist der verlotterte Kalkofe doch ein wenig eklig.

    23.05.2004, 18:24 von fryxx
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    Aber der absolute Bringer sind die Hitlerwitze

    22.05.2004, 01:04 von davyrocket
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